Nicht nur in Sachen Geschwindigkeit, sondern auch bei der restlichen Ausstattung steht die Exilim EX-FH100 gut da. Casio bringt in der gerade einmal drei Zentimeter dicken Kamera ein zehnfach vergrößerndes Zoomobjektiv mit 24 Millimetern Weitwinkelbrennweite unter. Die Flexibilität ist nicht nur bei der Aufnahmegeschwindigkeit, sondern auch beim Bildausschnitt groß. Die Qualität der Fotos überzeugt ebenfalls, allerdings eignet sich die Digicam nicht für wenig experimentierfreudige Faulpelze: Es gibt keine Vollautomatik, dafür aber tonnenweise verschiedene Aufnahmemodi.

Design

Das komplett schwarze Metallgehäuse der FH100 macht einen hochwertigen und soliden Eindruck. Klar, wir haben die Digicam nicht durch die Gegend geworfen. Aber sie fühlt sich an, als würde sie mehr Strapazen aushalten als die meisten anderen Megazoom-Kameras. Zudem ist die Knipse bemerkenswert klein und passt problemlos in die Hosentasche. Zwei kleine Punkte haben wir allerdings am Äußeren zu beanstanden: Der Blitz sitzt so weit rechts am Handgriff, dass man ihn leicht mit den Fingern verdeckt. Und das linke der beiden Stereo-Mikrofone sitzt ebenfalls sehr weit außen und wird schnell einmal verdeckt.

Ältere Casio-Kameras verwirrten den Nutzer häufig mit überflüssigen Tasten. Bei der FH100 haben die zahlreichen Knöpfe jedoch ihre Daseinsberechtigung: Sie ermöglichen einen direkten Zugriff auf die beiden wichtigsten Funktionalitäten: Highspeed-Foto und -Video. Auf der Oberseite des Gehäuses sitzen Ein/Aus-Schalter, Auslöser mitsamt Zoomring und Modusrädchen. Außerdem findet sich hier auch eine Taste zum Aktivieren des Serienbildmodus.

Vollgas jetzt! Die mit "HS" beschriftete Taste aktiviert den Serienbildmodus.
Vollgas jetzt! Die mit „HS“ beschriftete Taste aktiviert den Serienbildmodus.

Neben dem rückseitigen Display bringt Casio einen dedizierten Knopf für die Videoaufnahme unter. Darunter sitzen Tasten zum Wechseln zwischen Aufnahme und Wiedergabe, ein Vier-Wege-Pad mitsamt Set-Knopf und ein Menü-Button. Ein Druck nach oben auf dem Pad wechselt durch verschiedene Display-Modi, ein Druck nach unten ändert die Blitzeinstellungen. Rechts und links lassen sich frei belegen – zur Auswahl stehen unter anderem Fokusmodus, Gesichtserkennung, Selbstauslöser und ISO-Empfindlichkeit. Der Set-Knopf bringt eine Reihe von aufnahmerelevanten Parametern aufs Display, die Menü-Taste ruft das gnadenlos vollgestopfte Hauptmenü auf. Hier verteilen sich überwältigend viele Einstellungen thematisch geordnet auf drei Tabs: Aufnahme, Bildqualität und Systemeinstellungen. Wer nicht gerne an diversen Parametern dreht, ist hier fehlt am Platze.

Der Umschalter rechts oben dient zum Wechseln zwischen normalem und Highspeed-Videomodus.
Der Umschalter rechts oben dient zum Wechseln zwischen normalem und Highspeed-Videomodus.

Nach den Tests der CIPA schafft die Casio Exilim EX-FH100 mit einer Akkuladung 520 Aufnahmen. Nutzt man die Highspeed-Modi kräftig aus, macht der Stromspeicher zwar etwas schneller schlapp, schlägt sich aber dennoch überdurchschnittlich gut. Der große Akku versteckt sich zusammen mit der Speicherkarte hinter einer Tür auf der Unterseite des Gehäuses. Die Kamera unterstützt SD- und SDHC-Karten sowie Eye-Fi-Medien, die Fotos über WLAN auf den Rechner übertragen. Eine Klappe auf der rechten Seite der Kamera beherbergt Mini-HDMI- und kombinierten USB/AV-Port.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Casio Exilim EX-FH100: kompakter Highspeed-Profi mit Zehnfach-Zoom und 1000 fps

  • Am 20. Juli 2010 um 10:08 von no name

    RAW
    In "Was uns nicht gefällt:" schreibt ihr,der RAW-modus wäre praktisch unbrauchbar.Warum?
    (im testbericht gibt es keine erklärung dafür)

    • Am 20. Juli 2010 um 16:36 von Stefan Möllenhoff

      AW: RAW
      Hallo,

      die Casio Exilim EX-FH100 genehmigt sich zwischen zwei RAW-Fotos eine Verschnaufpause von 13 Sekunden. Das ist leider nicht wirklich praxistauglich. Ich habe den Negativpunkt dementsprechend angepasst und hoffe, jetzt ist alles klar :-)

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

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