Panasonic HM-TA1: kompakter Mini-Camcorder mit guter Videoqualität

Wenn man ein neues Produkt auf einen überfüllten Markt wirft, sollte es entweder etwas Neues bieten, etwas besser machen als die Konkurrenz oder bekannte Funktionalität zu niedrigeren Kosten bieten. Das gilt natürlich auch und insbesondere für den Markt der Mini- oder Pocket-Camcorder. Panasonics HM-TA1 kann im Test unserer Kollegen von CNET.com zwar in keinem der Punkte wirklich überzeugen, wartet dafür aber mit der gewohnt hohen Bildqualität auf.

Angesicht einer Vielzahl von konkurrierenden Geräten von Kamera- und Camcorder-Herstellern sowie multifunktionellen Geräten wie dem iPod Touch und einer Unmenge an Smartphones ist der Panasonic HM-TA1 (komplettes Datenblatt herunterladen) hinsichtlich Preispunkt und Ausstattung nicht gerade ein Wunderkind. Rechnet man dann noch das nicht überzeugende Design dazu, bleibt nicht viel, was man mögen kann.

Schickes Gerät mit qualitativ hochwertiger Videoaufnahme - mehr aber auch nicht.
Schickes Gerät mit qualitativ hochwertiger Videoaufnahme – mehr aber auch nicht.

Immerhin: Der Pocket-Camcorder ist klein und die Videoqualität ist zumindest bei hellem Umgebungslicht sehr gut – aber das wars dann auch schon. Wenn man ihn nicht gerade extrem günstig bekommt, gibt es keinen Grund, warum man den HM-TA1 Mini-Camcordern von Flip, Kodak oder Sony vorziehen sollte.

Technische Daten: Panasonic HM-TA1
Preis (UVP): 169 Euro
Abmessungen: 10,4 x 5,3 x 1,8 cm
Gewicht (ohne Akku): 93 g
Speicherkapazität & -typ: kein interner Speicher; Slot für SD/SDHC/SDXC-Speicherkarten
Auflösung, Sensorgröße & -typ: 5 Megpixel, 1/4,1-Zoll CMOS
Displaygröße & -auflösung: 2 Zoll (5,08 cm) LCD, 153.600 Bildpunkte
Objektiv: Fix-Fokus, f2.8
Dateiformat (Video, Audio): H.264-Video, Mono-AAC-Audio (.MP4)
Auflösung: 1.920 x 1.080 @ 30fps (12 MBit/s, progressive)
Aufnahmezeit auf höchster Qualität: 30 Minuten
Bildstabilisierung: elektronisch
Akkutyp & -laufzeit: wiederaufladbarer Lithium-Ionen-Akku, 80 Minuten

Der HM-TA1 ist ein Barren-förmiger Mini-Camcorder, der senkrecht gehalten wird. Das Gerät ist attraktiv, leichtgewichtig und sehr kompakt – aber von da aus geht es nur noch abwärts. So ist das Gehäuse aus einem hochglänzenden Kunststoff gefertigt, der Fingerabdrücke magisch anzieht und sich, gerade bei schwitzigen Fingern, als recht schlüpfrig erweist. Der Einschaltknopf und die Abdeckung für Akku und Speicherkarte befinden sich auf der rechten Seite. Je nach Handgröße kann man mit einem zu festen Griff ganz locker unbeabsichtigt das Gerät ausschalten oder die Abdeckung öffnen, die sich zudem billig und fadenscheinig anfühlt.

Der HM-TA1 kann dank integriertem USB-Stecker direkt am Rechner angeschlossen werden. Die eingebettete Software unterstützt aber nur Windows.
Der HM-TA1 kann dank integriertem USB-Stecker direkt am Rechner angeschlossen werden. Die eingebettete Software unterstützt aber nur Windows.

Oben auf der linken Seite versteckt sich unter einer weiteren Abdeckung ein einzelner AV-Ausgang im Composite-Format. Anschlüsse für HDMI-Verbindungen oder zumindest ein Komponenten-Kabel glänzen mit Abwesenheit. Das direkte Abspielen von HD-Videos auf einem HDTV fällt somit schon mal flach. Da Panasonics HD-Fernseher über SD-Speicherkarten-Slots verfügen, haben unsere Kollegen auch auf diesem Weg das Abspielen aufgenommener HD-Videos probiert. Aber auch hier Fehlanzeige: Panasonics Fernseher unterstützen keine MPEG-4-Wiedergabe von Speicherkarten.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Panasonic HM-TA1: kompakter Mini-Camcorder mit guter Videoqualität

  • Am 23. November 2010 um 13:48 von Bernd

    Guter Bericht
    Ich besitze seit gestern diese Kamera und bin dabei, sie nach und nach detailliert kennenzulernen. Bis jetzt kann ich alles im Bericht gesagte soweit bestätigen.

    Etwas Probleme sehe ich noch mit der Umwandlung vom MP4-Format nach WMV oder AVI, da fehlt mir noch die richtige Software.

    Ausserdem vermisse ich ein Ladegerät für den Akku.. Wenn ich jedesmal, wenn ich einen der beiden hier vorhandenen Akkus laden will, meinen PC für indestens vier Stunden eingeschaltet lassen muss, ist das m.E. nicht gerade optimal. So muss ich z.B. auf Reisen mein Notebook dabeihaben, auch wenn ich es eigentlich nicht als solches benutzen will, aber ich brauche es ja dann zum Laden der Akkus. Ein richtiges kleines Steckerladegerät wäre mir lieber. Habe es bereits an einem USB-Netzteil ausprobiert, aber da scheint der Ladevorgang nicht richtig vollständig zu erfolgen.

    • Am 18. Dezember 2010 um 19:59 von weißwas

      AW: Guter Bericht
      . . . schließ´ ein billiges USB-HUB zwischen Netzteil und Kamera, dann klappts auch mit dem Laden.

      U.

  • Am 14. Februar 2011 um 15:10 von martina hegner

    ruckeln bei der ansicht auf dem pc
    hallo
    habe zum ersten mal meine videos auf dem pc in dem dafür vorgesehenen programm geladen und angesehen.(vorschau)
    der ton ist gleichbleibend gut.die videoaufnahmen jedoch wechseln von original wiedergabe(wie auf der kamera) zu abgehackten schnittbildern dann wieder zu video dann wieder zu stoppender bilderwelle usw.
    ich habe die dafür vorgesehene speicherkarte sdhc 8gb
    was kann ich tun um das video ohne ruckelbilder auf dem pc anzusehen.ich habe windows xp.

    danke?!

    • Am 8. März 2011 um 14:17 von Edi5

      AW: ruckeln bei der ansicht auf dem pc
      Gegen das Ruckeln der Bilder kann man gar nichts tun. Weil diese kamera 30 bps Aufnehmen kann, das heisst 30 Bilder pro Sekunde. Das Auge kann erst ab 50 Bilder pro Sekunde ruckelfrei wahrnehmen. Und Dafür muss man etwas tiefer in die Tasche Greifen, und eine HD Kamera ab 500,- Euro kaufen.

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