Bisherige Acer-Smartphones haben noch keine großartige Fangemeinde aufbauen können. Eine Hand voll Windows-Mobile-Phones und zwei Android-Modelle, und allesamt waren nicht überzeugender als die Konkurrenz – sondern eben nur Mittelmaß. Das neue Top-Modell Stream soll alles besser machen. Zumindest das Datenblatt macht schon mal Lust auf mehr: Es gibt einen HDMI-Ausgang zum direkten Anschluss an den Fernseher, ein großes, hochauflösendes OLED-Display und ernsthafte Anpassungen der Standard-Oberfläche.

Das Gerät soll Anfang August für 599 Euro in Deutschland auf den Markt kommen.

Design

Nach dem Öffnen der Verpackung fällt der Blick auf das Gerät. Der erste Eindruck ist durchaus positiv. Vor uns liegt das attraktivste Handy, das Acer bislang gebaut hat. Mit einer Höhe von 11 Millimetern ist es vergleichsweise dünn, und die Kombination aus Aluminium auf der Front und glänzendem schwarzen Finish auf der Rückseite macht klar: Vor uns liegt ein hochwertiges Gerät. Uns ist allerdings ein Soft-Lack lieber, wie er beispielsweise beim HTC Desire zum Einsatz kommt. Das sieht nicht so schnell schmierig aus – aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Das dominierende Element auf der Vorderseite ist das 3,7 Zoll große AMOLED-Display. Es sieht wirklich fantastisch aus, leuchtet hell, stellt strahlende Farben dar und hat einen satten Kontrast. Es löst die in diesem Umfeld üblichen 800 mal 480 Bildpunkte auf. Wir vermuten, dass hier das gleiche Samsung-Panel zum Einsatz kommt wie bei HTC Desire und Nexus One bis zu deren Umstellung auf sLCD. Der kapazitive Touchscreen ist angenehm reaktionsfreudig und unterstützt den Zwei-Finger-Zoom.

Unterhalb der Anzeige befinden sich drei Tasten zur Fernsteuerung des Media Players im Gehäuse. Sie durchbrechen die ansonsten so klare Linie.

Oberfläche

Zum Einsatz kommt die nicht mehr brandaktuelle Version 2.1 des Google-Betriebssystems Android. Die Entwickler von Acer haben die Oberfläche stark angepasst. Anstelle des so typischen Homescreens mit mehreren Seiten gibt es beim Stream einen einzelnen, in zwei Teile gesplitteten Startbildschirm.

Im unteren Bereich gibt es ein Dock, das Verknüpfungen zu acht häufig genutzten Anwendungen bereit hält. Es ist permanent sichtbar und erinnert ein bisschen an das iPhone. Wer diesen Bereich mit einem Fingerwisch nach oben zieht, bekommt die weiteren installierten Apps zu sehen. Apropos, die üblicherweise oben angebrachte Notification Bar, die über Uhrzeit, Akkustatus und Netz, aber auch über verpasste Anrufe und ungelesene Nachrichten informiert, befindet sich beim Stream direkt oberhalb des Docks – das ist zumindest gewöhnungsbedürftig.

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