HD-Fernsehen unter 200 Euro: Sat-Receiver mit HD+ und Rekorder-Funktion

Wer auf seinem teuren HD-Fernseher nicht nur niedrig auflösende Sendungen genießen möchte, empfängt fünf freie Sender in High Definition via Satellit. Entsprechen ARD, ZDF & Co. nicht dem persönlichen Geschmack, hilft HD+ mit Privatsendern wie Pro7, VOX und RTL für 50 Euro im Jahr weiter. Wir vergleichen alle kompatiblen Receiver für weniger als 200 Euro und erklären, welche Upgrade-Möglichkeiten es für bestehende Hardware gibt.

In Europa ist HD-Fernsehen mittlerweile Standard. In ganz Europa? Nein! Ein Land weigert sich standhaft dagegen, Serien, Filme & Co. serienmäßig mit hoher Auflösung zu senden. Während beispielsweise in England sogar schon digitales Antennenfernsehen HD-TVs mit adäquatem Bild versorgt, gibt es hierzulande nur fünf Sender umsonst – und das auch nur via Satellit oder Kabel. Immerhin: Seit etwa einem Jahr ist auch der Empfang der wichtigsten Privatsender mittels HD+ in High Definition möglich. Allerdings müssen Filmfans das teuer bezahlen. Für das Jahresabo sind zusätzlich zur GEZ-Gebühr 50 Euro fällig. Außerdem eignet sich nicht jeder Receiver für HD+, und die Spezial-Geräte kosteten bis vor Kurzem noch ein halbes Vermögen.

Seit der Einführung von HD+ fallen die Preise aber rapide. Komplettpakete aus Receiver mitsamt Aufnahmefunktion und Jahresabo wechseln ab 115 Euro den Besitzer wechselt. Zudem ist häufig nicht einmal mehr ein zusätzlicher Receiver notwendig. Viele aktuelle Fernseher bringen die für den HD+-Empfang notwendige Hardware bereits mit.

HD+-Angebot

Besitzer eines HD-fähigen Satelliten-Receivers empfangen in Deutschland die fünf Programme ARD, ZDF, ARTE, Anixe HD und Servus TV mit hoher Auflösung. Wer sich damit nicht zufriedengeben will, der kann sich mittels HD+-Abo über die Astra-Satelliten auf 19,2° Ost fünf weitere Sender in 720p auf den TV-Schirm holen: RTL, SAT.1, Pro7, VOX und kabel eins.

Dazu benötigt er eine Smart Card, die pro Jahr 50 Euro kostet. Das Aufladen der Karte nach einem Jahr funktioniert über die HD+-Website oder mittels HD+-Service-Hotline.

Im Vergleich zu Pay-TV-Angeboten wie Sky ist HD+ also ein echtes Schnäppchen. Allerdings hat die Sache einen Haken: Aufgrund der Verschlüsselung ist bei vielen Sendungen das Aufnehmen nicht oder nur begrenzt möglich. Aufzeichnungen besitzen häufig ein Verfallsdatum. Ist es überschritten, laufen sie nicht mehr. Außerdem klappt das Spulen in Aufnahmen oder bei zeitversetztem Fernsehen nur bei wenigen Sendungen, weil niemand die Werbung verpassen soll.

Upgrade bestehender Hardware

Zusätzlich zur HD+-Karte ist entweder ein HD+-zertifizierter Receiver mit Smart-Card-Slot nötig, alternativ funktionieren auch Empfänger oder Fernseher mit CI+-Slot. Wer also bereits einen Fernseher oder Receiver mit HD-Sat-Empfänger und CI+-Schacht besitzt, kann sich den Neukauf einer Box sparen. In diesem Fall ist allerdings zusätzlich zur Karte aber noch ein CI+-Modul notwendig.

Besitzen TV oder Receiver einen CI+-Slot, genügt das 65 Euro teure Modul von Sky Vision für den HD+-Empfang.
Besitzen TV oder Receiver einen CI+-Slot, genügt das 65 Euro teure Modul von Sky Vision für den HD+-Empfang.

Das HD+-Modul kostet aber zusammen mit der Karte kaum mehr als ein Jahresabo. Das Sky Vision HD+ Ci+ Modul wechselt im Internet ab rund 65 Euro den Besitzer.

Meist ist es mit dem Kauf des Moduls noch nicht getan. Viele Geräte benötigen ein Firmware-Update, um mit der HD+-Hardware zurechtzukommen. Wer auf der Herstellerwebsite keine Informationen zum HD+-Empfang findet, wendet sich am besten im Vorfeld an den Support.

Seit einigen Monaten bietet HD+ auch ein Modul an, das Geräte mit gewöhnlichem CI-Schacht kompatibel macht. Allerdings funktioniert das nur bei einigen Modellen und ist nicht ohne eine Software-Aktualisierung möglich. Eine Liste der unterstützten Hardware findet sich auf der HD+Website.

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