Samsung NX100: EVIL-Kamera mit objektivlastiger Bedienung und 14,6 Megapixeln

Samsung NX100Vor rund zwei Jahren hat Panasonic mit der Lumix DMC-G1 den Meilenstein für eine neue Kameragattung gelegt: die sogenannten EVIL- (Electronic Viewfinder, Interchangeable Lens) oder Systemkameras. Im Gegensatz zu klassischen DSLRs verfügen sie über keinen Spiegelkasten und damit auch über keinen optischen Sucher. Der Vorteil im Weglassen der optisch-mechanischen Konstruktion besteht darin, dass deutlich kleinere Gehäuse möglich werden. Dennoch steckt in den vergleichsweise kompakten Modellen ein großer Bildsensor, wie ihn die Hersteller auch bei ihren Spiegelreflexkameras einsetzen – also bei Panasonic und Olympus im Micro-Four-Thirds- und bei Sony, Samsung & Co. im etwas größeren APS-C-Format.

Update: Inzwischen haben wir einen ausführlichen Testbericht der Samsung NX100 veröffentlicht.

Samsung hat bereits zwei Kameras dieser EVIL-Klasse auf den Markt gebracht: die NX5 und die NX10. Während diese beiden Modelle wie klassische, aber verkleinerte DSLRs wirken und eher im funktionalen Design daherkommen, haben die Koreaner heute mit der NX100 ein stylisches Modell vorgestellt.

Die Samsung NX100 unterscheidet sich stilistisch von ihren beiden Vorgängerinnen NX5 und NX10.
Die Samsung NX100 unterscheidet sich stilistisch von ihren beiden Vorgängerinnen NX5 und NX10.

Auf den ersten Blick hält das Datenblatt keine großen Neuerungen bereit – 14,6-Megapixel-APS-C-CMOS-Sensor, 3-Zoll-AMOLED-Display und so weiter gab es auch schon bei der NX10. Der wirkliche Clou an der NX100 ist allerdings das neue Bedienkonzept. Auf dem mitgelieferten Kitobjektiv befindet sich der sogenannte i-Function-Knopf, der ein schnelleres Konfigurieren der Aufnahmeparameter ermöglichen soll.

Drückt der Fotograf auf die Taste, so erscheint im unteren Displayrand das i-Function-Menü mit einer Reihe von Parametern. Mit jedem weiteren Druck auf den Button wechselt die Kamera durch die im jeweiligen Aufnahmemodus zur Verfügung stehenden Einstellungen. Die Konfiguration der Parameter selbst nimmt der Anwender mit einem Einstellring an der Optik vor.

Wie die NX10 bringt auch die NX100 ein 3 Zoll großes AMOLED-Display auf der Rückseite mit. Die Auflösung beträgt 640 mal 480 Pixel.
Wie die NX10 bringt auch die NX100 ein 3 Zoll großes AMOLED-Display auf der Rückseite mit. Die Auflösung beträgt 640 mal 480 Pixel.

Nachdem das i-Function-System neu ist, unterstützten es die bisherigen NX-Objektive nicht. Immerhin: Die Optiken lassen sich dennoch an der NX100 betreiben. Die neuen i-Function-Linsen funktionieren außerdem mit der NX5 und der NX10. Samsung plant zeitnah ein Firmware-Update, das das Feature auch auf die beiden älteren Kameras bringt.

Die Samsung NX100 wird ab Ende des Monats für 649 Euro mit dem neuen 20-bis-50-Millimeter-Kitobjektiv den Besitzer wechseln. Außerdem bringen die Koreaner auch eine 20-Millimeter-Festbrennweite mit einer größten Blendenöffnung von F2,8 auf den Markt, die ebenfalls das neue Bedienkonzept unterstützt.

Dieses Bild zeigt die neue 20-Millimeter-Festbrennweite mit dem i-Function-Knopf.
Dieses Bild zeigt die neue 20-Millimeter-Festbrennweite mit dem i-Function-Knopf.

Wir hatten auf der IFA in Berlin bereits die Gelegenheit, ein Vorserienmodell in die Finger zu bekommen. Auf den ersten Blick macht das System einen logischen und intuitiv bedienbaren Eindruck. Wie sich Samsungs i-Function in der Praxis bewährt, wird jedoch erst ein ausführlicher Test zeigen. Das folgende Video zeigt einen ersten Eindruck von der neuen Samsung NX100.

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