Autos richtig fotografieren: bessere Verkaufschancen mit tollen Bildern

Das alte Auto hat ausgedient. Egal, ob der TÜV hoffnungslos abgelaufen ist oder einfach mehr Platz oder Leistung gefordert sind, die Kiste muss weg – und noch möglichst viel Geld in die Kasse spülen. Heutzutage verkauft man Autos allerdings nicht mehr per fotoloser Zeitungsannonce, sondern im Internet. Bebildert und optisch so ansprechend wie möglich, versteht sich. Wir zeigen, wie man Autos richtig fotografiert.

Eines hat sich nicht verändert: Beim Blättern durch die Verkaufsanzeigen gibt es keine Möglichkeit, herauszufinden, in was für einem technischen Zustand das Auto wirklich ist. Aber was früher gut klang und heute gut aussieht, das muss gut sein. Und hat damit bessere Chancen, einen Interessenten zu finden. Damals schlossen potenzielle Käufer von der Qualität des Textes auf die Qualität des Angebots, heute sind die Bilder als Entscheidungskriterium hinzugekommen.

Putzen und polieren

Sieht ein Auto gepflegt aus, gehen Interessenten automatisch davon aus, dass der Wagen auch dementsprechend behandelt wurde. Und nicht zum Driften auf holprigen Wiesen missbraucht oder mit Affenzahn über Feldwege geprügelt wurde. Darum gilt ganz klar: Bevor man auch nur ans Fotografieren denkt, sollte das Auto etwas aufbereitet werden. Fürs Außenkleid ist die Waschstraße wohl der bequemste Weg, ansonsten leisten auch Autoshampoo und ein Bürstenaufsatz für den Gartenschlauch gute Dienste.

Wenn das Auto so dreckig ist, dass man Gemälde in die Heckscheibe kritzeln kann, wird's Zeit für eine Wäsche.
Wenn das Auto so dreckig ist, dass man Gemälde in die Heckscheibe kritzeln kann, wird’s Zeit für eine Wäsche (Fotos: CNET.com)

Beim Innenraum muss man selbst Hand anlegen. Staubsauger, Innenraum-Reiniger, Polster- beziehungsweise Lederreiniger – und so weiter. Außerdem sollte das Auto entrümpelt werden: Ein Baseballschläger auf dem Beifahrersitz, Kondome in der Mittelkonsole oder Kekskrümel auf der Rückbank sind nichts, was potenzielle Käufer sehen wollen.

Vorbereitung

Extrem viele Fotos auf Mobile, Autoscout & Co. zeigen den Verkaufsgegenstand auf einem Parkplatz inmitten von dutzenden anderen Autos. Hier besteht erstens gar keine Möglichkeit, einen geeigneten Blickwinkel zu finden, und zweitens wird der Interessent von tonnenweise buntem Blech abgelenkt. Auch farbige Spiegelungen auf dem mühsam auf Hochglanz gebrachten Lack lassen sich hier kaum vermeiden. Eine geeignete Fotolocation muss her.

Ein ruhiger Hintergrund lenkt das Auge des Betrachters auf das Auto.
Ein ruhiger Hintergrund lenkt das Auge des Betrachters auf das Auto.

Einen per se optimalen Ort zum Fotografieren gibt es nicht. In welchem Umfeld das Auto abgelichtet wird, hängt in erste Linie vom Auto selbst ab. Während ein grüner Jaguar in der Naturkulisse regelrecht untergeht, kann der Waldrand für den weißen Polo genau die richtige Kulisse sein. Und ein Sportwagen sieht im Industriegebiet richtig schick aus, ein Oldtimer wirkt inmitten von futuristisch wirkenden Baukränen aber völlig fehl am Platze. Eines gilt jedoch immer: Der Hintergrund muss ruhig und möglichst Einfarbig sein und sollte nicht vom Auto ablenken.

Neben dem Ort spielt auch die Zeit eine wichtige Rolle. Auch wenn es auf den ersten Blick so aussehen mag: Die Mittagszeit an einem strahlenden Sonnentag ist ungünstig für schöne Aufnahmen. Das Licht ist viel zu hart und sorgt für unschöne Schatten sowie Reflexionen. Am besten eignen sich die ersten und letzten hellen Stunden des Tages mit warmem und weichem Licht. Zur Not tut es auch ein bewölkter Tag.

Bevor es losgeht, sollte der Akku der Kamera voll aufgeladen sein und vor allem die Speicherkarte Platz für massig Fotos bieten. Denn es ist immer noch besser, später dutzende Bilder auszusortieren als sich über nicht geknipste Aufnahmen zu ärgern.

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