Erste Eindrücke vom Toshiba Libretto W100: Netbook mit zwei 7-Zoll-Touchscreens

Bereits im Juni 2010 hat Toshiba mit seinem Konzept-Laptop Libretto W100 für Furore gesorgt. Der Mini-Mobilrechner sieht zwar auf den ersten Blick wie ein Standard-Netbook aus, bringt allerdings ein zweites Display anstelle der Tastatur mit. Zudem sind beide Anzeigen berührungsempfindlich und unterstützen Multitouch. Unsere ersten Eindrücke von dem gewagten Konstrukt gibt es in diesem Artikel.

Toshiba baut bereits seit 25 Jahren Mobilrechner. Das 1985 erschienene T1100 war eines der ersten kommerziellen Notebooks für den Massenmarkt. Heutzutage gibt es statt einem 4,1 Kilogramm schweren Gehäuse und einem Mini-Display zwei berührungsempfindliche Bildschirme. Damit spannt das Gerät die Brücke zwischen klassichen Netbooks und Tablets à la iPad sowie Galaxy Tab.

Ein Netbook, das mit Windows 7 Home Premium läuft und auch noch zwei Bildschirme befeuert – das klingt nicht unbedingt nach einer Rechenmaschine. Doch die 1,2 GHz schnelle Intel-Pentium-U5400-CPU und 2 GByte Arbeitsspeicher belehren uns eines Besseren: Das Libretto W100 schlägt sich in der Praxis deutlich besser, als wir erwartet hätten. Das uns vorliegende Geräts trägt die genaue Bezeichnung Libretto W100-107 und ist für 1099 Euro im Handel erhältlich.

Design & Ausstattung

Auf den ersten Blick sieht das W100 wie eine aufgeblähte Nintendo DS aus. Das zweite 7-Zoll-Display sitzt genau dort, wo man bei einem gewöhnlichen Netbook die Tastatur erwarten würde. Ein Druck auf einen Button links neben dem unteren Display bringt ein virtuelles Keyboard auf den Bildschirm, das dem des iPads sehr ähnlich sieht. Ein doppelter Druck auf den Knopf holt ein virtuelles Onscreen-Touchpad aufs Display.

Anfangs haben wir ein paar Probleme damit, mit diesen beiden virtuellen Eingabegeräten gleichzeitig zu arbeiten – beziehungsweise nacheinander. Denn der untere Bildschirm ist nicht groß genug, um sowohl das Keyboard als auch das Touchpad auf einmal darzustellen. Man muss sich also erst daran gewöhnen, regelmäßig mit dem Button links neben der unteren Anzeige hin- und herzuspringen.

Der Button links neben der Tastatur dient zum Aktivieren von virtuellem Touchpad beziehungsweise Keyboard.
Der Button links neben der Tastatur dient zum Aktivieren von virtuellem Touchpad beziehungsweise Keyboard.

Ein Druck auf den Knopf rechts neben dem Bildschirm schaltet zwischen dem Standard-Windows-Desktop und einer Reihe von Toshiba-eigenen Darstellungen um. Die proprietären Anzeigen orientieren sich stärker an der berührungsempfindlichen Bedienung und ermöglichen ein einfaches durch-die-Gegend-Schieben von Fotos, Notizen und so weiter. Das sieht zwar alles ganz schick aus, doch der Nutzen ist eher zweifelhaft, und man muss sich erst einmal an die Oberfläche gewöhnen.

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