Vier neue Sony-Kameras: SLT-A55V, SLT-A33, Alpha DSLR-A560 und -A580

SLT-A55V, SLT-A33, Alpha DSLR-A560 und -A580Es ist kaum zu übersehen, dass die IFA und die Photokina bevorstehen: Fotobegeisterte werden derzeit geradezu von Kameraneuheiten überrollt. Heute sorgt Sony mit vier neuen Modellen für Furore. Der japanische Hersteller hat zwei digitale Spiegelreflexkameras angekündigt und zwei … wie soll man sagen … Halbspiegelreflexkameras? Systemkameras mit Spiegel? Die SLT-Modelle A55V und A33 verfügen zwar wie ihre DSLR-Kollegen über einen Spiegel, doch dieser klappt beim Betätigen des Auslösers nicht nach oben. Stattdessen ist er weitgehend lichtdurchlässig, sodass der Sensor immer noch das Motiv im Blick hat. Gleichzeitig leitet er allerdings einen Teil des Lichts auf einen Autofokus-Sensor, der nach demselben Phasenvergleich-Prinzip arbeitet, wie der von Spiegelreflexkameras.

Damit dürften die beiden Modelle SLT-A55V und SLT-A33 sowohl ihren Konkurrenten à la Panasonic G2 und Olympus E-PL1 als auch den hauseigenen Modellen NEX-3 und NEX-5 überlegen sein, was die Fokusgeschwindigkeit angeht. Um auf das Motiv scharfzustellen, nutzen die erwähnten Marktbegleiter nämlich den deutlich langsameren Kontrastautofokus. Die Kontruktion mit dem Spiegel erlaubt dem SLT-Duo beeindruckende Geschwindigkeiten: Die A55V schießt zehn 16,2-Megapixel-Fotos pro Sekunde, die A33 schafft immer noch sehr respektable sieben 14,2-Megapixel-Bilder. Den Autofokus passen die beiden Kameras nach jedem Foto neu an. Ach ja: Nachdem sich der Spiegel nur einen Bruchteil des Lichts vom Sensor klaut, bieten die SLT-Digicams keinen optischen, sondern einen elektronischen Sucher.

Auch beim Videomodus geben die beiden Systemkameras eine gute Figur ab. Sie zeichnen Full-HD-Videos im AVCHD-Codec auf. Um den Ton kümmert sich wahlweise das integrierte Stereo-Mikro oder ein an die dafür vorgesehene Buchse angeschlossenes externes Mikrofon. Dank der Spiegelkonstruktion steht auch während des Filmens ein kontinuierlicher Autofokus zur Verfügung. Allerdings gibt es nicht besonders viele manuelle Einstellungsmöglichkeiten im Videomodus wie beispielsweise Blende und Belichtungszeit. Möglicherweise hebt sich das Sony für ein teureres Modell auf.

Zwar sind die beiden Kameras keine Schnäppchen, doch die unverbindlichen Preisempfehlungen für die Gehäuse bewegen sich mit 649 für A33 und 749 Euro für die A55V noch in erträglichen Regionen. Für das 18-bis-55-Millimeter-Kitobjektiv steigen die Kosten um jeweils 100 Euro, für das Doppelzoom-Kit mit der 55-bis-200-Millimeter-Linse verlangt Sony 949 beziehungsweise 1049 Euro. Neben der Auflösung unterscheiden sich die beiden SLT-Modelle noch durch den integrierten GPS-Receiver – bei der A55V ist er integriert, bei der A33 nicht. Das Duo steht ab Oktober 2010 in den Regalen.

Die Alpha DSLR-A560 und die Alpha DSLR-A580 tun uns fast ein bisschen Leid. Sie gehen etwas im Schatten ihrer spektakulären Schwestern unter. Dabei sind sie die ersten waschechten Sony-Spiegelreflexkameras, die über eine Videofunktion verfügen. Wie die SLT-Modelle nehmen sie Full-HD-Clips mit 1920 mal 1080 Bildpunkten auf. Auch die Sensoren scheinen verwandt oder gar identisch zu sein: Die teurere A580 löst 16,2 Megapixel auf, die A560 14,2 Millionen Bildpunkte. Beide DSLRs stemmen im Vollgasmodus sieben Fotos pro Sekunde. Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen A450, A500 und A550 passen sie auch mit maximaler Geschwindigkeit den Autofokus und die Belichtung nach jedem Einzelbild an.

Die Lichtempfindlichkeit ist ebenfalls ein Stück gewachsen: Das Duo schafft bis zu ISO 25.600. Bei den SLT-Kameras ist bei immer noch respektablen ISO 12.800 Schluss. Allen vier Kameras gemein ist eine 3D-Schwenkpanorama-Funktion. Der Name sagt eigentlich alles aus – der Fotograf schwenkt die Digicam einfach über die Alpenkette, und Sekunden später landet ein dreidimensionales Breitbild auf der Speicherkarte. Darüber hinaus verfügen sowohl die neuen DSLRs als auch die beiden Halbspiegelreflexkameras über eine HDR-Automatik und eine Nachtaufnahmefunktion. Dabei schustern die Sony-Knipsen jeweils aus einer Fotoserie ein einzelnes Bild zusammen, um wahlweise einen höheren Dynamikumfang oder eine rauschfreiere Aufnahme zu erzielen. Die folgende Tabelle zeigt noch einmal die wichtigsten technischen Daten der vier Neulinge auf einen Blick. (Foto: Sony)

Hersteller Sony Sony Sony Sony
Modell SLT-A33 SLT-A55V Alpha DSLR-A560 Alpha DSLR-A580
Preis (Body) 649 Euro 749 Euro 649 Euro 799 Euro
Preis (mit 18-55mm) 749 Euro 849 Euro 749 Euro 899 Euro
Preis (mit 18-55mm & 55-200mm) 949 Euro 1049 Euro 949 Euro 1099 Euro
Bildsensor CMOS (23,5 x 15,6 mm) CMOS (23,5 x 15,6 mm) CMOS (23,5 x 15,6 mm) CMOS (23,5 x 15,6 mm)
Auflösung 14,2 Megapixel 16,2 Megapixel 14,2 Megapixel 16,2 Megapixel
Empfindlichkeiten ISO 100 – 12.800 ISO 100 – 12.800 ISO 100 – 12.800 ISO 100 – 12.800
Max. Fotoauflösung 4592 x 3056 Pixel 4912 x 3264 Pixel 4592 x 3056 Pixel 4912 x 3264 Pixel
Max. Videoauflösung 1920 x 1080 Pixel @ 50i 1920 x 1080 Pixel @ 50i 1920 x 1080 Pixel @ 50i 1920 x 1080 Pixel @ 50i
Autofokus 15 Punkte, 3 Kreuzsensoren 15 Punkte, 3 Kreuzsensoren 15 Punkte, 3 Kreuzsensoren 15 Punkte, 3 Kreuzsensoren
Belichtungsmessung 1200 Zonen 1200 Zonen 1200 Zonen (Live-View), 40 Segmente 1200 Zonen (Live-View), 40 Segmente
Serienbildgeschwindigkeit 7 fps 10 fps 7 fps 7 fps
Display 3,0 Zoll, dreh- und schwenkbar 3,0 Zoll, dreh- und schwenkbar 3,0 Zoll, neigbar 3,0 Zoll, neigbar
Displayauflösung 921.000 Bildpunkte (640 x 480 Pixel) 921.000 Bildpunkte (640 x 480 Pixel) 921.000 Bildpunkte (640 x 480 Pixel) 921.000 Bildpunkte (640 x 480 Pixel)
Sucher elektronisch, Vergrößerung 1,1-fach elektronisch, Vergrößerung 1,1-fach optisch, Vergrößerung: 0,8-fach optisch, Vergrößerung: 0,8-fach
Abmessungen 12,4 x 9,2 x 8,5 cm 12,4 x 9,2 x 8,5 cm 13,7 x 10,4 x 8,4 cm 13,7 x 10,4 x 8,4 cm
Gewicht 441 g 441 g 599 g 599 g
Marktstart Oktober 2010 Oktober 2010 1. Quartal 2011 Oktober 2010

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