Sonys Camcorder-Portfolio wirkt auf den ersten Blick etwas verwirrend: Der CX155 mit 25-fach-Zoom kostet 450 Euro, der CX550 mir 10-facher Vergrößerung beinahe das Dreifache. Full-HD bieten beide, beim teureren Modell gibt’s etwas mehr Speicher (64 GByte) und noch GPS obendrauf. Aber wohin fließt die restliche Preisdifferenz?

Ein entscheidender Punkt ist der Bildsensor: Während er beim CX155 1/4 Zoll misst, ist der lichtempfindliche Chip der CX550 1/2,9 Zoll groß. Je mehr Fläche der CMOS-Chip zur Verfügung stellt, desto besser ist die Bildqualität – insbesondere bei spärlicher Beleuchtung macht sich das bemerkbar. Ein größerer Sensor erschwert jedoch auch die Konstruktion der Optiken. Während sich der 25-fach-Zoom beim CX155 unkompliziert realisieren lässt, muss sich der CX550 mit 10-fach zufriedengeben.

Design

Mit 10,6 mal 5,6 mal 5,0 Zentimetern passt der kleine CX155 bequem in die Jackentasche. Das Gewicht von 210 Gramm dürfte ebenfalls keinen Kameramann in Schlagseite bringen – wenn er nicht gerade Mr. Burns heißt. Der Camcorder liegt gut in kleinen und mittelgroßen Händen. Wer riesige Pranken hat, dürfte sich mit dem XR155 wohler fühlen. Er ist mit dem CX155 weitgehend identisch, bringt aber eine Festplatte mit und weist an der rechten Gehäuseoberseite einen Buckel auf, unter dem das Laufwerk sitzt.

Das 2,7-Zoll-Display ist zwar nicht besonders groß, bei einem Camcorder dieses Formats stellt das aber keine Überraschung dar. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist es nicht besonders gut abzulesen. Die zahlreichen Fingerabdrücke auf dem Touchscreen sorgen nicht gerade für Besserung. In der Mulde unter dem Bildschirm finden sich Tasten für direktes Brennen auf DVD, Wiedergabe und intelligente Automatik sowie Ein/Aus-Schalter.

Unangenehmer Nebeneffekt von Touchscreens: Bei direkter Sonneneinstrahlung lässt sich fast nichts mehr erkennen, da sie chronisch mit Fingerabdrücken übersät sind.
Unangenehmer Nebeneffekt von Touchscreens: Bei direkter Sonneneinstrahlung lässt sich fast nichts mehr erkennen, da sie chronisch mit Fingerabdrücken übersät sind.

Auf dem Rahmen um die Anzeige gibt es keine mechanischen Tasten. Stattdessen bringt Sony auf dem Touchscreen vergleichsweise viele virtuelle Buttons unter. Die bereits erwähnte Bildschirmgröße trägt nicht gerade zur Übersichtlichkeit bei. Grundsätzlich haben wir nichts dagegen, Geräte mittels berührungsempfindlichem Display zu steuern. Eine Ausnahme stellt der optische Zoom dar – für präzise Brennweitenveränderungen reagiert er zu träge. Auf der anderen Seite bietet der Touchscreen ein paar Vorzüge wie Touch-to-Focus.

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