Panasonic Lumix DMC-LX5: mehr Zoom, bessere Videos – aber nur ein bisschen

Panasonic Lumix DMC-LX5Seit Samsung mit der EX1 und Canon mit der PowerShot S90 extrem lichtstarke Kompaktkameras im Angebot haben, wartet die Fotowelt gespannt auf Panasonics Antwort. Denn eben Panasonic dominierte lange Zeit das Segment der nachttauglichen Digicams mit der Lumix DMC-LX3. Moment – lichtstark? Was bedeutet das eigentlich? Die PowerShot S90 und die Lumix DMC-LX3 bieten eine größte Blendenöffnung von F2,0. Gegenüber herkömmlichen Knipsen mit F3,5 bedeutet das einen Helligkeitsvorteil von eineinhalb Blenden. Es reicht also grob ein Drittel der Belichtungszeit aus, um ein gut ausgeleuchtetes Foto zu schießen. Auf gut Deutsch: Es darf mehr als doppelt so dunkel sein. Oder: Schnelle Bewegungen werden auf den Aufnahmen mehr als doppelt so scharf eingefrohren.

Update: Wir haben an anderer Stelle inzwischen einen ausführlichen Test der Panasonic Lumix DMC-LX5 veröffentlicht.

Und hier kommt der neue Lichtkünstler. Im Support-Bereich der amerikanischen Panasonic-Website ist die Lumix DMC-LX5 aufgetaucht. Entgegen aller Vermutungen und Gerüchte, die in den letzten Wochen durchs Internet kursierten, wirkt die Digicam allerdings recht unspektakulär. Wie bei der Vorgängerin LX3 kommt ein 1/1,63 Zoll großer Bildsensor mit 10 Megapixeln Auflösung zum Einsatz. Der Zoombereich der Optik hat sich von 2,5- auf 3,8-fach vergrößert und fängt nach wie vor bei 24 Millimetern im Weitwinkel an. Die größte Blendenöffnung beträgt immer noch F2,0. Damit ist die Samsung EX1 mit ihrer F1,8-Linse Panasonic immer noch einen Schritt voraus.

Auf seiner Website spricht Panasonic von einem verbesserten Sensor („evolved sensor technology“). Der CCD-Chip liefert bei 1280 mal 720 Pixeln im Motion-JPEG-Format nun 30 Bilder pro Sekunde, während sich die Vorgängerin mit 24 fps zufriedengeben musste. Im neu hinzugekommenen AVCHD-Modus sind bei der LX5 25 fps drin. Die Serienbildgeschwindigkeit liegt wie eh und je mit voller Auflösung bei 2,5 Fotos pro Sekunde, mit reduzierter Pixelzahl sind bis zu 10 Aufnahmen möglich. Wenn sich schon nicht die Lichtempfindlichkeit der Optik gesteigert hat, dann aber wenigstens die des Sensors: Der maximale ISO-Wert beträgt nun 12.800 (LX3: 3200). Die folgende Tabelle verschafft einen Überblick über die technischen Daten von Panasonic Lumix DMC-LX5 und LX3 sowie Canon PowerShot S90 und Samsung EX1.

Hersteller Canon Panasonic Panasonic Samsung
Modell PowerShot S90 Lumix DMC-LX3 Lumix DMC-LX5 EX1
Preis 325 Euro 355 Euro noch nicht bekannt 360 Euro
Sensorgröße 1/1,7 Zoll 1/1,63 Zoll 1/1,63 Zoll 1/1,7 Zoll
Auflösung 10 Megapixel 10 Megapixel 10 Megapixel 10 Megapixel
Optischer Zoom 3,8-fach 2,5-fach 3,8-fach 3-fach
Brennweitenbereich 28 – 106 mm 24 – 60 mm 24 – 90 mm 24 – 72 mm
Lichtstärke F2,0 – F4,9 F2,0 – F2,8 F2,0 – F3,3 F1,8 – F2,4
Bildstabilisator optisch optisch optisch optisch
Max. Videoauflösung 640 x 480 Pixel
@ 30 fps
1280 x 720 Pixel
@ 24 fps
1280 x 720 Pixel
@ 25 fps (AVCHD);
30 fps (MJPEG)
640 x 480 Pixel
@ 30 fps
Display 3-Zoll-LCD,
fest
3-Zoll-LCD,
fest
3-Zoll-LCD,
fest
3-Zoll-AMOLED,
dreh- und schwenkbar
Speichermedien SD, SDHC SD, SDHC SD, SDHC, SDXC SD, SDHC
Zubehörschuh nein ja ja ja
Abmessungen 10,0 x 5,8 x 3,1 cm 10,9 x 6,0 x 2,7 cm 11,0 x 6,6 x 4,3 cm 11,4 x 6,3 x 2,9 cm
Gewicht 175 g 229 g 231 g 300 g

Wie gesagt, besonders viele Neuerungen gibt es nicht. Interessant dürfte aber sein, dass die LX5 nun auch mit elektronischen Aufstecksuchern zusammenarbeitet. Ob die Sehhilfen von Panasonics Micro-Four-Thirds-Kameras Lumix DMC-G2 & Co. passen, ist derzeit aber noch nicht bekannt. Am Display ist nicht nur die Größe, sondern auch die Pixelzahl gleichgeblieben. Damit bietet die LX5 wie auch ihre Vorgängerin nur die halbe Auflösung wie die Samsung EX1. Ob sich ein Upgrade lohnt und ob die Konkurrenz vor der LX5 erzittern muss, wird erst ein Praxistest zeigen. Die technischen Daten alleine dürften jedenfalls keinen gehobenen Anlass zur Sorge darstellen. (Bild: Panasonic)

Update: Inzwischen hatten unsere Kollegen von CNET Asia die Gelegenheit, mit der LX5 und der LX3 ein paar Aufnahmen zu schießen. Was dabei herausgekommen ist, wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten – in der folgenden Bildergalerie gibt’s eine Reihe von Vergleichsfotos.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Panasonic Lumix DMC-LX5: mehr Zoom, bessere Videos – aber nur ein bisschen

  • Am 20. Juli 2010 um 15:22 von no name

    Zoom
    Ihr habt sowohl im Bericht zur lx5 als auch in der tabelle einen
    kleinen Fehler:die lx3 hat keinen 3fachen sondern nur einen 2,5fachen optischen zoom.

    • Am 20. Juli 2010 um 16:08 von Stefan Möllenhoff

      AW: Zoom
      Hallo,

      vielen Dank für den Hinweis, ich habe den Beitrag entsprechend korrigiert.

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

  • Am 21. Juli 2010 um 14:09 von Flo

    Video Auflösung
    In Eurer Tabelle ist bei der LX5 die Rede von 720p @25f. Laut Datenblatt sind es aber 720p @ 30Frames.

    Darüber hinaus hat die LX5 ein zusätzliches Menu-Steuerrad. Die Prozessoren wurden verbessert. Es gibt ein 1:1 Modus – Direkt auswählbar am Objektiv. Im Video kann nicht nur gleichzeitig gezoomt sondern auch einzelne Fotos gespeichert werden. Es gibt sogar eine dritte neue Video-Grösse zur Auswahl.
    Der Akku ist etwas leistungsfähiger.

    • Am 26. Juli 2010 um 14:38 von Stefan Möllenhoff

      AW: Video Auflösung
      Hallo Flo,

      vielen Dank für die Ergänzungen. Im AVCHD-Modus zeichnet die europäische PAL-Version der LX5 25 Bilder pro Sekunde auf, im MJPEG-Modus sind es 30 fps. Im etwas "schnelleren" MJPEG-Modus gibt’s also eine höhere Bildrate, dafür brauchen die Videodateien mehr Platz und sind aufgrund der Dateigrößenbeschränkung von 2 GByte auf eine Länge von ca. 8 Minuten begrenzt. Im AVCHD-Modus sind etwa doppelt so lange Aufnahmen möglich. Ich habe die Tabelle dementsprechend ergänzt.

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

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