In der letzten Zeit hat sich HTC vor allem mit seinen Android-Smartphones, darunter Legend und Desire, einen guten Ruf verschafft. Doch nicht jeder ist bereit, mehrere hundert Euro für ein solches Gerät auszugeben – noch dazu, wenn man viele der umfangreichen Funktionen gar nicht benötigt. Auch diese Käuferschicht möchten die Taiwaner nun bedienen. In den Startlöchern steht dazu das Smart – ein Touchscreen-Handy mit gehobener Ausstattung, das die tolle Sense-Oberfläche der deutlich teureren HTC-Smartphones mitbringt. Wir haben getestet, ob HTC nicht nur gut, sondern nun auch noch günstig kann.

Oberfläche

Auf den ersten Blick denken viele Kollegen in der Redaktion: Auf diesem Handy läuft Android! Tatsächlich ist die Oberfläche des Smart auf den ersten Blick kaum von der der aktuellen HTC-Androiden zu unterscheiden – schließlich kommt hier wie da das Sense-Interface zum Einsatz, das wir zum ersten Mal vor etwa einem Jahr auf dem Hero gesehen haben und das seit dem auf den diversen Android-Geräten des Herstellers installiert ist.

Wie bei den Google-Phones kann man auch beim Smart von oben ein Menü herunterziehen, das über die aktuellen Vorkommnisse informiert – darunter beispielsweise, ob neue Nachrichten eingegangen sind oder ob man einen Anruf verpasst hat.

Ebenfalls nach Android-Vorbild finden sich auf dem Smart sieben Home-Screens, die sich mit Widgets befüllen lassen – darunter die bekannte Uhr mit integrierter Wetter-Vorhersage oder Friend Stream, das über Statusupdates von Freunden bei Twitter oder Facebook informiert.

Obwohl der Name des Geräts eigentlich etwas anderes verspricht, ist das Smart eben kein Smartphone. Dementsprechend fehlen auch diverse Funktionen, die die üblicherweise teureren Alternativen mitbringen. Zwar kann das HTC-Einsteigermodell schon einiges, was vor kurzem noch seinen sündhaft teuren Brüdern vorbehalten war – darunter etwa der Datenabgleich und der Foto-Download fürs Telefonbuch aus Facebook. Mit einem Google-Konto ist das Synchronisieren von Kontakten und Terminen aber nicht möglich. Außerdem vermissen wir einen Youtube-Player sowie eine Möglichkeit, mit dem Handy aufgenommene Videos hochzuladen.

Preis und Alternativen

Dank seiner tollen Oberfläche ist das Smart ein gutes Stück besser als die meisten anderen einfachen Touchscreen-Handys der Konkurrenz. Die Reaktionen sind schneller, die Widgets attraktiver, leistungsfähiger und besser designed, und man hat ganz einfach das Gefühl, ein deutlich „erwachseneres“ Produkt vor sich zu haben, als es die günstigsten Modelle mit berührungsempfindlichen Display von Samsung oder LG sind. Fairerweise muss man aber dazu sagen, dass es acht Handys mit Touchscreen für unter 100 Euro gibt – da ist das Smart schon fast wieder doppelt so teuer.

Für knapp 200 Euro gibt es hingegen auch schon die ersten Smartphones mit dem leistungsfähigen Android-Betriebssystem. Logischerweise müssen die Hersteller hier an anderen Stellen sparen, um mit dem Preis hinzukommen – dementsprechend fühlen sich die Geräte deutlich billiger an, es kommt viel Plastik zum Einsatz, und man muss auf die attraktive Oberfläche verzichten. Dafür gibt es aber die geballte Android-Power inklusive Zugang zum Market, in dem sich inzwischen zehntausende Programme tummeln.

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