Das Konzept ist einfach: Für circa 260 Euro bekommt man eine kleine Kiste, die unauffällig im Wohnzimmer zwischen TV-Empfänger, Pay-TV-Box, DVD- oder Blu-ray-Player und Fernseher gesteckt wird. Dazu ist eine möglichst leistungsstarke Internet-Verbindung nötig – und schon landet jedes Bild, dass man im eigenen Wohnzimmer ansehen könnte, auch mobil auf dem Handy, auf einem entsprechenden Empfänger an einem Fernseher am anderen Ende der Welt oder auf dem Notebookdisplay.

Zugegeben: Die Slingbox ist kein Allerweltsprodukt. Dementsprechend findet man sie auch nicht gerade in der Grabbelkiste des nächsten Media Markts. Wer in Deutschland eine Slingbox kaufen möchte, bekommt sie beispielsweise bei Amazon – aber dort noch nicht das neue Modell Pro-HD. Da der Import von Amazon UK aber möglich ist, werfen wir dennoch schon mal einen ausführlichen Blick auf das aktuelle Modell.

Verbindungsmöglichkeiten

Auf der Rückseite der Slingbox Pro-HD gibt es Component-, Composite- und S-Video-Eingänge sowie die jeweils zugehörigen, durchgeschleiften Ausgänge. Für das Audio-Signal stehen zusätzliche, digitale und analoge Ein- und Ausgänge zur Verfügung.

Mit im Lieferunfang enthalten ist darüber hinaus ein Infrarot-Sender, der an der Box angeschlossen wird und auf die übrigen Geräte im eigenen Heimkino oder Wohnzimmer zielt – also auf den Sky-Receiver, den Satellitenempfänger oder den Festplatten-Videorekorder. Er steuert die Komponenten an wie eine Multifunktionsfernbedieung und ermöglicht so beispielsweise das Umschalten des TV-Kanals beim Sky-Receiver vom Notebook im Büro, vom Fernseher im Schlafzimmer oder vom Handy in der S-Bahn aus. Besonders cool: Über diesen Weg ist auch der Zugriff auf Video-Aufnahmen möglich. Wer seinen Festplattenrekorder entsprechend programmiert hat, kann im Urlaub nach dem Strandaufenthalt noch seine Lieblings-Nachmittagssendung sehen.

Was die Eingänge angeht, ist die Slingbox Pro-HD nah an der Perfektion. SD und HD, kein Problem. Aber Moment mal – wo ist denn HDMI? Der Anschluss fehlt leider. Ein Grund ist die HDCP-Verschlüsselung von HD-Inhalten, die über die digitale Kabelverbindung ausgetauscht wird. Das Streamen der geschützten Inhalte ist nämlich verboten. Also gibt’s gleich gar keinen digitalen HD-Eingang. Wer hochqualitatives Video sehen (beziehungsweise übertragen) möchte, muss auf Component Video zurückgreifen. Vorausgesetzt, der jeweilige Receiver hat überhaupt solche Anschlüsse.

In der Slingbox ist übrigens ein DVB-T-Receiver integriert. Der Empfang von digitalem Antennenfernsehen ist also auch ohne den Anschluss eines zusätzlichen Receivers möglich.

Aufbauen und ausprobieren

Ein Gerät, das so komplex und schwer zu erklärende Aufgaben erledigt, kann ja eigentlich gar nicht einfach sein. Überraschenderweise ist es das aber. Zwar ist das Web-Interface der Box nicht sonderlich schnell, aber es ist übersichtlich und logisch aufgebaut. So dauert es nur ein paar Minuten, bis unsere Slingbox angeschlossen ist, sämtliche mit ihr verbundenen Geräte kennt und bereits einen Sendersuchlauf durchgeführt hat.

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