Zemno DeskBookPro: 600 Euro teure Docking-Station für MacBooks

Das DeskBookPro von Zemno hat nicht nur reichlich Anschlüsse an Bord, es bringt auch zwei Einschübe für Festplatten, Akkus oder interne iPod/iPhone-Docks mit.Das neue MacBook Pro ist dank Core-i7-CPU, großem RAM und schneller Nvidia-Grafik derart flott, das es kaum einen Einsatzzweck gibt, für den es nicht ausreichend Leistung an Bord hat. Ob Videobearbeitung, Audio-Editing oder 3D-Anwendung – alles läuft reibungslos und kaum langsamer als mit einem Desktop-Rechner. Warum sollte man sich also überhaupt noch einen zusätzlichen Computer für den Schreibtisch kaufen? Ein Bereich, in dem die mobilen Apple-Laptops ihren festinstallierten Kollegen bisher hinterherhinken, sind die Anschlüsse. Zwar bietet das MacBook nahezu alle notwendigen Ports, irgendwann gehen die aber schlichtweg aus. Außerdem ist ein ständiges An- und Abstecken von Peripheriegeräten nötig, wenn das Notebook den Desktop ersetzt.

Der Hersteller Zemno hat für dieses Problem nun eine Lösung parat – und zwar eine, die einem MacBook würdig ist. Die Docking-Station DeskBookPro für 15-Zöller kommt wie die Apple-Maschinen in einer edlen Aluminiumhülle und passt optisch perfekt zu den Alu-Laptops. Außerdem bietet sie alle Ports, die man sich nur wünschen kann. Hinten und an den Seiten der MacBook-Unterlage finden sich insgesamt sechs USB-Buchsen, zwei FireWire-800-Schnittstellen und ein FireWire-400-Anschluss sowie eine Ethernet-Schnittstelle. Außerdem baut der Hersteller eine Grafikkarte mitsamt DVI-Ausgang und einer maximalen Auflösung von 1920 mal 1080 Pixeln ein. Zusätzlich sind ein eSATA-Daten- und ein eSATA-Power-Port vorhanden. Audio-Ein- und -Ausgang im 3,5-Millimeter-Klinkenformat sind ebenfalls mit von der Partie – inklusive der notwendigen Soundkarte. Für die Kommunikation mit dem Notebook gibt es einen USB- und einen FireWire-800-Upstream-Anschluss.

Das ist aber noch längst nicht alles. An der Vorderseite des Docks befinden sich zwei Schächte, die sogenannten ModBays. Sie nehmen spezielle Zusatzmodule auf. Zur Auswahl stehen derzeit der sMod mit 500 GByte-Festplatte und der bMod. Letzterer enthält einen Lithium-Ionen-Akku, der das Dock unterwegs für rund 2,5 Stunden mit Strom versorgt. Demnächst soll außerdem eine interne Docking-Station für iPod oder iPhone namens iMod folgen. Sie dient laut Zemno nicht nur zur Synchronisation, sondern auch zum Laden der Energiespeicher.

Trotz des großen Funktionsumfangs ist das DeskBookPro mit 2,8 Zentimetern recht flach. Die Größe entspricht mit 36,4 mal 24,9 Zentimetern etwa den Abmessungen des MacBook Pro mit 15 Zoll. Das Gewicht finden wir jedoch recht happig. Mit geladenen ModBays wiegt das Dock etwa 1,8 Kilogramm, ohne bringt es 1,3 Kilogramm auf die Waage. Das ist beim Einsatz auf dem Schreibtisch zwar egal, unterwegs im Rucksack zieht es aber gewaltig am Rücken des Besitzers. Und leider gibt es noch einen Wermutstropfen: Die Docking-Station kostet satte 600 Dollar. Für eine 500-GByte-Platte sind 180 Dollar fällig, das Batterie-Modul wechselt für 150 Dollar den Besitzer. Insgesamt kommt man so schnell auf knapp 1000 Dollar. Für dieses Geld bekommt man in der Windows-Welt schon ein vollausgestattetes 15-Zoll-Notebook – aber eben eines mit Windows. (Foto: zemno.com)

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