IFA 2010: Übertroffene Erwartungen, Tablets und viel 3D

Am Mittwoch schloss die IFA in Berlin für dieses Jahr die Pforten. 235.000 Besucher – darunter 125.000 Fachbesucher – machten die Messestände von 1423 Ausstellern auf einer Gesamtfläche von fast 135.000 Quadratmetern unsicher. Diese Zahlen bedeuten eine neue Bestmarke, die der 50. internationalen Funkausstellung gut zu Gesicht stehen und sie gleichzeitig zur größten in ihrer Geschichte machen. Wir werfen einen Blick auf die Highlights.

Wie schon in unserer Vorschau skizziert, wartete die IFA mit einem bunten Kaleidoskop von 3D-fähigen Geräten auf. Von Fernsehern in allen Größen und Formen über den ersten 3D-HD-Camcorder für Consumer bis hin zum digitalen Bilderrahmen – dreidimensional ist „in“! Aber auch ein anderer Bereich ist nicht zu verachten: Tablets waren nämlich der zweite große Trend der IFA.

Android beherrscht den Tablet-Markt

Eins ist klar: Apples iPad kann sich auf Konkurrenz gefasst machen. Auf der Messe waren etliche sehr interessante Geräte zu sehen, die dem Champion funktionell in Nichts nachstehen und ihn sogar ausstechen. Übrigens lief praktisch jedes Tablet, das seinen Namen verdiente, mit einem Android-Betriebssystem.

Das Galaxy Tab von Samsung ist einer der Hauptkonkurrenten des iPad. Es bietet einen 7 Zoll großen Touchscreen und ist hervorragend ausgestattet.
Das Galaxy Tab von Samsung ist einer der Hauptkonkurrenten des iPad. Es bietet einen 7 Zoll großen Touchscreen und ist hervorragend ausgestattet.

Samsung ist für einen der stärksten iPad-Konkurrenten verantwortlich. Das hochwertig verarbeitete und auf Googles Android 2.2 (Froyo) basierende Galaxy Tab bietet eine fette Ausstattung auf höchstem technischen Niveau. Sein 7-Zoll-Multitouch-Bildschirm ist zwar fast drei Zoll kleiner als der des Apple-Tablets, aber dafür bringt das Gerät mit 380 Gramm auch nur halb so viel auf die Waage und passt locker in die Jackentasche. Das Galaxy Tab soll in Kürze für 799 Euro auf den Markt kommen.

Viewsonic hat mit den Tablets Viewpad 7 und Viewpad 100 gleich zwei interessante Neuheiten zu bieten. Das Viewpad 7 spielt mit seinem 7-Zoll-Multitouch-Display in der gleichen Liga wie das Samsung Galaxy Tab und ist kaum weniger umfangreich ausgestattet. Selbst ganz normale Telefonie ist wie beim Samsung-Tablet möglich. Diese beiden könnte man getrost als enorm vergrößerte Smartphones bezeichnen. Einen riesigen Unterschied gibt es allerdings: Das Viewpad 7 soll beim Markstart im Oktober mit 399 Euro nur ein halb so tiefes Loch in die Haushaltskasse reißen wie das Galaxy Tab.

Mit dem Viewpad 100 schiebt Viewsonic gleich noch ein Intel-Atom-basiertes Tablet mit 10 Zoll großem, kapazitivem Touchscreen nach. Die Besonderheit: Es ist das weltweit erste Dual-Boot-Tablet und arbeitet mit Windows 7 Home Premium und Android – allerdings noch mit der alten Version 1.6. Die neueren Android-Betriebssysteme sind derzeit noch nicht zu der Intel-Atom-Plattform kompatibel. Nichtsdestotrotz ist das Viewpad 100 ein echter Schritt vorwärts, wenn es im Oktober für 499 Euro in den Handel kommt.

Das 10 Zoll große Viewsonic Viewpad 100 ist laut Viewsonic das weltweit erste Tablet mit doppeltem Betriebssystem: Anwender können je nach Gusto zwischen Windows 7 und Android 1.6 auswählen.
Das 10 Zoll große Viewsonic Viewpad 100 ist laut Viewsonic das weltweit erste Tablet mit doppeltem Betriebssystem: Anwender können je nach Gusto zwischen Windows 7 und Android 1.6 auswählen.

Aber auch Hersteller wie Hannspree und Odys, die nun nicht gerade als Tablet-Innovateure bekannt sind, wollen im neuen Markt mitspielen. Das auf Android 2.2 (Froyo) basierende und einfach, aber treffend schlicht Hannspree Tablet benannte Gerät ist um einen 10,1-Zoll-Touchscreen herum aufgebaut und soll im November für 399 Euro in den Handel kommen. UMTS ist nicht an Bord, Telefonie nur per Internet möglich. Das Odys Xpert ist dagegen ein reines Media-Tablet mit 5-Zoll-Display und soll im Januar 2011 für 199 Euro in den Regalen stehen. Und jetzt die Überraschung: Es hat ebenfalls Android an Bord.

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