Wenn ein Notebook länger als fünf Stunden abseits der Steckdose durchhält, ist das schon ein guter Wert. Die Beleuchtung großer Displays, aber auch schnelle CPUs und 3D-fähige Grafikkarten benötigen eben viel Energie. Aber nur die wenigsten Anwender rufen die zur Verfügung stehende Leistung unterwegs oder im Zug tatsächlich ab. Fürs Surfen im Netz oder zum Schreiben von Text reicht durchaus die Power, die ein günstiges, kleines Netbook bietet – ein Netbook wie das U160 von MSI, das mit einem Preis von etwa 350 Euro zwar nicht gerade der günstigste Vertreter seiner Kategorie ist, aber dafür auch 15 Stunden im Batteriebetrieb arbeiten soll.

Design

Das Kunststoffgehäuse des U160 ist bis auf den Display-Rand mit einer Lackschicht überzogen. Dafür untypisch, aber sehr angenehm: Fingerabdrücke sieht man nur aus bestimmten Blickwinkeln. Den Übergang von der Tastatur zum Bildschirm schafft ein zylinderförmiges Element, in dem auch die Scharniere integriert sind. Der Einschaltknopf befindet sich auf der rechten Seite am Kopf des Zylinders. Das Gerät ist gut verarbeitet und erinnert optisch etwas an Sony-Notebooks.

Der 5800-mAh-Akku steht deutlich über das Gehäuse hinaus, sowohl nach unten als auch nach hinten. Insgesamt sieht das U160 ganz schick aus. Der klobige Akku stört aber ein wenig – aber Strom für 15 Stunden will ja irgendwo gespeichert werden.

Das 10,1-Zoll-Display des U160 löst Netbook-typische 1024 mal 600 Pixel auf. Insbesondere die niedrige vertikale Auflösung fordert Abstriche bei der Ergonomie: Gerade beim Surfen muss man sehr häufig scrollen, um den Inhalt einer Seite vollständig anzusehen. Ebenfalls typisch für diese Geräteklasse ist die Glare-Beschichtung der Anzeige. Das sieht zwar auf den ersten Blick ganz gut aus, sorgt aber für Relexionen, die besonders bei stromsparend heruntergedimmter Hintergrundbeleuchtung negativ auffallen.

MSI folgt dem branchenweiten Trend zu Chiclet-Tastaturen: Zwischen den Tasten sind dabei kleine Abstände. Das hat in der Praxis vor allem bei kleinen Netbooks echte Vorteile: Man bleibt nicht so schnell an benachbarten Tasten hängen, was die Zahl der Vertipper reduziert. Die Pfeiltasten sind etwas schmal geraten. Leider gibt das Tastenfeld des MSI beim Tippen leicht nach, was den Qualitätseindruck schmälert. Gleiches gilt für das billige Klacken der Tasten. Beide Faktoren tragen dazu bei, dass die Tastatur trotz ordentlichem Schreibkomfort nicht komplett überzeugt.

Das Touchpad besteht aus demselben Material wie die Handballenauflage. Damit man es erkennt, ist die rechteckige Fläche mit kleinen Noppen versehen. Leider gleitet der Finger darüber nicht so geschmeidig wie über ein leicht angerauhtes Pad, wie man es von anderen Geräten kennt. Multitouch ist ebensowenig vorhanden wie eine Scrollfunktion.

Auf der rechten Seite befinden sich ein zwei USB-Anschlüsse, 100-MBit/s-Ethernet-Buchse und Kartenleser (SD, MMC). Links sind ein weiterer USB-Port und der VGA-Output untergebracht. Einen digitalen Ausgang gibt es nicht.

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