iPhone-App SHOUTcast Radio: Internet-Streams für Abwechslung beim Musikgenuss

Während der Wiedergabe informiert SHOUTcast Radio über den gerade laufenden Song.

Mit 8, 16 oder 32 GByte Speicher bietet das iPhone jede Menge Platz für Musik. Auf das größte Modell passen etwa 8000 Songs, was für mehr als 450 Stunden ununterbrochene Wiedergabe reicht. Umgerechnet auf die Lebensdauer des Akkus wiederholt sich ein Lied somit erst nach mehr als 10 Ladungen. Dennoch, wer sein iPhone oft und viel zum Musikhören nutzt, dem kommen seine auf den Speicher geladenen Songs irgendwann immer bekannter vor. Da bleibt nur ein Austauschen des Repertoires – ein Speicherupgrade via microSD-Karte ist durch das Fehlen eines passenden Slots nicht möglich.

Wer keine Lust hat, mit iTunes aufwändig seine Medienbibliothek nach unbekannten Titeln zu durchforsten, hat noch eine ganz andere Möglichkeit für Abwechslung zu sorgen. Schließlich verbindet sich das iPhone mit dem Internet, das zahllose Webradio-Sender bereithält. Die kostenlose App SHOUTcast Radio von AOL holt über 32.000 Kanäle aus Kategorien wie Rock, Alternative, Jazz und Hip-Hop auf den mobilen Begleiter.

Nach dem ersten Start zeigt das Programm die Stationen in Kategorien sortiert an. Wer dann beispielsweise auf den Eintrag Jazz tippt, bekommt die dort geführten Sender zu sehen. Zu jeder Radiostation bietet die App auf einen Blick Informationen wie Name, gerade laufender Song, Anzahl der Zuhörer und Bitrate. Letztere ist besonders wichtig, da sie Aufschluss über die Audioqualität gibt. 96 oder 128 KBit/s entsprechen in etwa MP3-Qualität. Alles unter 64 KBit/s klingt schon deutlich mehr nach analogem Radio. Mit hochwertigen Kopfhörern merkt man die Komprimierung des Datenstroms stark.

SHOUTcast Radio sortiert die verfügbaren Sender in übersichtliche Kategorien.
Neben dem Stationsnamen und dem gerade laufenden Titel zeigt die App auch die Bitrate an.
Die Suche merkt sich Begriffe und durchforstet alle Sender.


Nach einem Fingertipp auf einen Sender beginnt die Wiedergabe. Die Software zeigt oben den Stationsnamen und darunter den gerade laufenden Song an. In der unteren Hälfte des Bildschirms finden sich Play/Pause-Taste und ein Lautstärkeregler. Wer oben rechts auf den Stern-Knopf drückt, fügt den Sender zu seinen persönlichen Favoriten hinzu.

Zum Wechseln in die Favoritenansicht genügt ein Fingertipp auf Favorites in der Leiste am unteren Bildschirmrand. Außerdem findet sich dort ein Recents-Feld, das die zuletzt gehörten Sender auflistet. Wer ganz rechts in der Leiste auf Search tippt, gelangt zur Suche. Sie zeigt die bereits recherchierten Begriffe an und listet gefundene Sender wie die Kategorienübersicht auf.

In unserem Test funktioniert die Wiedergabe sowohl via 3G-Empfang, als auch über WLAN hervorragend. Bei EDGE-Verbindungen beginnen Sender mit sehr hoher Bitrate teilweise zu ruckeln.

Allerdings ist beim Radiohören über das Handynetz ohnehin Vorsicht geboten. Hier kommen schnell große Datenmengen zusammen, die bei Volumentarifen zu einer immensen Handyrechnung führen. Wer einen Sender mit 96 KBit/s eine Stunde lang hört, überträgt ein Datenvolumen von mehr als 42 MByte. Daher sollten nur iPhone-Besitzer mit Flatrate SHOUTcast Radio über EDGE oder UMTS laufen lassen.

Allerdings besteht auch hier die Gefahr, dass das Flatrate-Volumen überschritten wird und der Provider die Verbindungsgeschwindigkeit herunterregelt. Ganz besonders gefährlich ist die App im Ausland. Beim Betrieb im Urlaub bewegt sich die Summe auf der Rechnung schnell im vierstelligen Bereich. (Fotos: CBS Interactive)

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