MSI erweitert mit dem Wind Top AE 2400 Touch seine Familie an All-in-One-Rechnern mit Touchscreen. Das Gerät hat ein 24-Zoll-Full-HD-Display, eine Quad-Core-CPU, einen TV-Tuner und ein Blu-ray-Laufwerk.

Design

Der AE 2400 steckt in einem dunkelgrauen Kunststoffgehäuse. Der Rahmen um das Display ist mit schwarzem Hochglanzlack überzogen, auf dem Fingerabdrücke deutlich sichtbar sind. Unter dem Screen befindet sich eine circa 8 Zentimeter breite Leiste aus Aluminium, in der die Lautsprecher untergebracht sind. Etwas darüber sitzen berührungssensitive Tasten, die das Gerät einschalten oder die Medienwiedergabe aktivieren. Der MSI-PC sieht definitiv schick aus, erreicht aber nicht die Finesse des deutlich teureren iMac. Der Qualitätseindruck wird auch durch Kleinigkeiten unnötig getrübt. So sind die Herstellerlogos auf der Vorderseite allesamt schief angebracht. Man sollte sie daher schnellstens entfernen.

Auf der linken Seite befindet sich ein Blu-ray-Laufwerk, das klassisch als Schublade ausgeführt ist. Es liest gekaufte Full-HD-Filme, beschreibt aber keine Blu-ray-Rohlinge. Darunter sind zwei UBS-Slots und ein Sechs-in-Eins-Speicherkartenleser untergebracht. Gigabit-Ethernet, eSATA und vier weitere USB-Ports sitzen auf der Rückseite. Eine Besonderheit ist der ebenso dort verbaute HDMI-Eingang, der es erlaubt, Standalone-Player als Zuspieler zu verwenden. Bei der getesteten Variante mit Blu-ray wird der HDMI-Eingang aber wohl nur selten genutzt.

Ausstattung

Der MSI wird von einem Core 2 Quad Q9400 mit 2,66 GHz Taktfrequenz angetrieben. Dabei handelt es sich streng genommen um Technik von gestern: Schon im September 2009 wurde mit dem Lynnfield alias Core i5 der Nachfolger vorgestellt. Der neue Kern, der auch Hyperthreading unterstützt, leistet deutlich mehr als der Core 2 Quad.

Schade ist zudem, dass MSI die Desktop-Version des Core 2 Quad verwendet, die mit einer TDP von 65 Watt deutlich über den 45 Watt der Notebook-Version liegt. Das stellt höhere Anforderungen an die Kühlung, die der Wind Touch aber nicht zufriedenstellend erfüllen kann. Das Gerät ist im Idle-Betrieb deutlich zu hören, unter Volllast bei Nutzung der GPU erreicht er beinahe Fön-Lautstärke.

Für Überraschung sorgt die GPU: Zwar kündigt ein Sticker auf dem Gehäuse eine ATI Mobility Radeon 5730 an, tatsächlich ist jedoch eine ältere Mobility Radeon 4670 verbaut. MSI nennt sie im Datenblatt 565v. Sie gehört zur mittlerweile überholten 4000er-Serie, die noch keine DirectX-11-Unterstützung bietet. Im 3D Mark 06 erreicht das MSI-System dennoch einen guten Wert von 7391 Punkten, was auch auf die schnelle CPU zurückzuführen ist. Die GPU ist zu schwach, um anspruchsvolle Spiele in Full-HD-Auflösung flüssig auszuführen. Das Rennspiel Colin McRae: DIRT 2 erreicht durchschnittlich nur 23,4 Frames pro Sekunde. 30 sollten es mindestens sein. Es bleibt nur die Reduzierung der Auflösung und der Details.

Die ATI-Grafikkarte kann von Cyberlink Mediashow Espresso für die Konvertierung von Mediendateien eingespannt werden. Die Umwandlung eines AVI-Videos ins MPEG-Format dauert auf der CPU 1:23 Minuten, unter Zuhilfenahme der GPU nur 0:39 Minuten – ein erheblicher Vorteil.

An Bord des MSI sind 4 GByte DDR3-RAM, die mit 1066 MHz aber deutlich unter den auf der Plattform möglichen 1333 MHz liegen. Für ordentlich Speicherplatz sorgt eine 1 TByte große Festplatte (7200 U./min). Der AE 2400 verfügt über eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle sowie WLAN nach 802.11b, g und n. Damit braucht man zur Anbindung ans Netz nicht unbedingt ein Kabel. Auch ein DVB-T-Tuner ist integriert.

Insgesamt kann sich die Leistung des Rechners sehen lassen: Im PC Mark Vantage (PDF), der eine Reihe von praxisnahen Szenarien prüft, erreicht der MSI sehr gute 6245 Punkte.

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