Samsung HMX-E10: Mini-Full-HD-Camcorder mit Schwenk-Linse und Touchscreen

Samsung HMX-E10Vor knapp einem Jahr gab es sie fast noch gar nicht in Deutschland, inzwischen ist der Markt ziemlich gesättigt – die Rede ist von Mini-Camcordern. Mit HD oder sogar Full-HD-Auflösung versprechen sie eine gute Bildqualität, und dank ihres kompakten Formats sind die Mini-Cams immer dort, wo’s brennt. Oder wo die Freundin gerade in den Gartenteich gefallen ist. Oder der Sohnemann seine ersten Schritte macht. Die kleinen Videokameras gibt es inzwischen in allen nur erdenklichen Farben und Formen, in wasserdicht und stoßfest, mit 3D-Aufnahmefunktion, mit 360-Grad-Objektiv und, und, und. 1920 mal 1080 Pixel sind auch nichts Besonderes mehr. Wer da noch auffallen beziehungsweise gekauft werden möchte, muss sich hervorheben.

Samsungs Full-HD-Winzling HMX-E10 versucht das mit einem um 270 Grad schwenkbaren Objektiv. Die Linse sitzt allerdings nicht irgendwo am Rand, sondern wie ein Auge im Schädel eher in der Mitte des Camcorders. Damit filmt die Videokamera wahlweise nach vorne oder nach hinten. Also eben wahlweise den Gartenteich samt Freundin oder den Kameramann selbst, wie er sich über das Fiasko amüsiert.

Aber Moment – das sind doch nur 180 Grad? Die fehlenden 90 Grad stellen die Parkposition des Objektivs dar – es guckt dann quasi innen im Camcorder nach unten und ist so vor Kratzern und Dreck geschützt. Bei einem Gerät, das seine Lebenszeit meist zusammen mit Schlüsseln, Kleingeld, Feuerzeugen und ähnlich linsenfreundlichen Zeitgenossen verbringt, ist das gar nicht blöd.

Die 1080i-Videos speichert der HMX-E10 mit 50 Bildern pro Sekunde im H.264-Format. Ansonsten gibt es noch einen 2,7 Zoll großen Touchscreen, einen ausklappbaren USB-Stecker und einen Mini-HDMI-Port. Mit einer Blendenöffnung von F2,2 ist die Optik außerdem vergleichsweise lichtstark. Ob sich die Videokamera für Nachtaufnahmen eignet, wird allerdings erst ein Test zeigen. Auf dem Gerät selbst ist außerdem eine einfache Software zum rudimentären Bearbeiten und unkomplizierten Hochladen der Videos auf YouTube & Co. abgespeichert.

Apropos Speicher – der Samsung-Camcorder legt die abgedrehten Clips auf microSD-Karten ab. Eigentlich können wir uns nicht für die winzigen Speichermedien begeistern, denn meistens sind sie genau dort, wo man sie nicht braucht. Nämlich weg. Im Falle eines Mini-Camcorders ergibt dieses Format allerdings durchaus Sinn. Der größte Teil der Smartphones bietet einen microSD-Slot, und so lassen sich die Videos noch direkt vom Ufer des besagten Teichs auf der Facebook-Wall der Geschädigten posten. Genial. Und ab August 2010 beim Geekware-Dealer des Vertrauens zur unverbindlichen Preisempfehlung von 249 Euro erhältlich. (Foto: Samsung)

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