1200 Euro für eine Videokamera – das ist ein ganzer Haufen Geld. Sony rechtfertigt die enormen Anschaffungskosten mit 240-GByte-Festplatte, hochwertiger G-Linse, 3,5-Zoll-Display, optischem Sucher, manuellen Einstellungsmöglichkeiten für Blende und Belichtungszeit, GPS-Receiver sowie Mikrofon- und Kopfhörerbuchse.

Design

Das Gehäuse des XR550VE fühlt sich hochwertig an. Insbesondere Kameramänner mit großen Händen dürften mit dem Camcorder glücklich werden: Die Festplatte sorgt für ordentlich Speck auf den Hüften. Sämtliche Abdeckungen der Anschlüsse machen einen soliden Eindruck. Ein Schiebeverschluss auf der Oberseite schützt den Zubehörschuh, rechts und links neben dem Objektiv sitzen Mikrofon- und Kopfhörerbuchse – ebenfalls hinter Schiebetürchen. Unter der rückseitigen Aufnahmetaste befinden sich AV-Ausgang und Netzanschluss hinter zwei kleinen Klappen, und unter dem Bildschirm gibt es Mini-HDMI- und USB-Port. Mit der Position des HD-Videoausgangs und des PC-Anschlusses sind wir nicht ganz glücklich: Sind hier Kabel angesteckt, muss Videokamera mit geöffnetem Display herumliegen.

Der Standard-Akku wirkt in dem großzügig dimensionierten Fach beinahe etwas verloren. Als Zubehör bietet Sony einen Stromspeicher mit doppelter Kapazität an.
Der Standard-Akku wirkt in dem großzügig dimensionierten Fach beinahe etwas verloren. Im Zubehör bietet Sony einen Stromspeicher mit doppelter Kapazität an.

Auf der Vorderseite des Gehäuses befindet sich das dicke Objektiv inklusive automatisch schließender und öffnender Linsenabdeckung. Der Blitz sitzt weiter oben, unterhalb der Optik bringt Sony einen manuellen Einstellring unter. Mittig in dem Rädchen befindet sich eine Taste, mit der der Nutzer festlegt, welchen Aufnahmeparameter der Einstellring ändert – beispielsweise Fokus, Belichtung, Blende, Verschlusszeit oder Weißabgleich. Das Bedienelement erlaubt eine präzise Steuerung, allerdings ist das Ein-Tasten-Konzept für diejenigen, die viel an den Parametern schrauben, etwas zu frickelig.

Ebenfalls an der Front sitzt das Fünf-Kanal-Mikrofon. Aufgrund der räumlichen Enge ist allerdings keine besonders gute akustische Trennung möglich. Hier wäre uns ein sauber getrenntes Stereomikrofon lieber gewesen. Immerhin, es steht ein Mikrofoneingang zum Anschluss externer Tonquellen zur Verfügung. Leider ist – abgesehen von den Leveleinstellungen Normal und Low – keine Konfiguration der Audioaufnahme möglich.

Neueste Kommentare 

7 Kommentare zu Sony Handycam HDR-XR550VE im Test: Full-HD-Camcorder mit GPS

  • Am 28. Mai 2010 um 11:04 von MircoM

    Test mit leichten Schwächen
    Ich war etwas überrascht, dass als Stärke nicht der 29mm Weitwinkel genannt wird, denn das ist absolute Spitze und in der Klasse ohne Konkurrenz. In den Eingangszeilen des Test wird von einer 120 GB Festplatte gesprochen. Dies sind natürlich 240 GB (wie auch in der Vergleichsmatrix richtig notiert). Die unterstützten Speicherkarten enden bei SDHC und nicht wie in der Matrix erwähnt beim neuen Typ SDXC. Dies bleibt der Panasonic HDC 700/707 vorbehalten. Dankbar bin ich für den Hinweis, dass das GPS nur auf der Kamera zu sehen ist und nicht auf ein anderes Speichermedium übertragbar. Wäge schon seit einiger Zeit die Vor- und Nachteile der Sony HDR 550 und der Panasonic HDR 700 ab. Kann mich aber noch zu keinem Kauf entscheiden. Beide habe so ihre Schwächen. Ein Mix aus beiden Stärken, wie Bildqualität der Panasonic und Bildstabilisator der Sony wären klasse.

    • Am 28. Mai 2010 um 11:36 von Stefan Möllenhoff

      AW: Test mit leichten Schwächen
      Hallo Mirco,

      vielen Dank für den Hinweis, ich habe die Speicherkapazität im Vorspann korrigiert. Sony gibt im Datenblatt zum XR550VE allerdings an, dass dieser SDXC-Karten unterstützt. Woher stammt die Info, dass bei SDHC Schluss ist?

      Ob der Weitwinkel positiv oder negativ zu beurteilen ist, hängt von den Präferenzen des Kameramanns ab. Ich persönlich würde ebenfalls etwas Telezoom für den Weitwinkel opfern, aber wer vornehmlich den Sohnemann aufm dem Fußballplatz nah vor die Linse kriegen möchte, sieht das vermutlich anders.

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

      • Am 29. Mai 2010 um 17:52 von MircoM

        AW: AW: Test mit leichten Schwächen
        In den bisherigen Tests ist auf max. SDHC-Karten hingewiesen worden. Auch im Fachhandel (geiz ist…)kam dies zur Sprache. Aber tatsächlich… auf der Sony-Seite habe ich die Info zu SDXC im Datenblatt auch gefunden. Scheint nachgerüstet zu sein oder war in den sg Vormodellen die in den Tests zum Einsatz kamen noch nicht berücksichtigt.

  • Am 1. Juni 2010 um 19:04 von HobbyMovieHS

    Sony HDR-XR550VE
    Naja ist schon guter test, aber so 100% kann ich nicht die meinungen teilen.
    Insgesamt ist die Sony HDR-XR550VE top kamera, die trotzdem mehr als sehr gute bildqualität liefert.

    Ich hatte die XR550VE schon in der hand und ausprobiert, bin 100% überzeugt.
    Diese Sony HDR-XR550VE werde ich mir kaufen, keiner soll sich verunsichern, ob man diese Sony kaufen soll oder nicht, ich sage 100%kaufempfehlung man wird auf keinenfall endäuscht sein.
    Und das ausklappare LCD Display ist von enormer Qualität.
    Die Kamera liegt wirklich auch sehr gut in der hand.
    Bedienung ist auf keinenfall umständlich.

  • Am 22. Juni 2010 um 20:57 von Thomas Schuster

    Ist die Auflösung TV-Tauglich?
    Hi, ich suche nach einer Kamera mit der ich eine Augsburger Puppenkiste drehen kann. Die Bildqualität muss auf jeden Fall Fernsehtauglich sein. Da ich mir eher 2 Kameras kaufen werde, damit ich gleich 2 Einstellunng zeitgleich drehen kann, will ich keine 2 x 6000 Euro ausgeben. Nun stellt sich die Frage, ob die Sony XR550 dafür geeignet ist. NImmt man da Panasonic oder Sony, oder was würde man mir empfehlen. Auch im Hinblick auf Beleuchtung und einer weiteren Anwendung für outdoor-Aufnahmen. Vielen Dank schon mal .

    • Am 29. Juni 2010 um 12:15 von Stefan Möllenhoff

      AW: Ist die Auflösung TV-Tauglich?
      Hallo Thomas,

      von den aktuellen Highend-Camcordern leisten die Panasonic-Modelle mit ihren 3-Chip-Systemen die beste Bildqualität bei schwierigen Lichtverhältnissen. Sonderlich krass fallen die Unterschiede zwischen den neuesten Modellen von Sony und Panasonic jedoch nicht aus.

      Für "normales" SD-Fernsehen sollte die Qualität auf jeden Fall ausreichen. Die hauptsächlichen Vorteile von teureren Proficamcordern machen sich bei maximaler Auflösung und bei der Ausstattung (z. B. den Anschlüssen) bemerkbar.

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

  • Am 25. Februar 2011 um 12:35 von werkenjan

    sony hdr-xr550ve
    meine Frage:
    was bedeutet der Buchstabe B in der Bezeichnung
    xr550ve – xr550veb ?

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