Panasonic Lumix DMC-FX700 im Test: lichtstarker Kamera-Zwerg mit riesiger Ausstattung

Die Panasonic Lumix DMC-FX700 bietet eine beeindruckende Ausstattung im kompakten Format. Der Hersteller quetscht 24-Millimeter-Weitwinkelobjektiv, Full-HD-Videofunktion und 60-fps-Serienbildmodus in ein gerade einmal 2,3 Zentimeter dickes Gehäuse. Wie sich das hosentaschentaugliche 14-Megapixel-Wunder in der Praxis schlägt, zeigt der Testbericht.

Es tut sich etwas in der Kompaktkamerawelt – auf einmal erreichen die handlichen Knipsen Geschwindigkeiten im Serienbildmodus, die bislang Profi-DSLRs für Sportfotografen vorbehalten waren. Die Panasonic Lumix DMC-FX700 schießt beispielsweise zehn 14-Megapixel-Bilder pro Sekunde. Woher kommt dieser High-Speed-Schub?

Anstelle von CCD-Chips bringen Kompaktkameras in zunehmendem Maße CMOS-Sensoren mit. Die CMOS-Technologie erlaubt ein schnelleres Auslesen der Chips et voilà, der gewaltigen Serienbildgeschwindigkeit, der Full-HD-Videofunktion und der Aufnahme von Highspeed-Videoclips stehts nichts mehr im Wege.

Design

Was das Gehäuse angeht, ist die FX700 im Wesentlichen mit der FX70 identisch. Es kommen das gleiche Gehäuse, die gleiche Optik, die gleichen Bedienelemente und derselbe Touchscreen zum Einsatz. Die großen Unterschiede liegen bei Bildsensor und -prozessor. In der FX700 findet ein neu entwickelter 14-Megapixel-MOS-Sensor Verwendung, der in Zusammenarbeit mit der Venus-Engine-FHD-Bildverarbeitung ein paar Tricks draufhat, bei denen die FX75 mit ihrem CCD-Chip und der alten Bild-CPU nur neidisch gucken kann. Einer dieser Tricks ist beispielsweise die Full-HD-Videoaufnahme mit 50 Halbbildern pro Sekunde im AVCHD-Format.

Angesichts der großzügigen Ausstattung ist die Kamera ziemlich klein: Sie passt problemlos in Hosentasche. Der Großteil der Bedienung läuft über das berührungsempfindliche Display ab, ein paar mechanische Tasten gibt es aber dennoch. Auf der Oberseite der Digicam sitzen Ein/Aus-Schalter, Auslöser mit Zoomring und eine dedizierte Aufnahmetaste für die Videofunktion. Rechts neben dem rückseitigen Touchscreen gibt es einen Schieber zum Wechseln zwischen Aufnahme- und Wiedergabemodus sowie zwei Tasten für Modus und Menü.

Auf der Oberseite der FX700 gibt es eine dedizierte Taste zum Starten der Videoaufnahme.
Auf der Oberseite der FX700 gibt es eine dedizierte Taste zum Starten der Videoaufnahme.

Der Bildschirm ist angesichts der Anschaffungskosten von 330 Euro ziemlich niedrig auflösend. Außerdem ist er zu klein, um das Sucherbild und die ganzen Bedienelemente gleichzeitig anzuzeigen. Zwar gibt es eine Display-Schaltfläche zum Entrümpeln der Anzeige, doch das An- und Abschalten bedeutet immer einen zusätzlichen Arbeitsschritt. Dem Touchscreen muss man zugutehalten, dass er sehr feinfühlig auf Fingereingaben reagiert.

Außerdem ermöglicht das berührungsempfindliche Display ein paar nette Extras. So fokussiert die Kamera mit aktiviertem Touch-Auslöser auf die mit dem Finger angetippte Stelle und schießt gleich ein Foto. Ist der Verfolgungs-Autofokus aktiviert, lässt sich das zu beobachtende Ziel per Fingertipp festlegen. Außerdem gibt es eine Zoom-Funktion, bei der eine einzige Berührung des Displays ausreicht, um vom einen zum anderen Ende des Brennweitenbereichs zu springen. Aufgrund des Touch-Auslösers schießen wir während des Tests allerdings gelegentlich auch mal ein Foto, obwohl wir eigentlich etwas auf dem Display auswählen wollten. Für eine präzisere Bedienung liegt der Kamera ein Stylus bei.

Neben dem Display finden sich kaum Bedienelemente auf der Rückseite des Gehäuses. Die Anzeige könnte für unseren Geschmack aber ruhig etwas größer und hochauflösender sein.
Neben dem Display finden sich kaum Bedienelemente auf der Rückseite des Gehäuses. Die Anzeige könnte für unseren Geschmack aber ruhig etwas größer und hochauflösender sein.

Der Akku reicht nach den CIPA-Richtlinien für 300 Fotos aus. Allerdings sorgt die Kombination aus Touchscreen, Highspeed-Serienbildern und HD-Videofunktion in der Praxis dafür, dass der FX700 schneller die Puste ausgeht. Der Stromspeicher befindet sich zusammen mit der SD-, SDHC- oder SDXC-Speicherkarte hinter einem Türchen auf der Unterseite der Kamera. Rechts am Gehäuse gibt es eine Klappe, die einen Mini-HDMI-Ausgang sowie einen kombinierten Micro-USB/AV-Port beherbergt.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Panasonic Lumix DMC-FX700 im Test: lichtstarker Kamera-Zwerg mit riesiger Ausstattung

  • Am 6. Dezember 2010 um 09:51 von romik

    DMC-FX70 oder WB2000?
    Hallo,

    stehe kurz davor eine "ordentliche" Kompaktkamera anzuschaffen. Schwanke nur noch zwischen diesen beiden Modellen. Was ich bei der WB2000 sehr interessant Finde, sind die Programme für HDR- und Panorama-Aufnahmen. Bietet DMC-FX700 sowas auch?

    Wie vergleichbar sind die mit Automatikprogrammen gemachte Aufnahmen? Vorrangig wird die Kamera für Urlaubsfotos und Fotos von Feierlichkeiten benutzt.

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