Auch wenn Bridgekameras wie geschrumpfte DSLRs aussehen, sprechen sie eine komplett andere Zielgruppe an. Bridgekameras bieten zwar sehr starke Zoomobjektive, doch die stark vergrößernde Optik fordert ein Opfer: Der Bildsensor muss klein sein. Und nicht nur ein bisschen, sondern mehr als zehnmal kleiner als bei einer digitalen Spiegelreflex. Und damit spielt die Bildqualität der äußerlichen Ähnlichkeit zum Trotz ein paar Ligen weiter unten.

Bei DSLRs hingegen ist es aufgrund des großen Sensors nicht möglich, derart kompakte und gleichzeitig auch nur annähernd so flexible Objektive zu bauen. Sowohl Spiegelreflexkameras als auch Bridgekameras haben ihre Daseinsberechtigung. Man sollte sich nur vor dem Kauf darüber im Klaren sein, welcher Kompromiss zwischen Zoom und Bildqualität der richtige ist.

Design

Wie gesagt: Die Fujifilm FinePix S2500HD sieht aus wie eine geschrumpfte DSLR. Dazu passt auch der Preis, der mit derzeit rund 185 Euro für eine Superzoom-Digicam extrem weit unten schwimmt. Erfreulicherweise hat die Bridgekamera viele manuelle Aufnahmeoptionen und einen Sucher zu bieten. Bei dem kleinen Guckloch oberhalb des Bildschirms blickt der Fotograf allerdings nicht über eine Spiegelkonstruktion durch das Objektiv, sondern auf einen kleinen Bildschirm.

In die Hosentasche passt die Kamera zwar bei weitem nicht, doch dafür ist sie für einen 18-fach-Zoomer ziemlich kompakt. Der Brennweitenbereich beginnt im Weitwinkel bei 28 und endet im Telebereich bei 504 Millimetern. Der Griff für die rechte Hand ist erfreulich großzügig dimensioniert. Kein Wunder, müssen hier doch die vier AA-Batterien und die Speicherkarte unterkommen.

Wie ihre DSLR-Verwandten verfügt die Fujifilm FinePix S2500 über einen großzügig dimensionierten Handgriff.
Wie ihre DSLR-Verwandten verfügt die Fujifilm FinePix S2500 über einen großzügig dimensionierten Handgriff.

Auf der Oberseite des Gehäuses finden sich neben Auslöser samt Zoomring und Ein/Aus-Schieber auch zwei Tasten für Serienbildmodus und Gesichtserkennungsfunktion sowie das Modulwahlrad mit zehn verschiedenen Aufnahmeoptionen. Der Ein/Aus-Schieber ist etwas gewöhnungsbedürftig: Hält man ihn nicht lange genug in eine Richtung, so reagiert die Kamera nicht auf den Ein- beziehungsweise Ausschalt-Befehl.

Das 3,0 Zoll große LCD dominiert die Rückseite der Kamera. Oberhalb der angenehm hellen Anzeige sitzt ein elektronischer Sucher. Sämtliche Einstellungsmöglichkeiten lassen sich sowohl auf dem großen als auch auf dem kleinen Bildschirm darstellen. Wie bei Bridgekameras üblich, werden allerdings auch beide Displays dunkel, während die Kamera gerade das zuletzt geschossene Bild speichert. Der Fotograf muss sich also jedes Mal etwas gedulden, bis er den Bildausschnitt für die nächste Aufnahme anpassen kann. Die große Anzeige auf der Rückseite liegt bei der Farbwiedergabe etwas daneben und löst mit 230.400 Bildpunkten nur 320 mal 240 Pixel auf. Damit fällt es nicht ganz leicht, die Qualität der soeben geschossenen Fotos zu beurteilen.

Links neben der texturierten Daumenablage befindet sich ein Knopf zum Umschalten zwischen Display und elektronischem Sucher (EVF). Weiter unten sitzen Tasten für Wiedergabe, Schnelleinstellungen, Menü/Ok, Belichtungsausgleich und Display/Zurück. Ein silbernes Vier-Wege-Pad umschließt den Menü/Ok-Button. Es dient zur Navigation durch die Menüs und zum Anpassen von Displayhelligkeit, Blitz, Makromodus sowie zum Aktivieren des Instant-Zoom-Features, das wahlweise eine 1,4- oder 2-fachen digitale Vergrößerung hinzuschaltet.

Auf der rechten Seite der Kamera befindet sich ein HDMI-Anschluss zum Betrachten der Fotos auf dem Fernseher ohne Umweg über den PC.
Auf der rechten Seite der Kamera befindet sich ein HDMI-Anschluss zum Betrachten der Fotos auf dem Fernseher ohne Umweg über den PC.

Bei der Stromversorgung setzt die S2500HD auf vier AA-Zellen. Im Lieferumfang sind vier Alkali-Batterien enthalten, doch mit wiederaufladbaren NiMH- und Lithium-Ionen-Stromspeichern arbeitet die Kamera ebenfalls zusammen. Batterie- und Speicherkartenfach bringt Fujifilm auf der Unterseite der Kamera unter. Rechts am Gehäuse befindet sich eine kleine Klappe, die Mini-HDMI- und kombinierten Micro-USB/AV-Port beherbergt.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Fujifilm FinePix S2500HD im Test: günstig und gute Ausstattung, mäßige Bildqualität

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *