BenQ W1000: Full-HD-Beamer mit gutem Bild zum Schnäppchenpreis

Dank 3D-Hype wird Full-HD-Heimkinoausrüstung ohne räumliche Darstellung immer preiswerter. Während für einen ordentlichen Full-HD-Beamer vor einem Jahr noch deutlich mehr als 1000 Euro fällig waren, gibt es jetzt mehrere Modelle zu dreistelligen Preisen. Eines davon ist BenQs W1000. Wir haben getestet, wie sich der Sparkurs auf Bildqualität und Ausstattung auswirkt.

In den letzten Jahren hat BenQ immer wieder bewiesen, dass es durchaus möglich ist, hochwertige Projektoren zu erschwinglichen Preisen anzubieten. Das hat dazu geführt, dass sich die Marke bei Heimkinobesitzern, denen selbst ein 50-Zoll-Fernseher noch zu klein ist, großer Beliebtheit erfreut. Auch uns hat BenQ in der Vergangenheit mit Geräten wie dem W5000 immer wieder überzeugt. Dieses Jahr erweitert der Hersteller sein Portfolio um einige neue Modelle, darunter auch der Nachfolger des W5000 namens W6000. Der Full-HD-Beamer schnitt in unserem Test ausgezeichnet ab, ist mit einem Preis von knapp 2000 Euro allerdings nicht gerade ein Schnäppchen – ganz im Gegensatz zum W1000. Das Modell löst ebenfalls 1920 mal 1080 Pixel auf und wechselt schon ab 830 Euro den Besitzer.

Design und Ausstattung

Der W1000 ist im Vergleich zu seinem großen Bruder geradezu winzig. Das Gehäuse ist klein und flach und bringt mitsamt der darin untergebrachten Technik gerade einmal 3,4 Kilogramm auf die Waage. Dadurch benötigt der Beamer nur wenig Platz im Wohnzimmer, und die Deckenmontage klappt auch ohne Kran simpel.

Front und Oberseite des BenQ sind im Gegensatz zum schwarzen Rest des W1000 in weiß gehalten. Vorne gibt es keine Lüftungsschlitze, wodurch es nicht zu einem Hitzeflimmern im Bild kommen kann. Eine schwarze Gegenlichtblende fasst die rechts der Mitte angebrachte Linse ein. Über ihr, oben auf dem Gehäuse, sitzt ein ebenfalls schwarzes Element, das übersichtlich angeordnete Bedienelemente enthält.

Für 830 Euro hätten wir eine deutlich schlechtere Verarbeitung erwartet. Die Gehäuse-Materialien wirken edel, und die Bedienelemente auf der Oberseite des W1000 sind übersichtlich angeordnet.
Für 830 Euro hätten wir eine deutlich schlechtere Verarbeitung erwartet. Die Gehäuse-Materialien wirken edel, und die Bedienelemente auf der Oberseite des W1000 sind übersichtlich angeordnet.

Der W1000 nutzt die DLP-Technik zur Bilderzeugung. Ein Farbrad mit sechs Segmenten färbt das Licht der Lampe schnell nacheinander in den Grundfarben ein. Anschließend fällt es auf den DMD-Chip, wo es je ein Spiegel pro Pixel entweder durch die Linse auf die Wand wirft, oder von der Linse wegleitet. Durch die vielen Segmente des Farbrads sollte sich der DLP-typische, unerwünschte Regenbogeneffekt in Grenzen halten. Zudem verfügt der BenQ über die BrilliantColor-Farbverarbeitung und ein 3D-Farbmanagement. Besonders letzteres der beiden Features erlaubt dank vieler Optionen ein sehr exaktes Kalibrieren des Bildes.

Über der Linse sitzen manuelle Regler für Zoom und Fokus. Lensshift zum Verschieben des Bildes auf der Leinwand fehlt, wodurch eine korrekte Positionierung und das Beachten des Projektionsabstandes wichtig sind. In unserem Test benötigen wir eine Entfernung von 3,7 Meter, um eine 96-Zoll-Bildwand zu füllen. Die Füße an der Unterseite des W1000 sind höhenverstellbar, was das Aufstellen auf dem Wohnzimmertisch erleichtern soll. Allerdings empfinden wir die kleinen Beinchen als derart fummelig, dass sie nicht viel helfen. Wir stellen stattdessen ein paar Bücher unter den Beamer, um ihn auf die richtige Höhe zu bringen und den Screen mit einem unverzerrten Bild zu versorgen. Die automatische Trapez-Korrektur arbeitet zuverlässig.

Bei den Anschlüssen punktet der W1000. Trotz des geringen Preises bringt er zwei HDMI-Ports mit. Zudem finden sich hinten am Gehäuse Component-Video-, VGA– und Composite-AV-Eingänge. Auch ein USB-Port ist vorhanden. Allerdings gibt der Beamer keine Mediendateien von angeschlossenen Speichersticks wieder. Stattdessen dient die Buchse zum Fernsteuern des Projektors mittels PC. Außerdem entdecken wir einen integrierten Lautsprecher, der an der Rückseite neben dem Anschlusspanel sitzt. Das ist praktisch, wenn man beim Public-Viewing im Garten kein zusätzliches Soundsystem aufbauen möchte. Die Tonqualität ist zwar begrenzt, der Treiber schafft aber recht hohe Lautstärken, und der Klang leidet erst erstaunlich spät unter Verzerrungen.

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