Nikon S1100pj: Kompaktkamera mit integriertem Beamer und Touchscreen

Nikon S1100pjFujifilm hat bei mir gestern schon mit der Real 3D W3 für ein Déjà-vu-Erlebnis gesorgt, und Nikon macht’s ehrlich gesagt nicht besser. Vor ziemlich genau einem Jahr wurde mit der Real 3D W1 die erste Kompaktkamera für dreidimensionale Fotos angekündigt, und fast zeitgleich kam mit der S1000pj von Nikon die erste Digicam mit integriertem Beamer. Die W1 hat ihr Update gekriegt, und jetzt ist auch die S1000pj dran.

Die Nachfolgerin heißt S1100pj und bringt einen laut Hersteller um 40 Prozent helleren Projektor mit als die S1000pj. Mit von 10 auf 14 gesteigerten Lumen dürfte der LED-Beamer allerdings auch nicht gerade eine Kinoperformance hinlegen, sondern sich eher in dunklen Räumen wohlfühlen. Nur zum Vergleich: Ausgewachsene Projektoren kommen auf weit über 1000 ANSI-Lumen. Neu ist allerdings, dass sich die Digicam jetzt auch an den Rechner anschließen und dann als „zweiter Monitor“ nutzen lässt. Die maximale Bilddiagonale beziffert Nikon auf 120 Zentimeter (47 Zoll) bei einem Projektionsabstand von 2,40 Meter. Scharf wird das Bild bereits ab einer Kamera-Wand-Entfernung von 26 Zentimetern, die Projektion misst dann allerdings nur noch 12,7 Zentimeter (5 Zoll).

Neben dem Beamer steckt eine recht gewöhnliche Kompaktkamera in dem 379 Euro teuren Gehäuse. Es gibt einen 1/2,3 Zoll großen CCD-Sensor mit einer Auflösung von 14,1 Megapixeln. Das fünffach vergrößernde Objektiv deckt einen Brennweitenbereich von 28 bis 140 Millimeter ab und bietet dabei größte Blendenöffnungen von F3,9 bis F5,8. Ein optischer Bildstabilisator ist ebenso mit von der Partie wie eine HD-Videofunktion.

Natürlich kann man beim Fotografieren nicht den Beamer als Sucher nutzen. Dafür gibt’s ein 3,0 Zoll großes Touchscreen-Display auf der Rückseite. Der TFT-Bildschirm löst 480 mal 320 Pixel (460.000 Bildpunkte) auf. Ansonsten hat die Kamera die üblichen automatischen Aufnahmemodi und haufenweise Szenenprogramme an Bord, manuelle Einstellungsmöglichkeiten sucht man allerdings vergeblich.

Neben der S1100pj hat Nikon noch ein eher unspektakuläres Modell vorgestellt. Die Coolpix S5100 bringt keinen Beamer mit, kostet dafür aber mit 169 Euro auch nicht einmal die Hälfte. Ansonsten gibt’s einen 12-Megapixel-Sensor sowie ein fünffach vergrößerndes Objektiv mit einem Brennweitenbereich von 28 bis 140 Millimetern und einem optischen Bildstabilisator. (Fotos: Nikon)

Ohne Beamer, dafür bunt: Die Nikon Coolpix S5100 ist nicht nur im hier gezeigten Rot, sondern in fünf weiteren verschiedenen Farben erhältlich.
Ohne Beamer, dafür bunt: Die Nikon Coolpix S5100 ist nicht nur im hier gezeigten Rot, sondern in fünf weiteren verschiedenen Farben erhältlich.

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