Panasonic Lumix DMC-GF2 angetestet: kompakte EVIL-Kamera mit Touchscreen

Anfangs gab es bei den Kompaktkameras mit Wechselobjektiven nur Panasonic und Olympus mit ihrem gemeinsam entwickelten Micro-Four-Thirds-Format. Inzwischen beleben Samsung und Sony mit eigenen Modellen das Geschäft, und auch Nikon arbeitet an einer sogenannten EVIL-Serie. Dennoch: Panasonic ist bisher am fleißigsten und kündigt heute mit der Lumix DMC-GF2 bereits seine siebte Systemkamera an. Unsere Kollegen von CNET Asia hatten bereits die Gelegenheit, ein Vorserienmodell auszuprobieren.

EVIL-Kameras: Das klingt irgendwie böse. Und so könnte es auf lange Sicht auch für die DSLRs enden, jedenfalls, was die Einsteigermodelle angeht. Denn die EVIL-Kameras vereinen die Spiegelreflex-Vorteile – einen großen Sensor und hochwertige Wechselobtiken – mit kompakten Gehäusen. Abstriche müssen Käufer allerdings beim Sucher und beim Autofokus machen.

Aufgrund des gegenüber DSLRs fehlenden Spiegelkastens gibt es nämlich keinen dedizierten Autofokussensor, der nach dem Phasenvergleichsprinzip arbeitet, sondern „nur“ einen Kontrast-Autofokus, der das auf dem Sensor angekommende Bild auswertet. Derzeit ist letztere Methode noch etwas langsamer, aber es die Lücke schrumpft zusehends. Ebenfalls mangels Spiegelkasten fällt der optische Sucher weg. Das mag derzeit für viele potenzielle Käufer noch ein K.O.-Kriterium für EVIL-Kameras darstellen, doch auch die Displays der elektronischen Sucher werden immer hochauflösender und schneller, und irgendwann wird der Unterschied kaum mehr spürbar sein. In puncto Geschwindigkeit ist Panasonic bei den EVIL-Kameras derzeit der Spitzenreiter, unsere Erwartungen an die GF2 sind dementsprechend hoch.

Design

Auf den ersten Blick scheint es keine großen Unterschiede zwischen der GF2 und ihrer Vorgängerin GF1 zu geben. Bei näherer Betrachtung fällt jedoch auf, dass sich der Handgriff etwas verändert hat – er gleicht nun dem der Kompakt-Schwester LX5 und sorgt für einen sicheren Sitz in der Hand. Außerdem hat die Kamera abgespeckt. Sie bringt 7 Prozent weniger Gewicht auf die Waage und ist 19 Prozent kompakter geworden. Das Gehäuse besteht aus einer Aluminiumlegierung und fühlt sich hochwertig an.

Abgesehen von dem überarbeiteten Handgriff und der kleinen Wölbung über dem Objektiv gibt es auf der Vorderseite der GF2 kaum Änderungen gegenüber der ihrer Vorgängerin GF1. Der Blitz schießt vergleichsweise weit aus dem Gehäuse heraus und reduziert damit die Gefahr des Rote-Augen-Effekts.
Abgesehen von dem überarbeiteten Handgriff und der kleinen Wölbung über dem Objektiv gibt es auf der Vorderseite der GF2 kaum Änderungen gegenüber der ihrer Vorgängerin GF1. Der Blitz schießt vergleichsweise weit aus dem Gehäuse heraus und reduziert damit die Gefahr des Rote-Augen-Effekts.

Die Oberseite der Kamera gestaltet sich recht übersichtlich: Hier sitzen Ein/Aus-Schalter, Taste für die intelligente Automatik (iA), dedizierter Video-Aufnahmebutton und Auslöser. Außerdem finden noch ein Zubehörschuh sowie ein Stereomikrofon ihren Platz oben auf dem Gehäuse. Der Aufklappblitz ist auf der linken Seite untergebracht und schließt bündig mit der Oberseite ab – er schießt nur bei Bedarf heraus. Das Modusrädchen der GF1 ist verschwunden – die Aufnahmeprogramme wählen Fotografen nun über das Touchscreen-Menü aus.

Den Moduswahlschalter der GF1 gibt es bei der GF2 nicht mehr. Diese Aufgabe übernimmt jetzt der Touchscreen.
Den Moduswahlschalter der GF1 gibt es bei der GF2 nicht mehr. Diese Aufgabe übernimmt jetzt der Touchscreen.

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