Zehn Fotos pro Sekunde? Noch vor ein bis zwei Jahren waren derartige Geschwindigkeiten ausschließlich sperrigen und sündhaft teuren Spiegelreflexkameras – und damit Profis – vorbehalten. Sony hat vor einem Jahr die ersten beiden Digicams mit rückseitig belichteten CMOS-Sensoren auf den Markt gebracht. Seitdem schießen günstige und blitzschnelle Kompaktkameras wie Pilze aus dem Boden. Die Cyber-shot DSC-WX5 beispielsweise passt mit den Außenmaßen von 9,2 mal 5,2 mal 2,2 Zentimetern einwandfrei in die Hosentasche und ist mit einem Gewicht von 146 Gramm nur zehn Gramm schwerer als das iPhone 4.

Design

Die Sony Cyber-shot DSC-WX5 ist in den Farben Violett, Gold, Braun, Schwarz und Silber erhältlich. Das Metallgehäuse wirkt sehr hochwertig verarbeitet und stabil. Oben auf dem Gehäuse befinden sich Ein/Aus-Schalter und Auslöser mitsamt Zoomring. Ganz rechts am rand sitzt eine Taste zum Konfigurieren des Serienbildmodus, mittig links befinden sich zwei kleine Öffnungen, hinter denen das Stereo-Mikrofon sitzt.

Wie das Gaspedal im Auto: Die kleine Taste ganz rechts beschleunigt die WX5 auf Wunsch auf bis zu zehn Bilder pro Sekunde.
Wie das Gaspedal im Auto: Die kleine Taste ganz rechts beschleunigt die WX5 auf Wunsch auf bis zu zehn Bilder pro Sekunde.

Auf der Rückseite dominiert das 2,8 Zoll große Display. Es bietet mit 480 mal 320 Pixeln (460.000 Bildpunkte) eine für diese Preisklasse recht ordentliche Auflösung. Die Anzeige ist farbenfroh, hell und wenig anfällig gegenüber störenden Spiegelungen. Rechts oben neben dem Bildschirm befinden sich eine dedizierte Aufnahmetaste für den Videomodus und ein Moduswahlschalter, der die Punkte intelligente Vollautomatik, überlegene Vollautomatik, Programmautomatik, iSchwenk-Panorama, Filmmodus, 3D-Aufnahme, Szenenwahl und Hintergrundunschärfe bereithält. Weiter unten gibt es eine Taste zum Wechseln in den Wiedergabemodus, ein Vier-Wege-Pad mit mittiger Ok-Taste, sowie zwei Buttons für Menü und Löschen. Sämtliche Bedienelemente fühlen sich unterschiedlich an und lassen sich somit auch ohne Hinsehen gut ertasten.

Das Pad dient neben der Navigation durch die Menüdialoge auch zum direkten Konfigurieren von Displaydarstellung, Gesichtserkennung, Blitz und Selbstauslöser. Die mittige Taste aktiviert beziehungsweise deaktiviert die automatische Fokusnachführung zur Verfolgung bewegter Motive. Ein Druck auf die Menü-Taste bringt die für den gewählten Aufnahmemodus wichtigsten Parameter aufs Display – in der intelligenten Vollautomatik beispielsweise sind das unter anderem Bildgröße, Serienbild-Einstellungen, Belichtungskorrektur und Gesichtserkennung. Ganz unten findet sich immer noch ein Werkzeugkoffer-Symbol, das in die tiefgreifenderen Einstellungen der Kamera führt, beispielsweise zu Datum, Uhrzeit, Digitalzoom und so weiter.

Das Modusrädchen auf der Rückseite bietet ausreichend Widerstand, so dass es sich nicht versehentlich in der Hosentasche verdreht.
Das Modusrädchen auf der Rückseite bietet ausreichend Widerstand, so dass es sich nicht versehentlich in der Hosentasche verdreht.

Auf der rechten Seite der Kamera bringt Sony einen HDMI-Anschluss unter. Im Gegensatz zum proprietären kombinierten USB-AV-Ausgang auf der Unterseite ist er durch eine Klappe vor Verschmutzung geschützt. Unten am Gehäuse finden sich weiterhin eine Tür, hinter der die Fächer für Akku und Speicherkarte sitzen, sowie ein Stativgewinde aus Metall.

Erfreulicherweise kommt die WX5 wie alle aktuellen Sony-Digicams nicht nur mit Memory-Stick-Medien, sondern auch mit SD-, SDHC- und SDXC-Karten zurecht. Die Akkulaufzeit bewegt sich mit wahlweise 230 Fotos im Klassendurchschnitt. Der Stromspeicher lässt sich nicht in der Kamera selbst, sondern nur im mitgelieferten Ladegerät mit Energie betanken.

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