Canon Legria HF S21 im Test: Full-HD-Camcorder mit gigantischer Ausstattung

Full-HD-Auflösung, volle manuelle Einstellungsmöglichkeiten, zwei SD-Kartenslots und zehnfacher optischer Zoom – der gigantischen Ausstattungliste zum Trotz sind knapp 1100 Euro ein heftiger Batzen Geld für einen Camcorder. Für wen sich die enormen Anschaffungskosten lohnen, zeigt dieser Testbericht.

Canon hat dieses Jahr drei eng verwandte Camcorder auf den Markt gebracht: den HF S20, den HF S21 und den HF S200. Wir haben das teuerste Modell, den HF S21 unter die Lupe genommen. Im Gegensatz zu seinen Geschwistern bietet er einen elektronischen Sucher. Mit an Bord sind außerdem 64 GByte Speicherkapazität und gleich zwei Slots für SD- und SDHC-Karten.

Design und Ausstattung

Die HF-S2-Modelle gehören zu den Schwergewichten unter den Full-HD-Camcordern. Dennoch liegen sie gut in der Hand und passen in größere Jackentaschen. Wie seine Geschwister hat auch der HF S21 auf der Oberseite ein paar kleine gummierte Stellen, die für besseren Halt sorgen. Anstelle einer Iris oder einer Kappe verdecken zwei Lider die Linse, wenn der Camcorder gerade nicht in Gebrauch ist. Das ist prinzipiell kein Nachteil, doch leider klappern die beiden Kunststoffhälften im geschlossenen Zustand gegeneinander. Die Qualität der resultierenden Videos beeinträchtigt das natürlich nicht, doch bei einem über 1000 Euro teuren Camcorder hätten wir mehr erwartet.

In der Mulde unter dem Display bringt Canon Tasten zum Wechseln zwischen Aufnahme und Wiedergabe sowie für die Video-Snapshot-Funktion unter, die einen Vier-Sekunden-Clip einfängt. Außerdem finden sich hier zwei SD-Kartenslots. Ob Canon so die mangelnde SDXC-Unterstützung kompensiert? Wie dem auch sei, die Kartenleser kommen auch mit EyeFi-Speichermedien zurecht, die die aufgenommenen Clips drahtlos via WLAN zum PC schicken.

Hinter einer Schiebeabdeckung verbergen sich Kopfhörerbuchse, Composite- und Component-Ausgang sowie Anschluss für eine Fernbedienung. Der Port für den Kopfhörer ist hier etwas fehl am Platz, denn das Display ist im ausgeklappten Zustand immer eingeschaltet. Wer beim Filmen den elektronischen Sucher und Kopfhörer nutzt, muss den Bildschirm mitlaufen lassen und wird dafür mit geringerer Akkulaufzeit bestraft.

Unpraktisch: Wer beim Filmen den Ton via Kopfhörer kontrollieren möchte, muss das Display geöffnet lassen.
Unpraktisch: Wer beim Filmen den Ton via Kopfhörer kontrollieren möchte, muss das Display geöffnet lassen.

Auf dem Rahmen um das Display sitzt eine mit zwei Funktionen belegte Taste. Während der Videoaufnahme aktiviert beziehungsweise deaktiviert sie den Powered-IS-Bildstabilisator, im Wiedergabe-Modus dient sie zum drahtlosen Übertragen von Clips.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Canon Legria HF S21 im Test: Full-HD-Camcorder mit gigantischer Ausstattung

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *