HDR-Automatik, 10-fps-Serienbildfunktion, Full-HD-Aufnahme und so weiter und so fort. Die Datenblätter aktueller Kompaktkameras mit rückseitig belichtetem CMOS-Sensor lesen sich wie der manifestierte feuchte Traum eines jeden Hobbyfotografen. Fast jeder Hersteller hat mittlerweile eine Digicam im Angebot, die auf die sogenannten BSI-Chips setzt. Fujifilms EXR-Sensor dagegen setzt nach wie vor auf die konkurrierende CCD-Technologie, bringt aber ebenfalls ein paar sehr außergewöhnliche Extras mit.

Design

Die FinePix F80EXR sieht schick aus und ist für eine Kamera mit zehnfachem optischen Zoom bemerkenswert schlank. Das Gehäuse macht einen solide verarbeiteten Eindruck und liegt gut in der Hand. Das einzige, das wir am Body auszusetzen haben, ist die Position des integrierten Blitzes: Wir verdecken ihn beim Fotografieren häufig versehentlich mit den Fingerspitzen der linken Hand.

Das 3 Zoll große Display auf der Rückseite ist hell und schlägt sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung recht gut. Beim Fotografieren unter schwierigen Lichtverhältnissen ist auf dem Sucherbild allerdings vergleichsweise viel Farbrauschen zu sehen. Rechts oberhalb des Bildschirms befindet sich der ziemlich leichtgängig drehbare Modusumschalter – wer nicht aufpasst, verdreht ihn versehentlich. Immerhin ist er in die Rückseite eingelassen und somit etwas geschützt anstatt frei zugänglich auf der Oberseite der Kamera zu sitzen.

Anfangs bewegt sich das Menüsystem der Kamera zwischen gewöhnungsbedürftig und frustrierend. Sobald man sich an die Navigation gewöhnt hat, gibt es allerdings keine Probleme mehr. Unterhalb des rückseitigen Modusrädchens befindet sich eine mit einem „F“ gekennzeichnete Taste. Sie ruft die für das aktuell gewählte Aufnahmeprogramm wichtigsten Parameter auf. Die allgemeineren Einstellungen finden sich im Hauptmenü, das ein Druck auf den Menü/Ok-Knopf in der Mitte des Vier-Wege-Pads auf den Schirm bringt – hier gibt es etwa Belichtungsmessung, Fokusmodus, Serienbildaufnahme, Bildstabilisator et cetera. Ein zweites Tab im Hauptmenü hält schließlich grundlegendere Einstellungen bereit – etwa Datum und Uhrzeit, Displayhelligkeit, Speicherkarte formatieren und so weiter.

Das Vier-Wege-Pad dient neben der Navigation durch die Dialoge auch dazu, Belichtungskorrektur, Blitz, Selbstauslöser und Makromodus zu konfigurieren. Bei der Bildwiedergabe löscht ein Druck auf die Makromodus-Taste das aktuell dargestellte Foto. Ganz unten auf der Rückseite gibt es noch zwei Buttons zum Ändern der auf dem Bildschirm dargestellten Informationen und zum Ein- und Ausschalten der Gesichtserkennung. Hält man die Display-Taste gedrückt, wechselt die Kamera in einen Ruhemodus, der Aufnahmeklänge, Blitz und Selbstauslöserlampe abschaltet. Diese Betriebsart eignet sich beispielsweise für Museen.

Auf der rechten Unterseite des Gehäuses befindet sich das Fach für Akku und Speicherkarte. Die Akkulaufzeit beträgt nach dem CIPA-Messverfahren 220 Fotos – ein durchschnittlicher Wert für diese Kameraklasse. Rechts an der Kamera gibt es eine Klappe, hinter der sich ein Micro-HDMI- sowie ein kombinierter Micro-USB- und AV-Port verbergen.

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