Eines der größten Probleme beim Einführen eines neuen Kamerasystems ist die Masse an verfügbarem Zubehör. Denn kein Fotograf möchte in teure Hardware investieren, wenn dessen Zukunftssicherheit ungewiss ist. Im März dieses Jahres hat Samsung mit der NX10 seine erste EVIL-Kamera vorgestellt, inzwischen gibt es jede Menge Zubehör im Handel. So sind bereits jetzt fünf Objektive verfügbar, für nächstes Jahr sind weitere fünf Stück angekündigt.

Design

Die Samsung NX100 grenzt sich optisch deutlich von ihren Vorgängerinnen NX5 und NX10 ab. Sie kommt nicht mehr im funktionalen Mini-DSLR-Design daher, sondern sieht tatsächlich wie eine Kompaktkamera aus. Dazu tragen sowohl das gegenüber den älteren Samsung-Schwestern geschrumpfte Gehäuse als auch das neue 20-bis-50-Millimeter-Objektiv bei. Der Zoomring der Kitlinse lässt sich zudem nach dem Ziehen eines Schiebers über die 20-Millimeter-Weitwinkel-Marke hinwegdrehen. Zwar ist es dann nicht mehr möglich, zu fotografieren, doch die Optik wird beansprucht weniger Platz. Mit dem neuen 20-bis-50-Millimeter-Objektiv passt die NX100 in die Jackentasche, mit der älteren 18-bis-55-Millimeter-Linse wird es schon knapp.

Das Gehäuse sieht auf den ersten Blick sehr schick und hochwertig aus. Beim ersten Anfassen wird allerdings klar: Statt Metall kommt hier hauptsächlich Kunststoff zum Einsatz. Das ist jedoch nicht unbedingt ein Nachteil, denn die Kamera ist sehr leicht. Und nichts knarzt, klappert oder wirkt instabil. Die NX100 ist solide verarbeitet, keine Frage. Ein – wenngleich schwereres – Metallgehäuse würde dennoch für einen wertigeren Eindruck sorgen. Vorerst kommt die Digicam mit schwarzem und braunen Gehäuse nach Deutschland, in anderen Teilen der Welt gibt es sie auch in Weiß.

Dieses Foto zeigt die weiße Samsung NX100 mit dem neuen 20-bis-50-Millimeter-Kitobjektiv von oben.
Dieses Foto zeigt die weiße Samsung NX100 mit dem neuen 20-bis-50-Millimeter-Kitobjektiv von oben.

Die Oberseite der Samsung NX100 ist silbern lackiert und baut zwei Ebenen auf. Etwas so, wie die Front eines alten Fiat Multipla – bloß nicht hässlich. Oben sitzen Zubehörschuh, Moduswahlschalter, Auslöser und ein Einstellrädchen. Der Moduswahlschalter ist in der oberen Ebene versenkt und lässt sich von hinten bequem mit dem Daumen verstellen. Unten rechts bringt Samsung noch einen Ein/Aus-Schieber unter.

Auf der Rückseite befindet sich ein 3,0 Zoll großes AMOLED-Display mit einer Auflösung von 640 mal 480 Pixeln (614.000 Bildpunkte). Es lässt sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch recht gut einsehen und überzeugt mit schönen und leuchtenden Farben. Ein weiterer Vorteil der AMOLED-Technologie sind die nahezu unbegrenzten Blickwinkel. So lässt sich der Bildschirminhalt beispielsweise auch bei Aufnahmen über Kopf noch gut von unten einsehen.

Der kleine Anschluss oberhalb des Displays versorgt den optional erhältlichen elektronischen Sucher mit Bilddaten.
Der kleine Anschluss oberhalb des Displays versorgt den optional erhältlichen elektronischen Sucher mit Bilddaten.

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