Viewsonic Viewpad 100: Dual-Boot-Tablet mit Android und Windows 7 angetestet

Von seinem Erscheinen Ende Mai bis zur IFA im September stand Apples Tablet recht allein auf weiter Flur. Auf der internationalen Funkausstellung in Berlin hagelt es geradezu iPad-Konkurrenten – wer auffallen möchte, muss hervorstechen. Das Viewsonic Viewpad 100 versucht das mit einem Dual-Boot-System, das Anwendern wahlweise Windows 7 oder Android 1.6 anbietet. Erste Eindrücke von der Touchscreen-Flunder hält dieses Preview bereit.

Es scheint fast, als hätten die Netbooks ihre besten Jahre hinter sich. Zwar gibt es hier und dort noch ein paar Neuerungen, doch wer wirklich im Rampenlicht steht, das sind die Tablets. Auf den tastaturlosen Touchscreen-Rechnern läuft – wenn sie nicht gerade von Apple stammen – Android. Doch wer zwischen Netbook und Tablet schwankt, wird sich aufgrund der breiteren Einsetzbarkeit und möglicherweise vorhandener Software unter Umständen doch für ein Netbook entscheiden, denn hier gibt es Windows 7. Viewsonic schließt die Lücke mit dem Viewpad 100 und installiert sowohl Microsofts als auch Googles Betriebssystem.

Design & Ausstattung

Das 10 Zoll große Display dominiert die Front des Tablets. Der kapazitive Touchscreen spricht gut an und sorgt für eine angenehm flüssige Bedienung – ob beim übersichtlichen und fingerfreundlichen Android-Interface oder der altbekannten Windows-Oberfläche. Unterhalb der Anzeige sitzen drei mechanische Tasten: Ein/Aus, Home und Zurück.

Der Rahmen um den Bildschirm ist ziemlich schmal und lässt das Tablet schlanken wirken, als es eigentlich ist. Auch wenn es ein wenig größer als das iPad ist, so lässt sich das ViewPad 100 doch mühelos in einer Hand halten.

Im Inneren werkelt übrigens ein Prozessor aus der Netbook-Sparte: eine mit 1,66 GHz getaktete Intel-Atom-CPU. Eine 16 GByte große SSD-Platte ist ebenfalls mit von der Partie. Bei der Konnektivität hat Viewsonic nicht gespart. Es gibt einen VGA-Videoausgang, eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse, einen microSD-Kartenslot und zwei USB-Anschlüsse – zwei mehr als beim iPad. Für Videotelefonie ist eine 1,3-Megapixel-Webcam verbaut.

Das Viewpad 100 bringt zwei USB-Ports und einen Videoausgang mit - da müssen sich viele Netbooks bereits geschlagen geben.
Das Viewpad 100 bringt zwei USB-Ports und einen Videoausgang mit – da müssen sich viele Netbooks bereits geschlagen geben.

Um zwischen den beiden Betriebssystemen zu wechseln, führt kein Weg an einem Reboot vorbei. Dazu drückt man einfach die Power-Taste und wartet ein paar Sekunden. Beim uns vorliegenden Vorseriengerät erscheint noch ein DOS-Bildschirm und stellt den Anwender vor die Wahl zwischen Android und Windows 7. Später soll es ein grafisches Interface geben. Der Reboot-Vorgang dauert etwa 30 Sekunden.

Wer sich für das Microsoft-Betriebssystem entscheidet, landet bei Windows 7 Home Premium. Das Interface sieht genauso aus wie auf dem PC. Die siebte Windows-Version unterstützt Multitouch ab Werk – die von Apple und Android gewohnten Wisch- und Spreiz-Gesten funktionieren allesamt.

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