Die erste Hürde gibt es schon bei der Bestellung des Kindle 3G zu überwinden: Amazon bewirbt seinen neuen eBook-Reader zwar prominent direkt auf der deutschen Startseite, ein Klick führt den Nutzer aber direkt über den großen Teich zu Amazon.com. Ab hier geht’s nur noch in Englisch weiter – und in Dollar. 189 US-Dollar verlagt Amazon für das Gerät, umgerechnet sind das (Stand 7. Oktober 2010) etwa 136 Euro. Ein Schnäppchen? Nicht ganz. Dazu kommen gut 15 Euro für Verpackung und Versand und etwa 30 Euro an Zoll und Steuer für den Import – macht summa sumarum 185 Euro. Immer noch günstiger als die meisten vergleichbaren eBook-Reader, vor allem in Anbetracht der guten Ausstattung, aber der Vorteil durch den niedrigen Dollar-Kurs ist dahin.

Wer darüber hinaus Zubehör für seinen Kindle haben möchte, muss tief in die Tasche greifen. Kindle-Hüllen kosten 30 bis 80 Dollar, das nicht im Lieferumfang enthaltene Steckernetzteil für Europa 5 Dollar, eine Leselampe für die Nutzung unter der Bettdecke 15 Dollar. Zuzüglich Zoll und Steuern, versteht sich, das Spiel kennen wir ja schon.

Wie aus 189 Dollar 185 Euro wird: Porto, Verpackung, Zoll und Steuern treiben den Preis in die Höhe.
Wie aus 189 Dollar 185 Euro wird: Porto, Verpackung, Zoll und Steuern treiben den Preis in die Höhe.

Design

So viel zur Theorie. Jetzt werfen wir lieber mal einen Blick auf unseren Import. Das Gerät misst 19 mal 12,3 Zentimeter und ist 8,5 Millimeter dick. Die Waage zeigt 241 Gramm an. Damit handelt es sich hier durchaus um ein Stück Hardware, das einen permanenten Platz im Rucksack findet – und ihn auch verdient. Besonders gut gefällt uns, dass sich der Amazon-Reader nicht billig und plastikmäßig anfühlt. Das Gehäuse ist zwar aus Kunststoff, wirkt aber äußerst stabil.

Nicht ganz so happy sind wir in Anbetracht der winzigen Tasten unterhalb des E-Ink-Displays. Der Hersteller hat hier eine (fast) vollständige QWERTY-Tastatur untergebracht, über die beispielsweise das Kommentieren von Absätzen innerhalb von Büchern oder Magazinen möglich ist. Die Knöpfe sind extrem klein und äußerst schwergängig. Okay, sie sind besser, als gar keine Eingabemöglichkeit – aber Handyhersteller schaffen es, bessere Tastaturen auf weniger Platz unterzubringen.

Abgesehen von den 26 Buchstaben und den üblichen Buttons für Großschreibung, Symbole, Löschen, Enter & Co. gibt es hier ein Vier-Wege-Pad mit mittiger OK-Taste, über das sich der Nutzer durch die Menüs des Kindle hangelt. Dazu kommen Home und Back. Außerdem ist ein Button am Start, der die Schriftgröße ändert, sowie Tasten links und rechts der Anzeige zum Vor- und Zurückblättern.

Neueste Kommentare 

7 Kommentare zu Amazon Kindle 3G im Test: der beste eBook-Reader für englische Inhalte?

  • Am 7. Oktober 2010 um 20:07 von Tischenko

    Kindl 3G
    Hi!
    Wie sieht es mit selbst erstellten PDF-Dokumenten? Werden sie unterstützt?

    danke

    • Am 9. Mai 2011 um 06:19 von Yannik

      AW: Kindl 3G
      Ja

  • Am 8. Oktober 2010 um 15:55 von Richter3000

    PDF- Darstellung Kindle 3G
    Ich interessiere mich sehr für den Kindle, allerdings vor allem, um damit PDF-Dateien (ohne Grafiken) darzustellen. Wie verhält sich der Kindle bei diesem Format? Gibt es abgeschnittene Textzeilen, die erst auf der nächsten Seite vollständig dargestellt werden? Funktioniert die Umschaltung von der einen zur nächsten Seite gut? Oder würde man für die Darstellung von PDFs besser einen anderen Reader verwenden?

  • Am 13. Oktober 2010 um 09:23 von Natasha

    Webrowser und UMTS
    Hallo, danke an die Redaktion für den guten Artikel. Neben den Fragen meiner Vor-Kommentatoren hätte ich noch eine weitere: Funktioniert der Webbrowser (z.B. um das Mailpostfach zu checken) auch über UMTS oder nur über WLAN?

    Grüße…

    • Am 9. Mai 2011 um 06:20 von Yannik

      AW: Webrowser und UMTS
      Der Web Browser funktioniert auch über UMTS

  • Am 14. Oktober 2010 um 13:18 von Richter3000

    PDF- Darstellung Kindle 3G
    Also, ich habe mich bezüglich der PDF-Darstellung auf dem Kindle 3G mal anderweitig schlau gemacht. Scheinbar hat hier der Kindle im Vergleich zu anderen, aber auch noch teureren Readern (wie etwa dem Sony PRS-600) das nachsehen. Beim genannten Sony-Reader werden reine Text-PDF-Dateien ähnlich gut dargestellt wie reine ePubs, also ohne abgeschnittene Zeilen etc. Allerdings scheint es ja ohne großen Aufwand möglich zu sein, PDF-Dateien in das vom Kindle bevorzugte Mobi-Format umzuwandeln, sei es nun durch eine Email an Amazon selbst oder aber durch ein freies Programm wie etwa Calibre. Wie gut die Darstellung dann ist, bleibt allerdings noch fraglich…

  • Am 19. Oktober 2011 um 23:37 von Omid

    kostenfrei 3G?
    In Amazon Webseite steht ,
    Mittels der drahtlosen Verbindung kann Ihr Kindle Ihnen aber weitere Dienste bereitstellen, für die wir Ihnen Gebühren berechnen können, z. B. das Herunterladen persönlicher Dateien und Abonnements, wenn Sie sich in einem anderen Land befinden.
    es scheint , Mailbox oder Facebook surfen kostet für Verbraucher! ist es richtig?

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