GPS-Kameras im Vergleichstest: Panasonic TZ10, Samsung WB650 und Sony HX5V

Digitalkameras begleiten uns auf Schritt und Tritt – und sorgen dafür, dass die Festplatte binnen kürzester Zeit mit Fotos überquillt. Wo war dieser Sonnenuntergang noch einmal? Oder: Wo sind die Fotos aus Rom abgeblieben? GPS-Kompaktkameras versehen die Bilder mit Ortsinformationen und bringen Ordnung ins Chaos. Wir nehmen drei aktuelle Digicams mit Orientierungssinn unter die Lupe.

Die Panasonic Lumix DMC-TZ10, die Samsung WB650 und die Sony Cyber-shot DSC-HX5V klingen wie die perfekten Kompaktkameras. Ein mindestens zehnfacher optischer Zoom sorgt für Flexibilität, ein GPS-Receiver speichert den Aufnahmeort direkt in den Fotos, und alle drei Digicams passen problemlos in die Hosentasche. Die Modelle von Panasonic und Sony wechseln für knapp 300 Euro den Besitzer, die Samsung-Digicam ist mit 260 Euro etwas günstiger.

Design

Alle drei Kameras sind angesichts der großzügigen Ausstattung erstaunlich flach. Die Samsung WB650 ist – entgegen dem, was das Datenblatt verspricht – mit ihrem 15-fachen optischen Zoom am dicksten. Danach folgt die Panasonic Lumix DMC-TZ10 mit einem 12-fach vergrößernden Objektiv. Am schlankesten kommt schließlich die Sony Cybershot DSC-HX5V daher. Mit einem Gewicht von 170 Gramm ist sie außerdem am leichtesten. Die drei Kameras machen einen hochwertigen und solide verarbeiteten Eindruck. Nichts knarzt, wackelt oder scheppert.

Das Layout der Bedienelemente ist bei dem Trio weitgehend identisch. Auf der Oberseite sitzen Ein/Aus-Schalter, Moduswahlschalter und Auslöser mitsamt Zoomring. Samsung verbaut hier zusätzlich einen Schieber zum Aktivieren beziehungsweise Deaktivieren des GPS-Empfängers. Die HX5V bringt noch einen Knopf für den Serienbildmodus mit – aber dazu später mehr.

Hinten am Gehäuse finden sich Vier-Wege-Pad zur Navigation durch die Menüs, dedizierte Videoaufnahme-Taste, Löschen-Knopf und Wiedergabebutton beziehungsweise -schieber. Links davon sitzen die jeweils 3 Zoll großen Bildschirme. Samsung spendiert der WB650 eine farbenfrohe AMOLED-Anzeige während die beiden Konkurrenten auf LC-Displays setzen.

Hier sind von links nach rechts die Panasonic Lumix DMC-TZ10, die Samsung WB650 und die Sony Cyber-shot DSC-HX5V zu sehen.
Hier sind von links nach rechts die Panasonic Lumix DMC-TZ10, die Samsung WB650 und die Sony Cyber-shot DSC-HX5V zu sehen.

Die Menüstrukturen sind ebenfalls sehr ähnlich gegliedert. Alle drei Kameras bieten ein ausführliches Menü mit den grundlegenden Kameraeinstellungen von Sprache über GPS bis Bildstabilisator. Wenn es schneller gehen soll, blendet ein Druck auf Q.Menu, Fn oder den Button in der Mitte des Vier-Wege-Pads die wichtigsten Aufnahmeparameter über dem Sucherbild ein – beispielsweise Weißabgleich, Auflösung und ISO-Empfindlichkeit.

Beim ersten Anstecken an den PC stellen wir entnervt fest: Die drei Kameras setzen allesamt auf proprietäre USB-Buchsen. Mal eben unterwegs beim Kumpel anstecken und die Fotos kopieren fällt flach. Es geht nur mittels Kartenleser oder mitgeschlepptem Kabel. Das ist insbesondere bei der Samsung-Digicam schade, da sie sich auch über den USB-Port eines Rechners mit Energie betanken lässt. Aber – wie gesagt – nur, wenn die Strippe mit von der Partie ist. Einen HDMI-Ausgang haben alle drei Modelle zu bieten, das Verbindungskabel ist allerdings bei keinem Gerät im Lieferumfang enthalten.

Erfreulicherweise setzen die aktuellen Sony-Digicams nicht mehr ausschließlich auf die proprietären Memory-Stick-Speichermedien. Wie ihre beiden Konkurrentinnen kommt die HX5V auch mit SD- und SDHC-Karten zurecht. Den neuen SDXC-Standard, der bis zu 2 TByte große Fotospeicher liest und beschreibt, unterstützt lediglich die Panasonic TZ10.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu GPS-Kameras im Vergleichstest: Panasonic TZ10, Samsung WB650 und Sony HX5V

  • Am 8. April 2011 um 22:34 von Philipp

    Keine Ahnung!
    Wie schon bei dem Youtube-Video wird auch in Ihrem Artikel durchgehend behauptet die Kameras würden 10-fach vergrößern. Das ist aber totaler Unsinn. Ein 10-fach Zoom vergrößert nichts um das 10-fache, sondern hat eine um den Faktor 10 höhere Endbrennweite im Vergleich zur Anfangsbrenntweite.
    Für den Vergrößerungsfaktor ist neben der Brennweite, aber auch der Abstand zum Objekt und die Größe des Sensors wichtig. Dadurch ergibt sich der Abbildungsmaßstab anhand dessen sich bestimmen lässt, ob etwas vergrößert oder verkleinert im Vergleich zum Original dargestellt wird.

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