Kompaktkamera, Spiegelreflex oder Bridge: das gibt’s für 300 Euro

Wenn die Anschaffung einer neuen Kamera ins Haus steht, beginnt die Qual der Wahl. Es gibt nicht nur hunderte von Modellen, sondern ab etwa 300 Euro auch gleich drei Kameraklassen: Kompakt- und Bridgekameras sowie Spiegelreflex-Modelle. Wir haben uns am Beispiel von Sony Alpha DSLR-A230, Nikon Coolpix P100 und Panasonic Lumix DMC-TZ10 angesehen, welche Kamera für welchen Einsatzzweck am Besten geeignet ist.

Ich packe meine Koffer und nehme mit – eine Digicam. Wenn es in den Urlaub geht, ist der digitale Begleiter ein absolutes Muss im Reisegepäck, egal, ob es zur Mecklenburgischen Seenplatte, nach New York, auf die Malediven oder zum Gardasee geht. Wer auf der Suche nach einer neuen Kamera für die schönste Zeit des Jahres ist, muss sich nicht nur zwischen Herstellern, Ausstattungsmerkmalen und Megapixeln entscheiden: Die wohl wichtigste Frage ist, was für eine Art von Kamera überhaupt in Frage kommt.

Wir haben uns im Markt umgesehen und für je 300 Euro eine Kompaktkamera, eine Bridgekamera und eine digitale Spiegelreflex eingepackt. Anhand unserer virtuellen Tagestour durch New York zeigen wir die Stärken und Schwächen der jeweiligen Modelle.

Auswahl der Geräte

Mit einem Limit von 300 Euro ist die Auswahl bei Spiegelreflexkameras alles andere als groß. Es gibt genau zwei Modelle, die inklusive Kitobjektiv weniger kosten: Die Sony Alpha DSLR-A230 und die Olympus E-420. Wir entscheiden uns für Sonys Modell. Bei Kompakt- und Bridgekameras dagegen stehen wir vor der Qual der Wahl. Zwei Digicams, die bei uns im Test sehr ordentlich abgeschnitten haben, dürfen uns nach New York begleiten: die Panasonic Lumix DMC-TZ10 und die Nikon Coolpix P100. Die folgende Tabelle zeigt die technischen Daten des Kamera-Trios auf einen Blick.

Tabelle anzeigen: Kompakt-, Bridge- und Spiegelreflexkamera für 300 Euro im Vergleich

Hersteller Nikon Panasonic Sony
Modell Coolpix P100 Lumix DMC-TZ10 Alpha DSLR-A230
Preis 300 Euro 285 Euro 285 Euro
Bildsensor 1/2,3-Zoll-CMOS (BSI) 1/2,33-Zoll-CCD CCD, 23,6 x 15,8 mm
Auflösung 10,3 Megapixel 14,5 Megapixel 10,2 Megapixel
Optischer Zoom 26-fach 12-fach 3-fach
Brennweitenbereich 26 – 678 mm 25 – 300 mm 27 – 82,5 mm
Lichtstärke F2,8 – F5,0 F3,3 – F4,9 F3,5 – F5,6
Bildstabilisator mechanisch optisch mechanisch
Empfindlichkeiten ISO 160 – 3200 ISO 80 bis 6400 ISO 100 – 3200
Max. Fotoauflösung 3648 x 2736 Pixel 4000 x 3000 Pixel 3872 x 2592 Pixel
Max. Videoauflösung 1920 x 1080 Pixel @ 30 fps 1280 x 720 Pixel @ 30 fps keine Videofunktion
Manuelle Einstellungen P, A, S, M P, A, S, M P, A, S, M
Display 3,0 Zoll; neigbar 3,0 Zoll; fest 2,7 Zoll; fest
Sucher elektronisch nein optisch
Zubehörschuh nein nein ja
Speichermedien SD, SDHC SD, SDHC, SDXC Memory Stick
Akkulaufzeit (CIPA) 250 Fotos 300 Fotos 510 Fotos
Anschlüsse USB, AV, HDMI USB, AV, HDMI USB, AV, HDMI
Abmessungen 11,4 x 9,9 x 8,3 cm 10,3 x 6,0 x 3,3 cm 12,8 x 9,7 x 6,8 cm (Gehäuse),
7,0 x 6,9 cm (Objektiv)
Gewicht 481 g 218 g 450 g (Gehäuse),
210 g (Objektiv)

Nach der strapaziösen Anreise und einer erholsamen Nacht verlassen wir vormittags das Hotelzimmer. Die Kompaktkamera findet problemlos in der Hosentasche Platz. Bei der Bridge- und der Spiegelreflexkamera sieht es dagegen eher schlecht aus. Die Nikon Coolpix P100 passt mit sanfter Gewalt gerade noch in eine große Jackentasche, die Sony A230 reist in ihrer eigenen Kameratasche mit.

Auch beim Gewicht gibt es einen deutlichen Unterschied: Die Panasonic TZ10 fällt mit ihren gerade einmal 218 Gramm kaum auf, die Nikon dagegen macht sich mit einem knappen halben Kilo schon deutlich bemerkbar. Sonys Spiegelreflex wiegt mit dem Kitobjektiv fast soviel wie die beiden anderen Modelle zusammen. Aber seis drum, vielleicht wird die Schlepperei ja belohnt.

Bildwirkung

Zwei Blocks von der Unterkunft entfernt beginnt der Central Park. Die Freundin steht lächelnd zwischen Skyline und Innenstadt-Grün. Na, wenn das nicht der beste Zeitpunkt für ein erstes Urlaubsfoto ist. Alle drei Bilder sind – Sonnenschein sei Dank – gut ausgeleuchtet, rauschfrei und bieten lebendige Farben. Aber irgendwie sieht die Aufnahme der DSLR besser aus als die Ergebnisse von Bridge- und Kompaktkamera. Woran liegt das?

Mit einer DSLR aufgenommene Fotos sehen ansprechender aus als Aufnahmen aus Schnappschusskameras. Woran liegt das?
Mit einer DSLR aufgenommene Fotos sehen ansprechender aus als Aufnahmen aus Schnappschusskameras. Die geringe Tiefenschärfe ist „schuld“.

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