Fujifilm FinePix HS10 im Test: 30-facher Superzoomer mit 1000-fps-Videofunktion

Die Fujifilm FinePix HS10 klingt nach der ultimativen Bridgekamera. Das 30-fach vergrößernde Objektiv hat von Weitwinkel bis Telezoom alles im Blick. Zur Wahl des Bildausschnitts stehen sowohl schwenkbares Display als auch elektronischer Sucher zur Verfügung. Und auch die Aufnahmeoptionen lassen kaum Wünsche offen – mehr Auswahl hat derzeit keine Digitalkamera zu bieten. Allerdings geht der Superzoomer etliche Kompromisse in Sachen Geschwindigkeit und Bildqualität ein, die das Preisleistungsverhältnis der 400-Euro-Kamera deutlich schmälern.

Wer von der FinePix HS10 angesichts der DSLR-artigen Designs Fotos erwartet, die sich auf dem Niveau von Einsteiger-Spiegelreflexkameras bewegen, wird eine Enttäuschung erleben. Das gleiche gilt auch für die Auslöseverzögerungen. Im Gegenzug gibt es eine umfassende Ausstattung, an die die Konkurrenz derzeit nicht herankommt.

Design

In Sachen Größe, Gewicht und Optik wirkt die Fujifilm FinePix HS10 wie eine Einsteiger-DSLR. Der Griff auf der rechten Seite ist großzügig dimensioniert, mit griffigem Gummi beschichtet und sorgt nicht zuletzt dank der kleinen Einbuchtung für den Mittelfinger für einen sicheren Sitz in der Hand. Auf der Oberseite des Griffs befindet sich der Auslöser, der von einem Ein/Aus-Ringschalter umgeben ist. Dahinter sitzen Tasten zur Konfiguration des Belichtungsausgleichs und des Serienbildmodus sowie Moduswahlschalter und Einstellrädchen. Letztere zwei lassen sich dank der etwas gekippten Oberseite bequem mit dem Daumen erreichen.

Wie viele Spiegelreflexkameras bietet die HS10 eine Reihe von direkten Zugriffstasten links neben dem Display. Sie dienen der Konfiguration von ISO-Empfindlichkeit, Belichtungsmessung, Autofokusbereich, Fokusmodus und Weißabgleich. Zum Modifizieren eines Parameters genügt es, den entsprechenden Button zu drücken und das Einstellrädchen zu drehen, bis die gewünschte Konfiguration getroffen ist.

Auf der rechten Seite des Bildschirms gibt es eine dedizierte Aufnahmetaste für den Videomodus, eine AE/AF-Sperrtaste und ein Vier-Wege-Pad samt mittigem Ok-Knopf. Darunter platziert der Hersteller einen Display/Zurück-Button zum Anpassen der auf der Anzeige dargestellten Informationen beziehungsweise zum Schließen von Menüdialogen sowie eine Taste zum Wechseln in den Wiedergabemodus.

Nicht nur von vorne, sondern auch von hinten sieht die Fujifilm FinePix HS10 wie eine waschechte Spiegelreflexkamera aus.
Nicht nur von vorne, sondern auch von hinten sieht die Fujifilm FinePix HS10 wie eine waschechte Spiegelreflexkamera aus.

Das Vier-Wege-Pad hält alternativ zum Einstellrädchen zum Anpassen von Aufnahmeparametern her. Darüber hinaus dienen die vier Richtungstasten auch zur direkten Konfiguration von Blitz, Selbstauslöser, Makromodus und Instant Zoom. Die Instant-Zoom-Funktion soll dem Fotografen dabei helfen, bewegte Objekte bei hohen Zoomstufen im Blick zu behalten. Dazu vergrößert sie den Bildausschnitt und zoomt erst, wenn der Auslöser gedrückt wird – aus Geschwindigkeitsgründen leider nur digital und nicht optisch. Alles in allem gehört das Layout zu den besten, die wir jemals bei einer Megazoomkamera gesehen haben.

Neueste Kommentare 

8 Kommentare zu Fujifilm FinePix HS10 im Test: 30-facher Superzoomer mit 1000-fps-Videofunktion

  • Am 27. Mai 2010 um 09:50 von Logge

    Firmware
    Liebes Cnet Team,

    mich würde sehr Interessieren mit welcher Firmware die Kamera bestückt war. Vielen Dank im vorraus viele Grüße
    Logge

    • Am 27. Mai 2010 um 11:21 von Stefan Möllenhoff

      AW: Firmware
      Hallo Logge,

      wir haben die Kamera mit der Firmware-Version 1.0 erhalten und kurz vor Veröffentlichung des Tests das aktuelle Update eingespielt. Wie sich die neue Software auf die Fotoqualität auswirkt, zeigen das erste und zweite Bild der Galerie, die auf Seite 5 des Testberichts eingebaut ist.

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

  • Am 27. Mai 2010 um 10:44 von Müller Peter

    Qualität Bridgekamera
    Jetzt warte ich schon eine lange Zeit, bis vielleicht doch ein Kamerahersteller in der Lage ist eine vernünftige Bridgekamera mit einer ordenlichen Bildqualität auf den Markt zu bringen. Statt dessen kommt immer mehr Schrott in den Handel, es darf doch nicht so schwer sein, eine Bildqualität die der unteren Spiegelreflexklasse ähnlich ist auf den Markt zu bringen. Da wird an Ausstattung alles reingestopft was absolut sinnlos ist und kein Mensch braucht, aber eine gute Bildqualität zu bieten ist kein Hersteller fähig. Ich bin in der Freizeit immer in den Bergen unterwegs, da möchte ich keine schwere Ausrüstung mitschleppen, deshalb käme für mich nur eine Bridgekamera in frage. Ich wünsche mir eine Kamera wie die Fuji HS 10, aber ohne diese sinnlose Austattung, ein ordentliches Zoomobjektive, manuelle Einstellmöglichkeiten und vor allem eine gute Bildqualität zumindest bis ISO 800. Das wird sich doch bei einem Preis von ca. 400,- Euro noch machen lassen. Oder will das der Hersteller nicht, damit der Kunde immer wieder die nächste Generation Kamera kaufen muß, in der Hoffnung das die dann doch besser ist. Reine Geschäftssache!!!

    • Am 28. Mai 2010 um 10:06 von Stefan Möllenhoff

      AW: Qualität Bridgekamera
      Hallo Peter,

      leider lassen sich diese extrem stark zoomenden Objektive im halbwegs kompakten Format nur realisieren, wenn der Bildsensor klein ist – sprich 1/2,3 Zoll. Und diese Sensorgröße bietet einfach nicht genug Fläche für einfallendes Licht, um bei ISO 800 noch eine gute Bildqualität zu bieten. Jedenfalls nach dem aktuellen Stand der (Sensor-)Technik.

      Wer eine bessere Bildqualität im kompakten Format wünscht, muss mit einer 1/1,7-Zoll-Sensor-Kamera à la Canon G11 oder eine Micro-Four-Thirds-Knipse wie der Olympus E-P1 auf den langen Zoom verzichten – oder eben tatsächlich eine DSLR mitsamt riesigen Objektivtüten kaufen und dafür auf den handlichen Formfaktor verzichten und deutlich mehr Geld ausgeben 😉

      Ein 30-facher Zoom im kompakten Gehäuse mit gigantischer Bildqualität für 400 Euro ist derzeit leider technisch noch nicht machbar.

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

  • Am 5. Dezember 2010 um 14:49 von Bergfan

    bessere Qualität der HS10 mit Firmware 1.04?
    Peter Müller spricht mir aus der Seele:
    Ich dachte, bei meinen Ansprüchen
    – leichte Kamera für Bergtouren
    – SRL-Handling mit Sucher
    – gute Bildqualität
    – großer Zoombereich mit gutem Weitwinkel
    – Akku-unabhängig (mit Batterien)
    sei die HS10 die erste Wahl.

    Dann kamen die Verrisse in diversen Foren: Landschaftsaufnahmen matschig, gehen gar nicht…
    Ist die Lage wirklich so frustrierend?
    Oder bringt die Firmware 1.04 Abhilfe?
    Gibt es für meine Wünsche ein (das) alternatives Modell?

    • Am 17. Dezember 2010 um 12:17 von Stefan Möllenhoff

      AW: bessere Qualität der HS10 mit Firmware 1.04?
      Hallo,

      ich habe leider die HS10 nicht vorliegen, daher kann ich zum Firmware-Update keine Aussage treffen. Obwohl sie deutlich größer und in der Regel teurer sind als Kompaktkameras, bieten Bridgekameras aufgrund der kleinen Sensoren keine bessere Bildqualität als ihre kompakten Digicam-Kollegen.

      Es gibt zwar Kompaktkameras mit etwas größeren Sensoren und besserer Bildqualität, doch hier ist derzeit bei einem siebenfachen optischen Zoom Schluss (Nikon P7000 mit 1/1,7-Zoll-Sensor).

      Eine weitere Möglichkeit wäre eine kompakte Systemkamera mit den entsprechenden Objektiven. Eine Übersicht über die derzeit verfügbaren Modelle finden Sie hier:

      http://www.cnet.de/digital-lifestyle/kaufberatung/41540516/evil_kameras_im_vergleich_kleine_digicams_mit_ganz_grosser_bildqualitaet.htm

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

    • Am 4. Januar 2011 um 16:58 von Stefan Z

      AW: bessere Qualität der HS10 mit Firmware 1.04?
      Also: Ich sehe gute Bilder. Keinen sogenannten ‚Matsch‘.
      Firmware 1.04
      Weiter: Die Kamera ist nicht leicht.
      SLR Handling absolut
      Zoom ist fantastisch
      Handelsübliche AAA Akkus
      Ich finde die KaMera großartig. Sie hat das Silvesterfeuerwerk in eindrucksvollen Bildern festgehalten.

  • Am 21. Januar 2011 um 18:14 von Patrick

    Auslöseverzögerung:
    Ich hätte mal zum Thema Auslöseverzögerung eine Frage.

    Laut vielen Tests liegt die Auslöseverzögerung bei 0,86 sec.

    Entspricht dieser Wert dem Zeitraum zwischen Knopfdruck und Auslösung (sprich incl. Fokusierung) oder entspricht er der Zeit zwischen Fokusierung und Auslösen(sprich vor dem Auslösen, halbgedrückter knopf)

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