Beweg‘ Dich: Sony Playstation Move angetestet

Vor inzwischen vier Jahren hat Nintendo mit seiner Konsole Wii und den zugehörigen Wiimote-Controllern, die auf Bewegungen reagieren, so etwas wie eine kleine Revolution im Spielebereich ausgelöst. Lang hatten die Japaner das Feld komplett für sich, aber das wird sich nun ändern: Für die Playstation 3 gibt es nun das Move genannte Erweiterungsset, bestehend aus Kamera und zwei Controllern. Wir haben uns angesehen, wie gut die PS3 mit den neuen Eingabegeräten zurechtkommt.

Sony Playstation 3 und Nintendo Wii haben eigentlich nicht sonderlich viel gemeinsam, obwohl sie grundsätzlich in die Kategorie der Next-Generation-Konsolen fallen. Full-HD gegen SD, Blu-ray gegen DVD, klassische Controller gegen Bewegungssteuerung, tolle Grafik gegen… naja, eben nicht ganz so tolle. Dem Verkaufserfolg der Wii hat das nicht geschadet, ganz im Gegenteil: Die neuen Möglichkeiten, die die Wiimote genannten, bewegungsempfindlichen Eingabegeräte mitbringen, sind cool und hip, machen Spaß und sorgen auch in komplett neuen Zielgruppen für stundenlange Unterhaltung. Kurz: Der Kuchen, der den Markt der potentiellen Konsolenspieler umfasst, wird größer. Von den neuen Stücken hat aber derzeit nur Nintendo etwas.

Noch. Sony bringt in den nächsten Wochen sein Playstation Move genanntes Set auf den Markt. Der Inhalt: Eine Webcam namens Playstation Eye, dazu gibt’s einen Move-Controller im Stil der Wiimote. Das Paket wird knapp 60 Euro kosten. Unsere Kollegen von CNET UK haben bereits vorab ein Move-Paket ergattert – und wir werfen einen Blick auf ihre Erfahrungen.

Was ist Playstation Move?

Kurz und knapp: Move macht aus der PS3 eine Wii. Nicht ganz, natürlich – Nintendo-Games laufen hier nicht. Mario & Co. bleiben bei der Konkurrenz zu Hause. Aber neue Eingabegeräte bringen neue Möglichkeiten im Stil von Wii Sports & Co.

Die Hardware erinnert stark an die Nintendo-Controller. Die Steuerung erfolgt per Bewegungen, der Stick liegt in der Hand wie eine Wiimote, an seiner Oberseite befindet sich eine leuchtende Kugel. Wie auch bei Nintendo gibt es ein zweites Steuerkreuz für die andere Hand. Was bei Nintendo Nunchuk heißt, hört hier auf den Namen Navigation Controller. Wie bei der Wii gibt es ein digitales Steuerkreuz und einen analogen 360-Grad-Joystick. Im Gegensatz zum Nunchuk erfolgt die Verbindung aber ebenfalls kabellos.

Wie funktioniert’s?

Ähnlich wie bei Nintendo. Die Controller kommunizieren via Bluetooth mit der PS3. Auf der Oberseite eines jeden Controllers befindet sich eine schwammartige Kugel, die in unterschiedlichen Farben leuchtet. Auf dem Fernseher steht die im Set enthaltene Webcam, die den leuchtenden Punkt im Raum erkennt. Sie ist via USB mit der Konsole verbunden. Darüber hinaus sitzen Beschleunigungsmesser, Kreisel und Kompass im Inneren des Sticks. Damit weiß die PS3 nicht nur, wie der Controller gerade bewegt wird, sondern auch, wo im Raum er sich befindet und wohin er zielt.

Die Webcam ist übrigens relativ klobig. Der größte Teil der Zeit, der für das Einrichten von Move nötig ist, geht dabei drauf, eine passende Position für das Playstation Eye zu finden.

Danach wählen wir schon ein Spiel aus. Zur Auswahl stehen Sports Champions und Start the Party – Pendants zu Wii Sports und Mario Party. Als nächstes erscheint ein Wizard, der beim Kalibrieren der Controller hilft.

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