Update: Livescribe hat für den Echo ein Firmware-Update mit neuen Funktionen veröffentlicht. Wir packen die Gelegenheit beim Schopfe, und bringen den Testbericht des Smartpens auf den neuesten Stand. Außerdem ist der Stift jetzt nicht nur mit 4 und 8, sondern auch mit 2 GByte im Handel erhältlich. Die unverbindlichen Preisempfehlungen betragen je nach Kapazität 129, 149 oder 199 Euro. Außerdem gibt es jetzt endlich auch Notizbücher mit kariertem Papier für den Stift zu kaufen.

Unsere erste Begegnung mit einem Livescribe-Stift verblüfft. Wir tippen mit dem Stift auf das gedruckte Record-Symbol im mitgelieferten College-Block und machen ein paar Notizen, während wir uns mit einem Angestellten der Firma unterhalten. Tippen wir nach fünf Minuten auf ein beliebiges Wort unserer Niederschrift, so ertönt aus den Lautsprechern der Dialog, der zum entsprechenden Zeitpunkt gesprochen wurde. Drei Minuten später sehen wir unser Gekrakel auf dem PC-Bildschirm und können es kaum glauben, dass die Livescribe-Software per Freitext-Suche zuverlässig die entsprechenden Stichwörter findet.

Design & Ausstattung

Wir funktioniert das? In der Vorderseite des 15,7 Zentimeter langen und zwischen 1,4 und 1,8 Zentimeter dicken Stifts sitzt eine Kamera, die alles Geschriebene exakt aufzeichnet. Nachdem wir auf einem mit speziellem Punktmuster bedruckten Papier schreiben, weiß der Livescribe Echo jedereit, wo er sich befindet. Damit ist es auch bei lange zurückliegenden Notizen kein Problem, an die entsprechende Stelle zurückzuspringen.

Jedenfalls, solange die Notizen nicht vom Stift gelöscht wurden. Unser Testgerät hat 8 GByte integrierten Speicher zu bieten, was laut Hersteller für mehr als 800 Stunden ausreicht. Beim Durchschnittsstudium mit 30 Wochenstunden ergibt das ausreichend Kapazität für 26 Wochen. Ein ganzes Semester passt also mühelos auf den Stift. Wer sich keine Spezialbücher kaufen möchte, kann sich das gemusterte Papier übrigens auch einfach selbst ausdrucken.

Auf der Rückseite des Stifts befinden sich eine Micro-USB- und eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse. Der USB-Port dient zum Aufladen des Akkus sowie zum Übertragen von Daten. Bis ein komplett leerer Stromspeicher gefüllt ist, dauert es 2,5 Stunden. An die Klinkenbuchse lassen sich Kopfhörer oder Headsets anschließen. Das ermöglicht es einerseits, den Stift in der Bibliothek oder im Hörsaal zu benutzen, ohne andere zu stören. Andererseits leistet ein Headset-Mikrofon in großen Räumen bessere Dienste bei der Tonaufnahme.

Auf der Rückseite des Stifts sitzen Micro-USB- und 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse.
Auf der Rückseite des Stifts sitzen Micro-USB- und 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse.

Im hinteren Drittel wird der Stift etwas flacher und breiter. Hier befindet sich das etwa zwei Zentimeter große OLED-Display mit einer Auflösung von 96 mal 18 Pixeln. Klar, das ist nicht die Welt, aber man soll sich ja auch keine Filme auf dem Echo angucken. Um die einzeiligen und logisch aufgebauten Menüs darzustellen, reicht das aus. Aus Prinzip: Mehr Bildschirm wär natürlich hübscher und besser zum Angeben geeignet.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Livescribe Echo: Computer-Stift mit Kamera, App-Store und Text-Upload direkt vom Papier

  • Am 26. Mai 2011 um 18:51 von Lukas

    Livescribe Connect
    Es gibt jetzt noch mehr Funktionen um mit dem Smartpen direkt zu Facebook oder E-Mail zu senden. Steht hier: http://www.my-smartpen.de/livescribe-connect.html

  • Am 28. Mai 2011 um 12:59 von schulte

    rechtliches
    Ich möchte die Nutzer dieses Stiftes darauf hinweisen. dass ohne Zustimmung der Beteiligten das Mitschneiden von Gesprächen (Meeting, Verhandlung, etc.) erhebliche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.

    Sollte jemand im Raum diesen Stift als das erkennen, was er ist und nichts sagen, werden Sie in eine Falle laufen, denn Sie werden im Nachhinein nicht beweisen können, dass Sie nichts aufgenommen haben.

    Und das wird Ihre Situation erheblich schwächen.

    mfg
    schulte

  • Am 25. Mai 2015 um 21:41 von schwarz

    ……das es immer jemand gibt
    Der meint sich mit Belehrungen hervortun zu müssen.
    Hier geht es um die technik und sonst gar nix.

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