Wenn ein Projektor heute noch ernst genommen werden will, muss er einen riesigen Haufen Einstellungsmöglichkeiten zum Optimieren des Bildes mitbringen. Das gilt ganz besonders für Geräte, die nicht in der Einsteiger-, sondern in der Premiumklasse gegen die Konkurrenz antreten. Der Panasonic PT-AE4000 ist in diesem Bereich ein absoluter Musterschüler. Das rund 2100 Euro teure Gerät bietet so viele Optionen wie kein anderes Modell in diesem Preissegment.

Design

Doch bevor wir genauer auf die vielen Einstellungen eingehen, sehen wir uns den Beamer erst einmal von außen an. Das Design wirkt so langweilig, wie man es sich nur vorstellen kann. Das Gehäuse besteht aus billigem, schwarzen Plastik und passt ganz und gar nicht zum hochwertigen Innenleben des Projektors. Die Panasonic-Entwicklungsabteilung besteht anscheinend ausschließlich aus Ingenieuren. Designer sucht man hier wohl vergeblich. Das ist auch an den Fernsehern des Herstellers zu erkennen, bei denen Optik nach Panasonic-Meinung ebenfalls nicht die geringste Rolle zu spielen scheint.

Der Blick auf das Anschlusspanel zaubert uns schon eher ein Lächeln ins Gesicht. Der PT-AE4000 bietet für seine Preisklasse außergewöhnlich viele Ports. Unter anderem integriert der Hersteller drei HDMI-Eingänge und gleich zwei 12-Volt-Trigger-Schnittstellen zum Ansteuern von motorisierter Leinwand und elektrischen Jalousien.

Hinten am PT-AE4000 finden sich neben drei HDMI-Ports auch VGA-, Composite-Video-, S-Video- und Component-Video-Buchsen.
Hinten am PT-AE4000 finden sich neben drei HDMI-Ports auch VGA-, Composite-Video-, S-Video- und Component-Video-Buchsen.

Ein automatisches Leinwandsystem ist bei diesem Projektor aber auch so gut geeignet wie bei kaum einem anderen Modell. Der PT-AE4000 bringt nämlich ein innovatives Bildformat-Anpassungssystem mit, das das Speichern von unterschiedlichen Linsen-Einstellungen für die Bildseitenverhältnisse 4:3, 16:9 und 21:9 erlaubt – ein Feature, das uns wirklich begeistert. Hinzu kommen manuelles vertikales und horizontales Lensshift sowie ein satter, zweifacher optischer Zoom. So wird die Justierung des Bildes auf der Leinwand zum Kinderspiel.

Ausstattung

Die Onscreen-Menüs des PT-AE4000 machen mit ihren unzähligen Feintuning-Möglichkeiten fast schon einen furchterregenden Eindruck. Die Optionen sind derart zahlreich, dass sie den Umfang des Testberichts sprengen würden. Daher befassen wir uns nur mit ausgewählten Punkten, die für einen ersten Eindruck ausreichen. Wer alles wissen möchte, findet auf der Panasonic-Website eine ausführliche Erklärung sämtlicher Funktionen.

Natürlich ist – wie bei jedem gewöhnlichen Beamer – das Einstellen von Helligkeit und Kontrast möglich. Das funktioniert hier aber auch separat für die Grundfarben Rot, Grün und Blau. Außerdem ist ein Anpassen der Gamma-Kurve an sage und schreibe neun Punkten möglich. Wer noch tiefer in die Kalibrierung einsteigen möchte, findet zudem ein detailliertes Farbmanagement-System. Es friert das Bild ein und erlaubt ein Regeln aller sechs Grundfarben.

Neueste Kommentare 

7 Kommentare zu Panasonic PT-AE4000: toller Full-HD-Beamer mit reichlich Einstellungen

  • Am 13. Juli 2010 um 04:26 von PocketCoffee

    Beamer… aber welcher???
    HI!

    Ich besitze derzeit einen Pioneer Plasma 435FDE und würde ihn gerne durch einen Beamer ersetzen.

    meine Preisvorstellung liegt so ca. zwischen 1500 – 2000 euro.

    Welches Gerät würde dafür in Frage kommen? Ich schaue hauptsächlich DVD und Blu-Ray. TV nur gelegentlich ( gelbe Familie usw ;-D )

    ich dachte da evtl. an den Epson 3500 oder evtl. den Panasonic PT-AE4000… wobei letzterer schon etwas sehr teuer ist…

    ich bin gespannt was Sie mir raten können.

    Mein Sitzabstand beträgt ca. 3,20m.

    Vielen Dank schonmal! 😉

    • Am 13. Juli 2010 um 15:25 von Pascal Poschenrieder

      AW: Beamer… aber welcher???
      Hallo,

      mich hat das Bild von Benq W6000 und Sony VPL-HW15 sehr begeistert. Ich persönlich würde mich wahrscheinlich für den Sony entscheiden. Sein Bild ist zwar etwas dunkler, wirkt dafür aber sehr plastisch, flüssig und realistisch. Ich war beim Test absolut begeistert.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Pascal Poschenrieder, CNET.de

  • Am 13. Juli 2010 um 16:02 von PocketCoffee

    Beamer… aber welcher???
    Danke für die schnelle Antwort!

    Leider liegt der Sony ziehmlich deutlich über meinem Budget…

    den Epson EH-TW 3500 könnte ich für so ca. 1100 Euro bekommen. Wäre das ein guter Preis? Bzw. ist das Gerät zu empfehlen? Wie schneidet dieses Gerät im Vergleich zum Benq ab?

    ich hoffe, dass dieser "Kampf" bald ein ende hat… sonst nimmt es mit mir eins… undzwar ein böses 😉

  • Am 6. August 2010 um 16:57 von said

    beamer für einen guten Preis
    Hey PocketCoffee: Erkundige dich mal nach dem Sanyo Z700, den habe ich mir zugelegt und bin sehr zufrieden dafür dass ich /nur/ 1150€ gezalt habe. Als "HD-Freak" stört mich nur das Fliegengitter da er ein LCD beamer ist, aber ich sitze auch ca. 3,5 meter von einem 150" großen Bildfläche entfernt :). Der nächste wäre der Sony Hw15, kostet aber gut das doppelte. mfg

  • Am 3. Dezember 2010 um 10:23 von Stefan

    Portabler Beamer mit HD?
    Hallo,

    ich muss beruflich sehr oft in Hotels übernachten und gucke dort ganz gerne den ein oder anderen Film auf meinem Notebook. Jetzt habe ich gesehen, dass es mittlerweile schon sehr kleine Beamer gibt, die man auch mal eben mitnehmen kann, ohne dafür die ganze Tasche vollzupacken.

    Ich fände es ganz smart, mit einem realtiv kleinen Beamer meine Videos im Hotel zu schauen, würde aber schon gerne eine HDready oder noch besser FullHD-Auflösung haben wollen (BluRay etc.).

    Was haltet Ihr von dem EnWo-HD Beamer? Der soll ja laut http://www.mini-beamer-vergleich.de/enwo-hd-led-beamer.html HDready-fähig sein. Ich frage mich nur, ob die Lichtstärke von 70 Lumen ausreicht und ganz generell, ob es vielleicht noch Alternativen dazu gibt.

    Ich freu mich über Antworten!

    Stefan

    • Am 12. Dezember 2010 um 14:42 von Pascal Poschenrieder

      AW: Portabler Beamer mit HD?
      Hallo Stefan,

      von einem Beamer mit nur 70 Lumen rate ich ab. Da sorgt schon das kleine Licht auf dem Nachttisch für ein total verwaschenes Bild. Dann nützt auch eine eventuelle HD-Auflösung nichts mehr.
      Ich würde eher zu einem Gerät wie dem Dell M410HD raten. Es bietet eine Helligkeit 2000 ANSI-Lumen, einen Kontrast von 2100:1, und ist dank seiner Auflösung von 1280 x 800 Pixeln HD-ready. Full-HD schafft kein mir bekannter Mini-Beamer.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Pascal Poschenrieder, CNET.de

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *