Sonos Wireless Dock 100 im Test: iPod-Streaming im ganzen Haus

Das Sonos-System sorgt für Musik im ganzen Haus: Mit Touchscreen-Fernbedienungen wählt man Musikquelle, Album, Song & Co. sowie den oder die Räume, in denen der Klang ertönen soll. Als Quellen kamen bislang Computer, Streaming-Dienste wie Napster, Netzwerkfestplatten oder Webradios infrage, und nun darf’s auch das iPhone sein: Wer sein Apple-Smartphone oder einen iPod im Wireless Dock platziert, hat von jedem Raum aus Zugriff auf die Musiksammlung.

Zugegeben, das Sonos-Streaming-System ist nicht die günstigste Möglichkeit, Musik und Radio ins Haus zu bringen. Aber die Technik, die Funktionalität und die Bedienung sind einfach klasse: Kleine und größere Kästen mit und ohne integrierte Boxen oder Verstärker werden kabellos mit Musik versorgt, spielen Songs und Radiosender gleichzeitig oder unabhängig voneinander in unterschiedlichen Räumen und lassen sich komfortabel per Touchscreen-Fernbedienung oder iPod-App fernsteuern.

Neu im Programm ist ein kabelloses iPod-Dock, das Sonos Wireless Dock 100. Es soll die Brücke zwischen den Apple-MP3-Playern und dem Streaming-System schlagen und ist ab sofort für etwa 120 Euro im Handel erhältlich. Wir haben es bereits ausführlich getestet.

Passt perfekt

Wer bereits über ein Sonos-System verfügt, wird mit der Einrichtung des Docks keinerlei Probleme haben. Man verbindet das weiße Kästchen mit dem mitgelieferten Netzteil und der Steckdose, wählt auf einem Controller (der Sonos-Fernbedienung) oder auf einem iPod Touch beziehungsweise iPhone mit Sonos-Software aus, dass man ein neues Produkt hinzufügen möchte und drückt die einzige Taste, die das Wireless Dock zu bieten hat – fertig.

Das dauert nur wenige Minuten und eine Anleitung braucht man dafür nicht. Das geht so einfach, dass es eine wahre Freude ist – und wir uns hinterher bei so vielen anderen Geräten im Test fragen, warum Technik so kompliziert sein kann.

Das Wireless Dock ist übrigens das erste Sonos-Gerät, das keinen Netzwerkanschluss integriert hat. Alle anderen ZonePlayer haben zwei oder sogar vier Ethernet-Ports auf der Rückseite – einer davon sorgt für die Verbindung mit dem LAN, der andere wird durchgeschleift. So muss man keine zusätzlichen Kabel verlegen. Das Wireless Dock verbindet sich, wie der Name schon sagt, aber ohnehin nur kabellos – und zwar mit dem Sonos-eigenen WLAN, das die vorhandenen Clients bereits aufgebaut haben.

Funktionalität

Das Sonos-System selbst unterstützt von Haus aus ein paar Streaming-Dienste, darunter die auch hierzulande verfügbaren Anbieter Napster und Last.fm (Anm. d. Redaktion: Last.fm gehört wie CNET.de zu CBS Interactive). Wer auf andere Dienste zurückgreifen möchte, die von Sonos nicht angeboten werden, hört in die Röhre. Mittels iPhone-Dock ist aber auch der Zugriff auf andere Music-Streamer möglich, wenn auf dem Apple-Smartphone eine entsprechende App installiert ist. Und über die kabellose Verbindung landet der Sound auch in anderen Räumen. Das gilt im Übrigen für jegliche Audio-Quelle, die auf dem iPhone oder iPod verfügbar ist – was Geräusche ausgibt, lässt sich via Sonos weiterleiten.

Einen Haken hat die Sache allerdings: Die Bedienung von Apps ist nur auf dem eingedockten iPhone selbst möglich, aber nicht über den Touchscreen-Controller oder über andere iPods mit der Sonos-Software. Anders sieht es bei der auf dem iPod gespeicherten Musik aus. Sie lässt sich auch von jedem anderen Controller durchsuchen und abspielen.

Die Tatsache, dass Sonos eine so hervorragende Software zum Fernbedienen des Systems für den iPod Touch und das iPhone entwickelt hat, kann sich übrigens zu einem weiteren Nachteil entpuppen. Man ist unter Umständen so gewöhnt an die Bedienung des Audio-Systems mit der Apple-Hardware, dass man sie gleich gar nicht in ein Dock stecken möchte. Dann kann man zwar auf die dort gespeicherten Songs zugreifen, muss aber einen zweiten Controller oder einen zusätzlichen iPod Touch bemühen, um die gewünschten Songs und Räume auszuwählen. Idealerweise steckt man hier also einen iPod aus der Pre-Touchscreen-Ära ein, um gar nicht erst in Versuchung zu kommen.

Was uns im Praxiseinsatz besonders gut gefällt, ist die Möglichkeit, angefangene Songs oder Playlisten weiterlaufen zu lassen. Wer also sein iPhone im Auto absteckt, hört die eben unterwegs genossene Musik (fast) unterbrechungsfrei zu Hause weiter, sobald das Handy im Sonos Wireless Dock steckt.

Fazit

Wer über iPod oder iPhone und das Sonos-System verfügt, muss beim Wireless Dock 100 zuschlagen. Es ist die perfekte Ergänzung und bringt die beiden Welten zusammen. Ideal ist das Sonos-iPod-Dock auch, wenn ein Besucher die auf seinem iPhone gespeicherten Songs vorführen möchte. Er steckt sein Apple-Smartphone einfach in das weiße Kästchen, und schon stehen sämtliche Audio-Tracks auf allen Sonos-Fernbedienungen zur sofortigen Wiedergabe in allen angebundenen Räumen zur Verfügung. Die absolut problemlose Installation der Hardware rundet das Paket ab.

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