15-Zoll-Notebook mit Nvidia-3D-Grafik im Test: Packard Bell TX 86

Das 2,8 Zentimeter flache Packard Bell Easynote TX 86 sieht gut aus – und hat mit dem bläulich leuchtenden Touchpad auch das gewisse, optische Extra. Darüberhinaus stimmt dank 2,53-GHz-Core-i5 und Geforce 330 mit Optimus-Technik auch die Power – selbst 3D-Games laufen hier, wenn man es nicht gerade übertreibt. Im Test zeigt das 799-Euro-Notebook aber einen Makel.

Packard Bell ist so etwas wie der Haustuner von Acer, vergleichbar vielleicht mit der M GmbH von BMW. Die besonders sportlichen und somit begehrenswerten Autos kommen von dort, entsprechen aber abgesehen von Motorisierung, Abstimmung und optischen Nuancen den Serienmodellen. So ist das auch bei diesen Notebooks: Die Geräte bauen auf bekannten Acer-Mobilrechnern auf, unterscheiden sich aber meist durch eine etwas schickere Optik und bessere Software-Zugaben. Mit dem Easynote TX hat sich Packard Bell jetzt den 15-Zöller Acer Aspire Timeline X vorgenommen.

Design

Das Gehäuse inklusive Deckel und Handballenauflage besteht aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung, was dem Easynote ein schickes Aussehen verleiht. Dazu trägt auch die relativ flache Bauform bei – das TX 86 steigt von vorne (2,7 cm) nach hinten (3,0 cm) leicht an. Insgesamt ist das Packard Bell eine wohltuende Abwechslung vom Klavierlack-Einerlei. Auch Fingerabdrücke sind hier nicht zu sehen. An der Verarbeitung des Notebooks gibt es nichts auszusetzen, auch die Stabilität geht in Ordnung. Nur bei sehr starkem Druck geben manche Flächen etwas nach.

Der Deckel ist nach hinten leicht nach oben gebogen – und wirkt wie ein Spoiler. Das verleiht dem Design einen gewissen Schwung. Wir können uns aber gut vorstellen, dass sich die Alu-Beschichtung an der Kante mit der Zeit löst – vor allem beim Transport in einer Tasche dürfte das Material hier schnell abgetragen sein.

Das mit einer Glare-Beschichtung versehene 15,6-Zoll-Display löst 1366 mal 768 Pixel auf. Gerade bei dunklen Bildschirminhalten zeigen sich deutliche Spieglungen. Die in den Rahmen integrierte Webcam löst 1,3 Megapixel auf.

Abgesehen vom Gigabit-Ethernet-Port (hinten rechts) sind leider alle Ports weit vorne am Gehäuse untergebracht. Eingesteckte Kabel verlaufen also genau dort, wo man seine Hände ablegen möchte. Rechts sitzen zwei USB-Ports, links weitere zwei sowie HDMI und VGA. Da es keinen DVI-Ausgang gibt, muss man gegebenenfalls auf einen Adapter oder auf ein Kabel zurückgreifen. Ein Expresscard-Slot für Erweiterungen ist nicht vorhanden, ebensowenig gibt es eSATA- oder Firewire-Ports.

Die Tastatur des TX86 kann nicht ganz überzeugen. Sie gibt beim Tippen etwas nach, was den Qualitätseindruck schmälert. Außerdem sind die Pfeiltasten etwas zu flach geraten – man kann sie nicht wirklich komfortabel nutzen. Das Schreibgefühl geht aber in Ordnung.

Über der Tastatur sind Soft-Touch-Tasten zur Steuerung der Medienwiedergabe und zum Auswerfen optischer Medien aud dem DVD-Brenner zu finden. Einen der Knöpfe kann der Anwender selbst konfigurieren und auf Druck eine beliebige Anwendung starten.

Packard Bell sieht im erfreulich großen Multitouch-Touchpad nicht nur eine Möglichkeit, den Mauszeiger zu steuern, sondern nutzt es als optisches Gimmick. Wie man es von Apples MacBooks kennt, sind die beiden Maustasten nicht separat ausgeführt, sondern werden durch Druck auf das große Mauspad unten links oder unten rechts ausgelöst. Berührt man diese Fläche, wird das Touchpad beleuchtet. Ein ähnlicher Effekt ist beim Start zu beobachten. Effektiv hat man davon nichts, es ist aber eine ganz nette Spielerei.

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