In den letzten Jahren hat Apple hauptsächlich am Innenleben seines Winz-Rechners Mac Mini geschraubt. 2010 ging es aber ans Zeichenbrett – der Hersteller hat den Zwerg von Grund auf neu designt. Das aktuelle Modell sieht schicker aus und hat jede Menge brandaktuelle Komponenten an Bord, die die Leistung deutlich steigern und die Effizienz erhöhen. Allerdings hat das seinen Preis: Das Einsteigermodell mit 2,4 GHz, auf das sich unser Test bezieht, wechselt ab 809 Euro den Besitzer. Für die Server-Variante mit Snow Leopard Server und einer zweiten Festplatte anstatt eines optischen Laufwerks sind 1149 Euro fällig.

Flacher Alu-Zwerg

Der Mac Mini war schon immer ein Blickfang, die neue Version setzt aber noch einen oben drauf. Der neue Mac Mini kommt als erster seiner Art mit einem der begehrten Unibody-Gehäuse von Apple. Dabei handelt es sich um einen Hülle, die komplett aus einem Aluminiumblock gefräst ist. Diese Fertigungsmethode macht den Zwerg äußerst solide und kompakt. Die ersten Geräte mit derartigen Gehäusen waren MacBook Air und MacBook Pro. Schon hier haben sich die Vorzüge der Alu-Hüllen klar gezeigt: Die Notebooks sind flach, schick und stabil – und genau das trifft auch auf den neuen Mac Mini zu.

Mit 19,7 mal 19,7 Zentimetern ist er zwar etwas größer als sein Vorgänger (16,5 mal 16,5 Zentimeter). Dafür misst er in der Höhe nur noch 3,6 Zentimetern (altes Modell: 5,1 Zentimeter). Das Ergebnis ist ein Styling, das weit besser in die aktuelle Apple-Produktpalette passt und dem des Apple TV ähnelt. Gewachsene Breite und Tiefe des Gehäuses erlauben die Integration des Netzteils. Eine externe Stromversorgung, die irgendwo neben der Steckdose am Boden herumliegt, gehört somit der Vergangenheit an.

Innere Werte

Auch die Innereien des Mac Mini haben ein Upgrade hinter sich. Erstaunlicherweise hat Apple zwar leider keine Core-i-CPUs integriert. Hierauf müssen wir vermutlich noch bis zum nächsten Modell warten. Aber dennoch gibt es eine Leistungssteigerung: Im neuen Winz-Rechner stecken wahlweise ein Intel-Core-2-Duo-Prozessor mit 2,4 oder 2,66 GHz. Beide Chips bieten etwa die Power von in aktuellen mittel- bis hochklassigen Notebooks verwendeten CPUs.

  Apple Mac Mini 2010 (2,4 GHz Core 2 Duo) Apple Mac Mini 2010 (2,66 GHz Core 2 Duo)
Preis 809 Euro 1149 Euro
Prozessor 2,4 GHz Intel Core 2 Duo 2,66 GHz Intel Core 2 Duo
Arbeitsspeicher 2 GByte DDR3 SDRAM (1,066 MHz) 4 GByte DDR3 SDRAM (1,066 MHz)
Grafiklösung Nvidia GeForce 320M mit 256 MByte (shared) Nvidia GeForce 320M mit 256 MByte (shared)
Festplatte 320 GByte, 5,400 rpm 2x 320 GByte, 5,400 rpm
Optisches Laufwerk 8x DVD-Brenner (Dual-Layer)
Netzwerk Gigabit-Ethernet, WLAN nach IEEE 802.11a/b/g/n Gigabit-Ethernet, WLAN nach IEEE 802.11a/b/g/n
Betriebssystem Mac OS X 10.6.3 Mac OS X 10.6.3

Standardmäßig verbaut Apple insgesamt zwei DDR3-RAM-Module mit jeweils 1 GByte und 1066 MHz. Das Upgrade auf die maximal erhältlichen 8 GByte schlägt mit 450 Euro zu Buche. Bei der Festplatte haben Käufer die Wahl zwischen einem SATA-Laufwerk mit 320 GByte oder 500 GByte. Bluetooth 2.1 inklusive EDR gehören zur Grundausstattung. Das gleiche gilt für WLAN, das neben IEEE 802.11b und g auch den störungsarmen a- und den schnellen n-Standard unterstützt.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Apple Mac Mini 2,4 GHz: schicker, schneller, sparsamer

  • Am 25. Juni 2010 um 02:01 von Christoph von Brincken

    Mac Mini 2010
    Jack Traimiel, Ausschwitzüberlebender und als Entrepreneur bekannt für die Erfolgscomputer C=64 und Atari ST bot anders als Apple "Computer for the Masses not for the Classes".
    Beim damaligen Atari Werbeslogan "the power without the price", der sich auf den ersten Mac Clon – den Atari ST – bezog dachte man als Apple Fan jedoch inzwischen eher an den Mac Mini – bis jetzt den der Neue ist zu teuer.
    Er ist ohne Frage ein wunderschönes Gerät, doch ein Apple Laptop ist flexiebler, ein iMac kompakter und ein Hackintosh bei mehr Leistung für weniger als die Hälte zu haben und mit dem Dell Mini 1011 sogar schon für 250,- Euro tragbar,.
    Doch bei dem stolzen Preis von 800 Euro ragt man sich auch wer die Zielgruppe sein soll. Besserverdienende greifen zum Mac Book (Pro) oder Air, PlatzsparfetischistInnen sowieso, Poweruser zum iMac und Renderingexperten greifen zum Mac Pro.
    Auch an einen Mac Pro kann ich eine Tastatur und einen externem Bildschirm anschliessen – also wozu den teuren Mac Mini?
    Einen teuerer Alubody macht doch nur Sinn, wenn ich das Gerät tragen muss, für einen Homecomputer kaum.

    • Am 5. August 2013 um 14:01 von Martin Kroge

      Das sehe ich anders.
      Ich bin Besitzer von einem MacBook Pro und habe zusätzlich noch ein MacMini als Heimserver und Media-Center im Wohnzimmer stehen.
      Sieht schick aus, nimmt kaum Platz weg und arbeitet unglaublich leise im Vergleich zum Mac Pro. Strom frisst er auch weniger.

      Super tolles Gerät! Macht ungemein Spaß :-)

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