Lese-Tipp

Wir alle müssen die richtige Computermaus finden, sei es zum Spielen, Arbeiten oder Surfen. Doch dabei kann man ziemlich daneben langen, wie diese 16 verrückten Design-Fehlschläge beweisen.

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Samsung EX1

Testbericht

Hersteller: Samsung Listenpreis: Fazit:

Mit der EX1 geht Samsung einen weiteren Schritt in Richtung anspruchsvoller Fotografie. Die Digicam begeistert mit toller Bildqualität, zahlreichen manuellen Einstellungsmöglichkeiten und einer ungeschlagen lichtstarken Linse. Die Bedienung fällt stellenweise allerdings etwas hakelig und umständlich aus.

Pro
  • ausgezeichnete Bildqualität
  • lichtstarke F1.8-Optik
  • schickes, sehr solides Gehäuse
  • dreh- und schwenkbares AMOLED-Display
Contra
  • Bildschirm gibt Farben etwas unpräzise wieder
  • nur 640 mal 480 Pixel im Videomodus
  • stellenweise hakelige Bedienung
Testurteil
SEHR GUT
8,3
von 10 Punkten
8,3 stars

Samsung EX1 im Test: High-End-Kompaktkamera mit lichtstarker Optik

Samsung war in den letzten Jahren nicht gerade für anspruchsvolle Digicams bekannt. Die Digicams sahen zwar immer schick aus, passten allerdings eher in die Ecke der Spielzeugknipsen. Dieses Jahr wird alles anders. Mit der NX5 und der NX10 haben die Koreaner bereits zwei Systemkameras mit APS-C-Sensor und Wechselobjektiven am Start. Jetzt gesellt sich mit der EX1 eine Kompaktkamera mit einem rekordverdächtig lichtstarken Objektiv und vergleichsweise großem Bildsensor dazu. Wir haben Samsungs neuesten Streich getestet.

Dreifacher Zoom und zehn Megapixel für 390 Euro – das klingt nach dem Jahr 2005. Wer die EX1 zum ersten Mal im Fachhandel stehen sieht, wird sich auf den ersten Blick wundern, ob Verkäufer oder Hersteller noch ganz richtig ticken. Schließlich steht nebenan die Samsung WB650 – mit 15-fach-Zoom, 12 Megapixeln und GPS für rund 150 Euro weniger. Was kann die EX1 jetzt besser?

Der Grund ist das Objektiv: Es besitzt eine Lichtstärke von F1,8, wohingegen die WB650 mit F3,2 auskommen muss. Je mehr Lichtstärke, desto mehr Licht dringt durch das Objektiv und desto mehr Spielraum gibt es bei schlechten Lichtverhältnissen. Lichtet man das gleiche Motiv ab, so reicht mit F1,8 eine mehr als dreimal kürzere Belichtungszeit aus, um ein helles Foto zu bekommen. In geschlossenen Räumen lässt es sich also ohne Blitz fotografieren, und der nächste Sonnenuntergang gelingt auch aus der freien Hand unverwackelt.

Design

Mit ihrem Metallgehäuse macht die EX1 einen extrem hochwertigen Eindruck. Die Bedienelemente wirken gut verarbeitet und weisen kein unnötiges Spiel auf. Die Frontplatte der Kamera besteht aus gebürstetem Metall und fühlt sich nicht nur solide an, sondern sieht auch genauso aus. Neben dem dicken Objektiv befindet sich auf der Vorderseite ein großzügig dimensionierter, mit texturiertem Gummi beschichteter Handgriff, in den ein drückbares Einstellrädchen eingelassen ist. Einziger Kritikpunkt am Gehäuse: Die Fläche unterhalb des dreh- und schwenkbaren Displays verkratzt schnell, wenn die Bildschirmecken versehentlich darüber schleifen.

Auf der Oberseite der Kamera befindet sich ein Popup-Blitz.
Auf der Oberseite der Kamera befindet sich ein Popup-Blitz.

Links auf der Oberseite gibt es einen Ausklapp-Blitz. Rechts bringt Samsung zwei Drehelemente unter. Eines dient zum Wechseln zwischen den verschiedenen Aufnahmeprogrammen. Neben manuellem Modus, Blenden- und Belichtungsautomatik sowie Programm-Funktion finden sich hier intelligente Automatik, Szenenprogrammauswahl sowie Video- und Dual-Bildstabilisator-Modus. Das zweite Rädchen dient zum Umschalten zwischen Einzelbildaufnahme, Serienbildfunktion, Belichtungsreihenmodus und Selbstauslöser mit wahlweise zwei oder zehn Sekunden Verzögerung. In der Mitte sitzt hier außerdem der Ein/Aus-Schalter. Wenn die Objektivkappe aufgesetzt ist, schaltet sich die Kamera nach Ausgabe mit einer Fehlermeldung sofort wieder ab. Das nervt in der Praxis, denn wenn man mit dem Abnehmen einen Sekundenbruchteil zu spät dran ist, muss man mit dem Fotografieren warten, bis sich die EX1 aus- und dann erneut wieder eingeschaltet hat. Das dauert knapp zehn Sekunden. Vor den beiden Wahlschaltern befindet sich noch der Auslöser mitsamt Zoomring.

Praktisch: Neben dem obligatorischen Moduswahlschalter gibt es auf der Oberseite der EX1 noch ein Drehelement zum Konfigurieren von Belichtungsreihen, Selbstauslöser und Serienbildmodus.
So sieht die Samsung EX1 von oben aus. Easteregg für Panasonic-Fans: Dreht man die Kamera um 180 Grad, wird aus dem „EX1“ ein „LX3“.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Samsung EX1 im Test: High-End-Kompaktkamera mit lichtstarker Optik

  • Am 9. März 2011 um 13:06 von Robert

    EX1 VS WB2000
    Hallo,

    ich möchte mir bald eine Kamera kaufen und nach intensiver Recherche sind die beiden Samsung-Kameras EX1 und WB2000 übriggeblieben. Da beide Vor- und Nachteile haben, möchte ich es auf die Bildqualität ankommen lassen. Ihr habt bei der WB2000 "super" geschrieben, bei der EX1 wurde sie als "ausgezeichnet" bezeichnet.
    Die EX1 ist also folglich besser bezüglich der Bildquali.
    Ist der Unterschied allerdings mit bloßem Auge sichtbar (ohne großartige Labortests) oder ist er nur ziemlich gering? Wo sieht man den Unterschied besonders?

    Liebe Grüße

    • Am 11. März 2011 um 13:00 von Nobby

      AW: EX1 VS WB2000
      Hallo,

      habe erst die WB 2000 besessen und bin dann wegen der großen Lichtstärke und des genialen Schwenkdisplays zur EX1 gewechselt. Wenn ich Fotos beider Cams, die unter ähnlichen Verhältnissen bei guten Lichtverhältnissen aufgenommen wurden, nebeneinander lege, sehe ich als Normalo definitiv keinen Unterschied! Bei wenig Licht punktet die EX 1 und die WB 2000 hat das Nachsehen. Beim Rauschverhalten hat die EX1 m. E. ebenfalls die Nase vorn.
      Fazit: ich würde nicht zurück zur WB 2000 wollen, auch wenn ich Geld sparen würde.

      Gruß, Nobby

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