Jetzt auch mit Touchscreen: Nokia X3 Touch & Type im Test

Nokia hat sein X3 überarbeitet: Das Gerät ist jetzt zusätzlich zur normalen Handy-Tastatur mit einem berührungsempfindlichen Display ausgestattet. Es ist klein, leicht, relativ gut ausgestattet und nicht sonderlich teuer. Unsere Kollegen von CNET.com hatten bereits die Möglichkeit, das X3 Touch and Type ausführlich zu testen.

Das Nokia X3 Touch and Type ist ein vergleichsweise kleines Handy, das dennoch relativ gut ausgestattet ist. An Bord befinden sich die seltene Kombination aus Touchscreen und Handy-Tastatur, 5-Megapixel-Kamera, WLAN und UMTS. Noch dazu macht sich das Gerät mit seinem vergleichsweise günstigen Preis Freunde. Perfekt ist aber auch das X3-Facelift nicht – es mangelt an GPS, der Touchscreen setzt auf die nicht sonderlich empfindliche resistive Technik, und in Anbetracht des Symbian-S40-Betriebssystems wäre die Bezeichung „Smartphone“ eigentlich übertrieben.

Design

Wenn man das X3 Touch and Type in die Hand nimmt, ist man zunächst etwas überrascht: Auf den Bildern sieht es deutlich größer aus, als es in Wirklichkeit ist. Es misst 10,6 mal 4,8 Zentimeter und ist 9,6 Millimeter dick. Dabei bringt es niedliche 78 Gramm auf die Waage. Im direkten Vergleich zum Sony Ericsson Xperia X10 mini ist das Nokia etwas größer, aber ein gutes Stück flacher und leichter. Die kleinen Abmessungen schinden Eindruck in Zeiten, in denen Smartphones immer größer werden und inzwischen mit 4,3– oder sogar 5-Zoll-Displays kaum noch in die Hosentasche passen. Das X3 hingegen verliert sich schon fast in der Tasche. Es sorgt nicht für hässliche Beulen in der Jeans und liegt darüber hinaus noch gut in der Hand. Und trotz des geringen Gewichts fühlt es sich solide an. Handys bauen kann Nokia.

Zwangsläufig müssen Käufer bei so kleinen Abmessungen gewisse Kompromisse hinnehmen. Einer davon ist offensichtlich – mit den Gehäuseabmessungen schrumpft auch das Display. Man muss dem Hersteller aber zugutehalten, dass es ohnhin schon eine Leistung ist, Touchscreen und Tasstatur in so einem kleinen Gehäuse unterzubekommen. Apropos, die Anzeige misst 2,4 Zoll (X10 mini: 2,55 Zoll) und löst 320 mal 240 Pixel auf. Nicht viel, aber in Anbetracht der kleinen Diagonale absolut ausreichend. Der Touchscreen setzt auf die resistive Technologie, reagiert also auf Druck und nicht auf Berürung, und kommt nicht mit Multitouch-Gesten zurecht. Insgesamt gehört er aber zu den besseren resistiven Touchscreens und spricht relativ gut an.

Eine virtuelle Touchscreen-Tastatur hat das X3 nicht zu bieten. Wer Nummern oder Texte tippen möchte, muss also zwangsläufig auf das Tastenfeld zurückgreifen. Selbstverständlich gibt es eine Texteingabehilfe. Die Tasten sind angenehm groß und gut zu treffen, man muss sich aber zunächst daran gewöhnen, dass die drei Knöpfe für *, # und 0 in einer vierten rechten Spalte anstelle der sonst üblichen vierten Zeile untergebracht sind. Darüber hinaus gibt es vier explizite Tasten für die Telefonfunktionen sowie für einen flotten Zugriff auf die Nachrichten-App und den Media-Player.

Auf der rechten Geräteseite hat der Hersteller einen Wippschalter zur Regelung der Lautstärke sowie eine Taste zum Aktivieren der Tastensperre untergebracht. Auf der Oberseite finden sich 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse, Ladebuchse und Micro-USB-Anschluss. Das Aufladen des X3 ist sowohl über den Nokia-eigenen Stecker als auch über USB möglich. Auf der Rückseite befindet sich die Linse der 5-Megapixel-Kamera. Ein LED-Fotolicht oder gar einen Xenon-Blitz gibt es nicht. Der Slot für microSD-Speicherkarten ist unter dem Akkudeckel angebracht.

Neueste Kommentare 

5 Kommentare zu Jetzt auch mit Touchscreen: Nokia X3 Touch & Type im Test

  • Am 8. Oktober 2010 um 15:33 von no name

    klein,leicht und etwas klobig?
    Wie kann ein handy zugleich "klein und leicht" und "etwas klobig" sein?

    • Am 27. Oktober 2010 um 11:48 von Daniel Schraeder

      AW: klein,leicht und etwas klobig?
      Guter Punkt – den habe ich aus der Auflistung entfernt! Danke für den Hinweis.

      Beste Grüße
      Daniel Schraeder, CNET.de

  • Am 26. Oktober 2010 um 14:50 von kitty

    mh
    ohne LED? mh. das wäre das einzige was ich zu bemängeln hab :’/

  • Am 28. Dezember 2010 um 15:08 von Steffen

    Liebes CNET-Team!
    Danke für den Test, bei dem Nokia mal nicht wieder zerrissen wurde!
    Ich finde das Konzept gar nicht schlecht, in dieser Kombi hab ich das noch nicht gesehen, bisher beschränkt sich das die Auswahl doch eher auf Slider- oder Klapphandies. Da spricht Nokia meiner Meinung nach schon eine interessante Zielgruppe an – nämlich Leute, die ein "richtiges" Handy wünschen, aber trotdem nicht auf die Annehmlichkeiten eines Touchscreens verzichten wollen, um mal eben schnell eine bestimmte Funktion (Kontakte oder einen Schnellzugriff zu einer App antippen) verzichten wollen. Da sehe ich eine eher ältere, nicht ganz so technisch orientirte Zielgruppe oder ältere Kinder, die sicher noch kein "richtiges" Smartphone brauchen.
    So betrachtet sieht sicher auch Nokia das Teil nicht als echtes Smartphone, so dass ein Vergleich mit iPhone, den Androiden oder dem N8 einfach unangemessen ist – die spielen in einer anderen Geräteklasse.

    Was mir persönlich im Test gefehlt hat, waren Infos darüber, wofür man den Touchscreen nutzen kann. Denn zum ernsthaften Browsen ist die Diagonale einfach lächerlich. Da kommt unter 3,5" doch nicht wirklich Freude auf.

    Ansonsten guter Test!

  • Am 30. Januar 2011 um 00:24 von Marco

    Internet per WLAN statt über GPRS/EGPRS?
    Hallo Daniel,

    wir haben seit kurzem dieses X3-02 Touch & Type.
    Der Aufbau der WLAN-Verbindung klappt problemlos. Gehen wir dann aber ins Internet, wird trotsdem eine Datenverbindung per GPRS/EGPRS aufgebaut (jedenfalls lt. Displaysymbol).
    Wie läßt sich das steuern bzw. unterbinden?
    Danke schon mal vorab.

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