SLT-Kamera für Profis: Sony zeigt Prototypen mit fixiertem Spiegel

Prototyp von Sonys High-End-SLT-KameraWas zeichnet eine Spiegelreflexkamera aus? Ganz einfach: Der Spiegel. Er sitzt vor dem Sensor und projiziert das Bild, das durch das Objektiv in die Kamera fällt, auf eine Mattscheibe im optischen Sucher. Oben in der Spiegelhutze sitzen außerdem die Phasenvergleichssensoren für den schnellen Autofokus, mit dem DSLRs ihre spiegellosen Kollegen derzeit in puncto Geschwindigkeit mühelos abhängen. Drückt der Fotograf auf den Auslöser, klappt der Spiegel nach oben und lässt das Licht zum Bildsensor durch.

Sony umschifft mit seinen neuen Kameras der SLT-Serie die aufwändige und mechanisch anspruchsvolle Spiegelkonstruktion. Zwar verfügen auch die A33 und die A55V über einen Spiegel, doch der ist einfach teildurchlässig und braucht sich so nicht zu bewegen. Ein großer Teil des Lichts gelangt direkt auf den Bildsensor, der Rest steht dem Phasenvergleichssensor zur Verfügung.

Der vom Sensor weg reflektierte Anteil reicht nicht mehr aus, um einen optischen Sucher ausreichend hell zu beleuchten. Daher kommen in Sonys SLT-Duo elektronische Sucher zum Einsatz: Hinter dem Okular sitzt ein kleines Display, das einfach das darstellt, was der Sensor gerade durch das Objektiv sieht.

Und wo ist jetzt der Vorteil gegenüber herkömmlichen DSLRs? Ganz einfach: Der Spiegelmechanismus ist sehr aufwändig und teuer – und auf eine bestimmte Geschwindigkeit festgelegt. Wer bei einer DSLR zehn Serienbilder pro Sekunde haben möchte, der muss eben über 4000 Euro auf den Tisch legen. Und bei Sonys Alpha SLT-A55V geht’s eben auch für rund 3500 Euro weniger. Ein zweiter, großer Vorteil besteht darin, dass der schnelle und zuverlässige Phasenvergleichs-Autofokus auch im Videomodus zur Verfügung steht.

Und wenngleich die beiden Kameras SLT-A33 und SLT-A55V erst nächsten Monat in den Regalen stehen werden, so scheint für Sony schon etwas ganz anderes festzustehen. Laut Turo Katsumoto, dem Chef von Sonys Alpha-Sparte, soll binnen der nächsten zwölf Monate ein High-End-Modell der SLT-Serie verfügbar sein.

„Auch ein Vollformat-Sensor wäre denkbar“, so Katsumoto weiter. Auf jeden Fall werde bei dem Modell aber ein komplett neu entwickelter Bildsensor zum Einsatz kommen. Auf der Photokina in Köln gibt es einen Prototypen der Kamera zu bestaunen. Mehr Fotos hält die folgende Bildergalerie bereit. (Fotos: CBS Interactive)

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