Beim Acer Liquid E handelt es sich eigentlich nur um ein Facelift des Ende letzten Jahres vorgestellten Liquid. Es sieht seinem Vorgänger extrem ähnlich, und auch bei der Ausstattung hat sich nicht sonderlich viel getan. Die größte Neuerung ist sicherlich das Update auf die Android-Version 2.1, die nun beispielsweise den coolen Zwei-Finger-Zoom auf dem großen Touchscreen ermöglicht. Das Gerät ist ohne Vertrag für um die 360 Euro zu haben.

Design

In der letzten Zeit wurden unsere Augen durch diverse Android-Phones verwöhnt. Das HTC Legend mit seinem Alu-Gehäuse, dessen großer Bruder HTC Desire oder das frische Samsung Galaxy S mit seinem gestochen scharfen Super-AMOLED-Display – ja, die machen Lust auf mehr. Da kann das Liquid E einfach nicht mithalten. Es sieht zwar nicht schlecht aus, auch dank seiner abgerundeten Ecken, aber das glänzende, weiße Plastik an den Seiten und auf der Rückseite ist einfach… Plastik. Es wirkt nicht sonderlich hochwertig. Noch dazu liegt das Acer nicht gut in der Hand, da es einfach ein Stück zu breit ist.

Acer hat einige der sonst bei Android-Phones typischen Eingabemerkmale weggelassen, darunter den Trackball sowie explizite Telefon-Tasten zum Starten und Beenden von Anrufen. Die übrigen Tasten für Home, Zurück, Suchen und Menü sind als angenehm empfindliche Soft-Touch-Buttons ausgeführt. Das ist optisch sicherlich attraktiver als ein mit mechanischen Tasten und Trackball überfülltes Smartphone, in der Praxis aber Geschmackssache – denn bei den berührungsempfindlichen Sensortasten führt man schnell mal versehentlich eine Aktion aus, die gar nicht geplant war. Darüber hinaus erschwert der fehlende Trackball die präzise Navigation durch Links auf Webseiten oder das Korrigieren von getipptem Text.

Ausstattung

Abgesehen von den kleinen, hauptsächlich optischen Änderungen im Vergleich zur Vorgängerversion ist das Update auf Android 2.1 wohl der praxisrelevanteste Unterschied. Mit dabei ist unter anderem Multitouch, also die Unterstützung von Zwei-Finger-Zoom in diversen Apps wie Browser, Galerie, Google Maps & Co. Das sieht nicht nur besser und cooler aus, sondern ist auch deutlich intuitiver zu bedienen als der Zoom-Regler des ersten Liquids.

Das Display hat eine Diagonale von 3,5 Zoll und ist damit so groß wie die Anzeige des iPhone. Mit einer Auflösung von 480 mal 800 Pixeln entspricht es dem derzeitigen Standard gehobener Android-Smartphones, ist deutlich schärfer als die Displays der ersten drei iPhone-Generationen, aber muss vor der Anzeige des neuen iPhone 4 zurückstecken. Texte, Bilder und Videos sehen gut und gestochen scharf aus, und Farben wirken hell und kräftig.

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