Auch wenn man sein Ohr direkt am Gehäuse des Shuttle XS 3510MA anlegt, ist nur ein leises Surren zu hören. Es handelt sich um die Festplatte. Einen Lüfter hat der nur 25,2 mal 18,5 mal 10,04 Zentimeter große Rechner nämlich gar nicht.

Design

Die konzeptbedingt notwendige Abführung der Wärme hat der Hersteller elegant gelöst: Das Innenleben ist in ein silberfarbenes Metallgitter eingefasst. Die äußerste Schicht bildet ein schwarzes Kunststoffgehäuse, das durch viele kleine quadratische Öffnungen den Blick auf das Gitter frei gibt und so die Luftzirkulation ermöglicht. Ein solider Metallsockel, der unten mit einer Schraube befestigt wird, dient als Fuß. Leider wirkt das Gehäuse etwas schwammig und instabil: Es lässt sich an den Seiten ohne Mühen deutlich eindrücken. Insgesamt ist der XS 35 aber ein echter Hingucker.

Auf der Rückseite sind zahlreiche Schnittstellen zu finden: vier USB-2.0-Ports, VGA, HDMI, Audio-Anschlüsse sowie 100-MBit/s-Ethernet. Dass die Netzwerkschnittstelle nicht 1 GBit/s unterstützt, dürfte für die meisten Anwender angesichts der spärlichen Verbreitung entsprechender Netzwerke im Heimumfeld kein Problem darstellen. Ohnehin werden viele Nutzer den Shuttle über das integrierte WLAN-Modul nach dem neuesten 802.11n-Standard ans Netz anbinden.

Vorne sind die Laufwerksschublade für den DVD-Brenner, ein weiterer USB-Anschluss sowie ein Kartenleser für die Formate Memory Stick, Memory Stick Pro und SD zu finden. Unterstützt werden allerdings nur SD-Karten bis 32 GByte (SDHC), nicht aber SDXC-Medien (bis 2 Terabyte).

Ausstattung

Damit der Rechner ohne Lüfter nicht den Hitzetod erleidet, ging Shuttle bei der Auswahl der Komponenten Kompromisse ein: Zum Einsatz kommt statt einer Core-i-CPU der Atom D510. Er verfügt über zwei Rechenkerne mit Hyperthreading und arbeitet mit 1,66 GHz. Mit seiner niedrigen TDP von 15 Watt ist er für stromsparenden Betrieb und wenig Abwärme ausgelegt. Zum Vergleich: Selbst ein Ultra-Low-Voltage-Core-i7 mit 1,06 GHz hat eine TDP von 18 Watt.

Für die Grafik sorgt Nvidias Netbook-Lösung Ion 2 mit 512 MByte eigenem Speicher. Sie ermöglicht nicht nur das flüssige Abspielen von HD-Content, sondern auch deutlich schnellere 3D-Grafik als die im Atom integrierte GMA-3150-Einheit. Letztere bleibt abgeschaltet. Trotz Ion 2 erreicht der Shuttle im 3D Mark 06 nur 1369 Punkte. Wer 3D-Spiele zu seinen regelmäßigen Anwendungen zählt, sollte sich also nach einem anderen Rechner umsehen.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Lautloser Mini-PC fürs Wohn- und Gästezimmer im Test: Shuttle XS35

  • Am 2. September 2011 um 22:13 von suchende

    Alternativen gibt es wohl nicht
    Hallo, egal welche Zeitschrift man kauft, welche Foren man auch besucht – sie nennen sich Computerbi… ,PC We… doch zum Thema PC sind kaum Informationen zu finden ( außer Gamercomputer und der übliche Aldi-PC-Test). Testet den niemand mehr einen "schnöden" vollwertigen !!!! und dennoch wohnzimmertauglichen Computer ? Fast jeder hat einen daheim ( oft aus optischen Gründen im Schlafzimmer ) zu stehen doch von den Medien wird er ignoriert.
    Es ist schon komisch, da will man Geld ausgeben und keiner will es haben.
    Viele Grüße aus Berlin

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