HTC Desire: Provider-Branding entfernen für sofortiges Froyo-Update

Vor zwei Wochen haben Vodafone-Kunden mit HTC Desire eine Meldung aufs Display bekommen, dass ein Firmware-Update zur Verfügung steht. Zeitlich hätte es perfekt gepasst – schließlich gibt es seit kurzem eine neue Android-Version namens Froyo (2.2). Das Update entpuppte sich jedoch als Mogelpackung. Wir zeigen, wie man das Provider-Branding des HTC Desire entfernt und schon jetzt die neueste Version des Google-Betriebssystems einspielt.

Wer ein Handy von einem Mobilfunkprovider kauft, bekommt zwar die erwartete Hardware, häufig verwendet der Provider jedoch eine eigene Firmware. Das sogenannte „Branding“ bietet meistens keine Verbesserung für den Kunden. Im Gegenteil: Oft sind die zusätzlichen Dienste recht aufdringlich und weisen bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf ihre Existenz hin. Zudem lässt die Qualität der Software häufig zu wünschen übrig. Zahlreiche Bugs sind keine Seltenheit.

Genau das ist letzte Woche bei Vodafone aufgetreten: Ein Update für das HTC Desire bescherte seinen Besitzern eine böse Überraschung. Die neue Firmware beinhaltet Zugang zu den Vodafone-360-Services (VF360). Das ist ein Dienst, der nur Kunden mit Vodafone-SIM-Karte zur Verfügung steht.

Die neue Software sorgt bei manchen Kunden aber auch dafür, dass jede SMS zweimal in der Inbox landet. Zudem wird über einen deutlich erhöhten Stromverbrauch berichtet. Inzwischen hat Vodafone nach heftigen Protesten die Verteilung der Software abgebrochen. Wer die Firmware bereits eingespielt hat, bekommt allerdings von Vodafone kein Downgrade angeboten.

Die Software wurde auch auf HTC-Desire-Handys verteilt, die ohne Vodafone-SIM-Karte im Netz surfen. Betroffen sind Käufer, die ihr Handy bei Vodafone oder einem freien Händler ohne Vertrag erworben haben und einen anderen Provider nutzen. Diese Kunden haben keinen Zugang zu VF360, müssen aber trotzdem mit den Bugs und dem höheren Stromverbrauch leben.

Wir zeigen im Folgenden, wie man die ungeliebte Software wieder los wird. Die Anleitung funktioniert auch mit Desire-Modellen anderer Mobilfunkprovider genutzt werden. Allerdings begnügen sich O2 und T-Mobile mit einem deutlich dezenteren Branding, so dass prinzipiell kein Grund zum Austausch der Firmware besteht. Allerdings: Für „freie“ Modelle steht bereits das Update auf die neue Android-Version 2.2 (FroYo) zur Verfügung. Nutzer gebrandeter Modelle müssen auf die Updates der Provider warten. Mit der Anleitung ist es möglich, das Handy in ein „ungebrandetes“ Desire zu verwandeln. Wer danach vorgeht, verliert allerdings seine Garantieansprüche – bekommt aber das Update auf Android 2.2 sofort.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu HTC Desire: Provider-Branding entfernen für sofortiges Froyo-Update

  • Am 30. August 2010 um 14:21 von Florian

    HTC Sense
    Handelt es sich bei dem ROM das geflasht wird um einies mit der HTC Sense UI?

    • Am 2. Oktober 2010 um 12:46 von Desire-Fan

      AW: HTC Sense
      Jop, ist die Original FroYo Version von HTC

  • Am 21. September 2010 um 17:30 von p4ntha

    reboot nach flashen
    der Begriff "recht lang" beim rebooten nach der installation von froyo ist wohl ziemlich weit gedehnt.

    wie lange dauert dies ungefähr und kann es bei dem vorgang abstürzen. mein usb-kabel ist noch angeschlossen und der reboot dauert schon locker 20 minuten.

  • Am 7. Oktober 2010 um 19:15 von Netax

    Auch mit SLCD möglich?
    ich habe gelesen, dass es bei manchen branding methoden wichtig ist, ob man ein SLCD oder ein AMOLED display hat.
    gilt das auch für diese methode?

    vielen dank für hilfreiche antworten 😉

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