Das E5 sieht so aus, als würden die Finnen versuchen, ein Stück vom Blackberry-Kuchen zu ergattern: Die QWERTZ-Tastatur unterhalb der Anzeige dürfte SMS- und E-Mail-Fans durchaus glücklich machen. Dazu gibt’s die bewährt hochwertige Nokia-Qualität und -Stabilität, aber leider nur ein maximal mittelmäßiges Display.

Das E5 ist ab sofort für gut 200 Euro ohne Vertrag zu haben.

Design

Testberichte über Touchscreen-Handys beginnen häufig mit „Das 3,5-Zoll-Display ist das dominierende Element auf der Vorderseite.“ Das passt überhaupt nicht zu diesem Nokia-Smartphone – denn das Display ist nicht berührungsempfindlich, misst „nur“ 2,4 Zoll und hier dominiert die mechanische Tastatur die Front. Wie bei dieser Bauform üblich, gibt es nicht gerade viel Platz für die einzelnen Buchstaben. Das macht aber nichts, denn das Tippen klappt wirklich hervorrgend. Nur selten erwischt man mal zwei Tasten gleichzeitig. Darüber hinaus gibt es praktische Verknüpfungen. So schaltet man Bluetooth oder die LED-Leuchte mit einem einzigen Tastendruck ein oder aus.

Im Vergleich zum günstigeren Nokia C3 ist das E5 ein gigantischer Schritt nach vorne. Das Gehäuse aus Kunststoff fühlt sich stabil an, und die Akku-Abdeckung aus Metall sorgt für Schutz und eine angenehm kühle Haptik. Ein Streifen aus Metall zieht sich auf der Vorderseite um das Vier-Wege-Pad und die Soft-Buttons. Damit ist das Nokia nicht gerade eine optische Revolution, aber durchaus vorzeigbar und attraktiv.

Leider scheint das tolle Tastenfeld und der Einsatz von Metall an anderer Stelle die Kostenbremse erzwungen zu haben. Eine andere Erklärung haben wir nicht dafür, warum das 2,4-Zoll-Display lediglich 320 mal 240 Pixel anzeigt und im Freien bei Sonneneinstrahlung eigentlich komplett unbrauchbar ist.

Software

Wie gehabt setzt Nokia auf sein geliebtes Symbian-Betriebssystem. Wer es genau wissen will: Hier kommt S60 third edition zum Einsatz. Alles funktioniert, die Bedienung ist logisch – aber leider wirkt auch alles einfach so, als hätten die Entwickler noch niemals etwas von iPhone, Android & Co. gehört. Nur hier und da haben Elemente modernerer Handy-Betriebssysteme ihren Platz gefunden.

Ein guter Grund, sich für ein Nokia-Smartphone zu entscheiden, ist die Kartenanwendung Ovi Maps. Das Kartenmaterial lässt sich kostenlos herunterladen und sogar als Navigationssystem mit Sprachanweisungen nutzen. Dazu gibt’s noch ein paar weitere Software-Highlights wie einen recht ordentlichen Facebook-Client und eine Spracherkennungssoftware.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Nokia E5 im Test: günstiges Smartphone mit QWERTZ-Tastatur

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *