Es ist schon einige Jahre her, dass sich Asus vom reinen ODM (Original Design Manufacturer), der Notebooks für andere Marken herstellte, zum Hersteller gewandelt hat, der Notebooks unter dem eigenen Namen auf den Markt bringt. Eine der ersten Maßnahmen, um sich ein größeres Stück vom Markt zu sichern, war die Kooperation mit dem Sportwagenhersteller Lamborghini, die in den Notebooks der VX-Serie resultierte. Mit dem NX90JQ hat der taiwanesische Hersteller dieses Programm ausgeweitet. Für das Design des Notebooks zeichnet David Lewis, Chefdesigner der HiFi-Ikone Bang & Olufsen (B&O), verantwortlich. Aber es bleibt nicht beim Design: Das Gerät nutzt außerdem B&O-Technologie für sein Soundsystem.

Design

Man braucht das NX90JQ nicht einmal zu öffnen, um zu sehen, dass es etwas ganz Besonderes ist: Sein Design erinnert an einen massiven Block aus poliertem Aluminium. Unter dem Displaydeckel wartet der B&O-typische Look mit Elementen aus glänzendem Chrom und mattem Schwarz. Von ästhetischen Standpunkt sieht das zwar super aus, aber die glänzenden Oberflächen fordern einen nicht unerheblichen Pflegeaufwand.

Technische Daten: Asus NX90JQ
Kategorie: Desktop-Replacement-Notebook
Marktpreis: ab 1.999 Euro
Prozessor: Intel Core i7 720QM, 1.6 GHz, Quad-Core
Arbeitsspeicher: 6 GByte
Festplatte: 1,28 TByte
Chipsatz: Intel PM55
Grafikkarte: Nvidia Geforce GT 335M
Display: 18,4 Zoll, 1920 x 1080 Pixel
Betriebssystem: Microsoft Windows 7 Home Premium
Abmessungen: 52,6 x 28,0 x 4,38 cm
Gewicht (mit Netzteil): 4,8 kg (6,0 kg)

Mit einem Gerätegewicht von 4,8 kg und Abmessungen von knapp 53 mal 28 mal 4,4 Zentimetern ähnelt das NX90JQ schon eher einem All-in-One-PC mit Akku denn einem echten Notebook. Die außergewöhnliche Breite des Chassis resultiert aus der ungewöhnlichen Position der Lautsprecher: anstelle der üblichen Positionierung unterhalb des Keyboards platziert Asus die Lautsprecher an den Seiten des Displays. Durch die direkte Ausrichtung auf den Nutzer sorgt das natürlich für besseren Klang und realistischeren Virtual-Surround-Sound.

Das Touchpad wurde nicht in die spiegelnde Handgelenkauflage integriert. Stattdessen bietet das Notebook zwei Multitouch-Trackpads an den Seiten des Notebooks. Laut Asus sollen sie dem Notebook ein „DJ-Plattenspieler-Feeling“ verpassen. Wir sind allerdings ein bisschen von der Umsetzung enttäuscht. Obwohl man auf beiden Touchpads Gesten ausführen kann, funktioniert Multitouch nicht über beide Touchpads hinweg. Man kann beispielsweise nicht zoomen, indem man je einen Finger auf dem linken und rechten Touchpad platziert und sie auseinanderzieht. Obwohl einzigartig, hätten wir anstelle des zweiten Touchpads einen an seiner Stelle platzierten Ziffernblock vorgezogen. Und dem bequem nutzbaren Keyboard hätten beleuchtete Tasten für die Nutzung im Dunkeln gut zu Gesicht gestanden.

Das Asus NX90JQ integriert übrigens an Stelle eines optischen Laufwerks mit klassischer Lade ein Slot-In-Laufwerk. Das sieht zwar fraglos schicker aus, bedingt aber auch eine konzentrierte Handhabung von Medien, um Kratzer durch das verstärkte Berühren der Ränder des Einzugschachts zu vermeiden.

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