Wer 700 Euro für einen Camcorder ausgeben möchte, kann für diesen Betrag schon richtig gute Hardware erwarten. Aber worauf sollte man die Prioritäten legen? Bestmögliche Bildqualität? Größtes Feature-Angebot? Oder ein bisschen von beidem? Wie immer hängt die Antwort ganz davon ab, was man letztlich mit dem Camcorder tun möchte. Enthusiasten zum Beispiel suchen wahrscheinlich nach manuellen Kontrollen und Möglichkeiten zur Verbesserung der Performance, während Anwender, die selten mehr als ein paar Urlaubsvideos schießen, eher auf Bedienungsfreundlichkeit, Bequemlichkeit und Mobilität Wert legen.

Das Beste von allem

Sonys HDR-XR350VE stellt nun in vielerlei Hinsicht eine Schnittstelle zwischen diesen Extremen dar: Sie kombiniert beeindruckende technische Eckdaten mit Funktionen, die sowohl Gelegenheits- wie auch Profi-Anwendern Mehrwerte bieten sollen.

Herz der HDR-XR350VE ist ein 1/4-Zoll großer Exmor-R-Bildsensor, der 1080i-HD-Videos mit mit 50 Halbbildern pro Sekunde aufnimmt. Der Modus für beste Qualität fixiert die Bitrate bei 24 MBit/s, was die bei Nutzung des AVCHD-Standards derzeit höchstmögliche Bitrate ist. Im Fotomodus fängt der Camcorder Bilder mit einer Auflösung von 7,1 Megapixel ein.

Multi-Tasking leicht gemacht: Die Sony Handycam HDR-XR350VE nimmt Videos und Fotos auf.
Multi-Tasking leicht gemacht: Die Sony Handycam HDR-XR350VE nimmt Videos und Fotos auf.

Das Sony-G-Weitwinkelobjektiv (26,3 mm bei Fotos, 29,8 mm bei Videos) ist vor allem bei Landschaftsaufnahmen und Gruppenportraits sehr praktisch. Sein 12-facher optischer Zoom ist zwar nach heutigen Maßstäben nicht gerade weltbewegend, reicht aber für die praktischen Belange der allermeisten Anwender völlig aus. Die 160 GByte fassende interne Festplatte, deren Speicherplatz für 67 Stunden HD-Videoaufnahmen ausreicht, ist selbstredend ein echter Segen. Allerdings wird nicht jeder Anwender derart viel integrierten Speicherplatz benötigen. Vor allem heutzutage, wo man internen Speicher jederzeit mit billigen SD- oder Memory-Stick-Speicherkarten erweitern kann, wirkt die große integrierte Platte etwas dinosauriermäßig.

Bedienungsprobleme

Manuelle Kontrollen werden nicht über mechanische Tasten oder Modusrädchen, sondern über das Touchscreen-Menü der HDR-XR350VE geboten. Das wird zwar einige ernsthafte Filmemacher abschrecken, dürfte für die meisten Anwender aber kein Gegenstand großer Bedenken sein. Die Menünavigation erfolgt per Berührung mit dem Finger. Daran muss man sich zwar erst einmal gewöhnen, aber nach kurzer Zeit funktioniert das tadellos. Das 2,7-zöllige Display ist gerade noch groß genug, dass die Touch-Bedienung anwenderfreundlich bleibt.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Sony Handycam HDR-XR350VE: Kompakter Camcorder mit 160-GByte-Festplatte und GPS

  • Am 5. November 2010 um 14:30 von Alex

    Alternative
    Hallo,

    was würden Sie den alls Alternative ohne GPS empfehlen?

    Gruß
    Alex

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