Sony Ericsson Xperia X8 im Test: günstiger Mittelklasse-Android mit Vollausstattung

Nach den drei X10-Brüdern bringt Sony Ericsson mit dem Xperia X8 nun schon sein viertes Android-Handy auf den Markt. Die Ausstattungsliste ist komplett, das Design attraktiv und der Preis erstaunlich niedrig. Wir haben ausführlich getestet, ob und welche Abstriche Käufer im Vergleich zu deutlich teureren Android-Smartphones in Kauf nehmen müssen.

Würde man das Xperia X8 mit einem Auto vergleichen, wäre es vermutlich der neue Fiat 500. Klein, kultig, attraktiv, begehrenswert, gut ausgestattet. Nicht ganz so gut verarbeitet wie der Mini vielleicht, nicht ganz so viele technische Spielereien, nicht ganz so viele Extras. Dafür ein Stück günstiger. Aber dennoch cool, einfach ein Blickfänger im weitgehend tristen Auto-Alltag. Das X8 kommt derzeit zu Preisen um die 200 Euro ohne Vertrag in den Handel.

Design

Rein optisch wartet keinerlei Überraschung auf den potentiellen X8-Käufer. Das Gerät schmiegt sich perfekt in die Lücke zwischen seinen Brüdern X10 und X10 Mini ein – sowohl optisch als auch von der Größe her. Es misst 9,9 mal 5,4 Zentimeter und baut 1,5 Zentimeter hoch auf. Damit wirkt es im Vergleich zum HTC Wildfire ähnlich bauchig wie seine Brüder.

Das zentrale Element ist der 3,0 Zoll große Touchscreen-Bildschirm. Mit einer Auflösung von 320 mal 480 Pixeln liegt er eine entscheidende Nuance oberhalb der Pixelzahl des kleinen Bruders X10 Mini (240 mal 320 Pixel). Damit umschifft es elegant einen unserer größten Kritikpunkte – hier ist die Anzeige ordentlich scharf. Sie löst keinen Wow-Effekt aus wie das Super-AMOLED-Display des Samsung Wave zum Beispiel, aber sie ist gut.

Eigentlich schon fast typisch für die Xperia-Serie ist der Einsatz einer Plastik-Scheibe über der Anzeige. Schade – denn der weiche Kunststoff verkratzt trotz aller Beschichtungen einfach deutlich schneller als echtes Glas, das beispielsweise beim HTC Wildfire zum Einsatz kommt. Aber Glas ist eben schwerer als Plastik – und kostet mehr. Im Gegensatz zu den Xperia-Brüdern ist der Touchscreen des X8 allerdings nicht bündig in die Frontseite eingelassen, sondern einen knappen Millimeter nach innen versetzt. Das könnte Kratzer zumindest ansatzweise verhindern. Zusammen mit Kleingeld oder Schlüssel würden wir das Gerät dennoch keinesfalls in die Hosentasche stecken.

Ansonsten kennen wir die Front eigentlich schon von den anderen Xperias – auch wenn sie hier, im Vergleich zu X10 Mini und X10 Mini Pro, weiß ist. Oberhalb der Anzeige findet sich der Sony-Ericsson-Schriftzug, darüber ein Schlitz, hinter dem sich der Lautsprecher verbirgt. Links vom Lautsprecher entdecken wir den Annäherungssensor, recht vom Lautsprecher sitzt der Helligkeitssensor. Unterm Display gibt es die drei Tasten, die alle Sony-Ericsson-Androiden zu bieten haben: Menü, Home und Zurück. Wie gehabt handelt es sich hierbei um Kunststoff im Chrom-Look.

Oben am X8 versteckt sich die obligatorische Micro-USB-Buchse zum Aufladen des Akkus und zum Übertragen von Daten hinter einer kleinen Kunststoffklappe. Sie wirkt extrem solide eingerastet – lange Fingernägel tun sich hier anfangs etwas schwer. Wer den Trick aber einmal raushat, bekommt den Deckel problemlos geöffnet. Rechts davon gibt es den Ein-Aus-Lock-Taster, ganz rechts eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse zum Anschluss von Standard-Kopfhörern. Sie ist noch erweitert um eine Buchse, die Kabelfernbedienungen aufnimmt.

Die linke Geräteseite ist komplett weiß und frei von jeglichen Elementen. Rechts gibt es den typischen Wippschalter zur Regelung der Lautstärke sowie den Auslöser der Kamera. Letzterer ist nur einstufig ausgeführt – eine erste Druckstufe zum Fokussieren der Linse gibt es nicht. Die Tasten sind ebenfalls aus Kunststoff im Chrom-Look.

Die Rückseite kommt uns ebenfalls schon von den Brüdern her bekannt vor. Es gibt drei auffällige Elemente, darunter die Linse der 3,2-Megapixel-Kamera, die ohne Blitz oder Foto-LED auskommen muss, das eingelassene Sony-Ericsson-Logo sowie einen Schlitz, unter dem sich der wie gehabt überdurchschnittlich kräftige Lautsprecher verbirgt.

Das Cover auf der Rückseite lässt sich gegen andersfarbige Varianten austauschen. Besonders beliebt scheinen hier übrigens Farbverläufe von und zu weiß zu sein – es sind Pink, Hellblau, Dunkelblau und Silber im Angebot. Neben der komplett weißen Standardschale sind zwei bunte Cover im Lieferumfang enthalten. Die Farben sind vom jeweiligen Provider abhängig.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Sony Ericsson Xperia X8 im Test: günstiger Mittelklasse-Android mit Vollausstattung

  • Am 18. September 2010 um 10:33 von Tom

    Bilder
    Kein schlechter Test allerdings währ es interessant zu sehen wie die Bilder mit der Kamera ausfallen /-sehen.

    gruß

  • Am 18. September 2010 um 21:29 von qwertz804

    Erscheinungsdatum?
    Ab wann wird es denn erhältlich sein? Müsste doch jetzt bald kommen eigentlich….
    Danke für den Testbericht!

  • Am 31. Januar 2011 um 13:41 von Ich. :D

    Kamera..
    Also was die kamera angeht.. sie ist eigentlich zeimlich okeei.. könnte aber besser sein. ;D

  • Am 29. Februar 2012 um 19:40 von Mir

    Krass
    Sobald das Handy einmal ins Wasser kommt ist es kaputt.
    Mein tipp nicht kaufen.

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