Kaufberatung: auf der Suche nach dem günstigsten 10-Zoll-Netbook

Netbooks sind klein, günstig und reichen zum Surfen – für viel mehr aber auch nicht. Zu klein sollten die Geräte allerdings nicht sein, damit der Ausflug ins Internet überhaupt noch Spaß macht. Wir haben uns im Markt umgesehen und die fünf günstigsten Mini-Notebooks mit 10-Zoll-Display ermittelt.


Seit gut zweieinhalb Jahren sind Netbooks nun in Deutschland zu haben, und sie haben sich seit ihrer Markteinführung gravierend verändert. Das erste Modell, der Eee PC 700 von Asus, kam ohne Festplatte und Windows-Betriebssystem aus – ein kleiner Flash-Speicher und Linux senkten den Preis. Gedacht war der Mini ohnehin nur zur Ergänzung der eigentlichen Computer-Ausstattung, um auf dem Weg ins Büro oder in die Schule noch schnell einen Text zu tippen oder um bei der Freundin auf dem Sofa über WLAN Nachrichten zu lesen.

Aber der Markt wollte es anders. Binnen kurzer Zeit wurden aus dem Flash-Speicher 160-GByte-Festplatten und aus dem kostengünstigen Linux ein nicht viel teureres, weil schon veraltetes Windows XP Home Edition. Die Display-Diagonalen wuchsen um 3 Zoll auf die Maße von viel hochpreisigeren Subnotebooks mit 10 oder 11 Zoll, und häufig kommen die Geräte nicht als Zweit-Notebook, sondern als Erstgerät zum Einsatz.

Was Netbooks können

Ob sie dafür geeignet sind oder nicht, hängt sicherlich vom Bedarf des Anwenders ab. Etwas Office, also mal ein Kündigungsschreiben an den Mobilfunkbetreiber oder eine Bewerbung an den potentiellen Arbeitgeber, ist kein Problem. Drucken dank USB-Port auch nicht. Auch das Kopieren von Fotos von der Digicam ist möglich, beim Bearbeiten der Bilder ist dann aber Schluss. Videos in DVD-Qualität stellen die Mini-Rechner noch flüssig dar, bei Aufnahmen in 720p kommen sie stark an ihre Grenzen, Full-HD geht gar nicht.

Standard-Ausstattung: Nahezu alle Netbooks sind mit 1,6-GHz-Atom-Prozessor, integrierter Intel-Grafik, 1 GByte RAM, 160-GByte-Festplatte, Webcam und WLAN ausgestattet
Standard-Ausstattung: Nahezu alle Netbooks sind mit 1,6-GHz-Atom-Prozessor, integrierter Intel-Grafik, 1 GByte RAM, 160-GByte-Festplatte, Webcam und WLAN ausgestattet

Surfen im Netz – der eigentliche Einsatzzweck – ist ein zweischneidiges Schwert. Denn Browser-Plugins, Video-Player auf Youtube, Flash-Games oder Java-Anwendungen bringen die Netbooks schon deutlich an ihre Grenzen. Wer sich also auf das Lesen von CNET-Artikeln oder Nachrichten beschränkt, kommt gut klar. Musikvideos in mehreren Browser-Tabs auf Youtube hingegen sind schon wieder zu viel. Außerdem schmälern die geringen Auflösungen der Displays das Surfvergnügen – man ist ununterbrochen mit Scrollen beschäftigt.

Spätestens bei „richtigen“ Spielen ist aber wirklich Schluss. Die integrierten Grafikchips von Intel sind lediglich auf 2D-Darstellung ausgelegt. Das Berechnen von Autorennen, First-Person-Shootern oder 3D-Grafiken in Rollenspielen ist nicht nur mit Einschränkungen möglich, sondern gar nicht.

Aber dafür sind die Netbooks eben günstig. Sie kosten nur die Hälfte von ähnlich großen, aber deutlich stärkeren Notebooks und sind deutlich kleiner und leichter als vergleichbar günstige Laptops. Damit sind sie prädestiniert für einen dauerhaften Platz im Rucksack und immer griffbereit – in der S-Bahn als Schreibmaschine, auf der Rücksitzbank im Auto als Videoplayer und beim Verwandschaftsbesuch als mobile Surfstation.

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